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Auf der CES stellte Intel seine neue Core-Ultra-300-Serie auf Basis von Panther Lake vor. Kompakte, sparsame, effiziente Notebooks und auch Gaming-Modelle der verschiedensten Hersteller sollen diese Prozessor-Serie verwenden. Auf der Bühne sprach Intel jedoch auch über den Einsatz in Gaming-Handhelds und offenbar soll es eine entsprechende Produktoffensive geben. Intel will offenbar einen Gegenpol zu AMDs Übermacht schaffen.
Doch offenbar plant Intel nicht einfach, ein bestehendes Modell von Panther Lake dafür anzubieten, sondern laut Videocardz soll es dazu ein bestimmtes Modell geben. Dieser hört auf den Namen Core G3, bzw. es wird eine Core-G3-Serie geben.
Der Core-G3-Chip besitzt ein Compute Tile mit zwölf Kernen. Diese setzen sich aus zwei Performance-Kernen, acht Efficiency-Kernen und vier Low-Power-Efficiency-Kernen zusammen. Details zur Konfiguration der integrierten Grafikeinheit gibt es nicht. Die Modellnamen der GPU sollen allerdings B380 und B360 lauten. Der GPU-Tile von Panther Lake bietet bis zu zwölf Xe3-Kerne und es ist davon auszugehen, dass zumindest in der B380-Variante der Core-G3-Serie die größte Konfiguration zum Einsatz kommt.
Auf der CES sprach Intel davon, dass die Offensive für die Gaming-Handhelds im Verlaufe des Jahres aufgenommen werden soll. Zur Computex dürfte es eventuell erste Ankündigungen geben.
Wie gut Intels Panther Lake für den Einsatz in Gaming-Handhelds geeignet ist, lässt sich auf Basis der aktuellen Informationen kaum abschätzen. Auch gibt es aktuell noch recht wenige unabhängige Angaben zur Leistung von Panther Lake, bzw. der integrierten GPU. AMDs Ryzen Z2 Extreme bietet bis zu 16 RDNA-3.5-CUs. Gegen eben diese integrierte Grafikeinheit vergleicht Intel sein eigenes Spitzenmodell Core Ultra X9 388H – mit 45 und 53 W dürfte die TDP aber deutlich höher konfiguriert sein, als dies in einem Gaming-Handheld sinnvoll wäre.
Die von Intel gezeigten Benchmarks legen zumindest nahe, dass Intel mit Panther Lake mehr als nur mithalten kann. Allerdings dürfte dies auch eine Frage der jeweiligen Hardware-Konfiguration und des Power-Limits sein.
Etwas verwundert sind wir über die kolportierte Kern-Konfiguration: 2P+8E+4LPE-Kerne klingen nicht nach einer besonders hohen CPU-Leistung. Allerdings bietet Panther Lake, bzw. der Compute-Tile in der höchsten Ausstattung auch nur 4P+8E+4LPE-Kerne – die Efficiency-Kernenrücken bei Intel zunehmend in den Fokus.
Ob Intels Handheld-Offensive tatsächlich in der Core-G3-Serie in der oben beschriebenen Ausführung münden wird, bleibt aktuell nur abzuwarten. Spannend wird zudem zu sehen sein, wie eng Intel und Microsoft zusammenarbeiten werden. Zuletzt bemühte sich auch Microsoft den Overhead in Windows 11 zu reduzieren, bzw. mittels der Xbox Experience die Windows-Gaming-Handhelds besser bedienbar zu machen. Vollends gelungen ist dies nicht, wie unser Test des ASUS ROG Xbox Ally X zeigte.