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Perlmutter-Supercomputer mit Milan-CPUs und Volta-Next-GPUs

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amd-epyc-milan-genoaDas Lawrence Berkeley National Laboratory’s National Energy Research Scientific Computing Center (NERSC) hat seinen neuen Supercomputer Perlmutter nun offiziell spezifiziert und wird auf eine Kombination aus EPYC-Prozessoren auf Basis der Zen-3-Architektur (Milan) und die kommenden GPGPU-Beschleuniger von NVIDIA (Ampere) setzen.

Bereits mit der Ankündigung im Oktober 2018 veröffentlichte man entsprechende Pläne. Auf der Supercomputing-Konferenz kurz danach wurden die groben Pläne abermals bestätigt.

Nun hat das NERSC die Konfiguration abgeschlossen. Der Perlmutter wird in zwei Phasen aufgebaut werden. In der ersten Phase, die bis Ende 2020 abgeschlossen sein soll, wird die Infrastruktur für den Supercomputer aufgebaut. Dazu gehört das externe Dateisystem, eine All-Flash-Plattform für schnellen Speicher mit einer Kapazität von 35 PB. Bis zu 5 TB/s soll das Speichersystem über den Slingshot-Interconnect liefern können. Alle Workflow- und User-Nodes sollen bis dahin ebenfalls aufgebaut sein.

Bis Ende 2020 soll es außerdem die zwölf Cabinets an GPU-Nodes geben. Diese sind mit GPGPU-Beschleunigern auf Basis der Ampere-Architektur ausgestattet, die vom NERSC noch als "Volta-Next" bezeichnet werden. Jeder der GPU-Nodes wird vier dieser GPGPU-Beschleuniger haben. Hinzu kommen ein EPYC-Prozessor (Milan) und 256 GB an Arbeitsspeicher. Über alle Cabinets und Nodes sollen mehr als 6.000 GPUs in Perlmutter arbeiten.

Interessanterweise spricht die Pressemitteilung von "NVIDIA GPUs with new Tensor Core technology". Es wird zwar erwartet, dass NVIDIA die Tensor Cores mit der Ampere-Architektur weiterverwendet und optimiert, bestätigt werden konnte dies bisher allerdings nicht. Mit der Volta-Architektur führte NVIDIA die Tensor Cores ein. In der Turing-Architektur kommen sie unter anderem für das DLSS 2.0 zum Einsatz.

In der zweiten Phase kommen dann weitere CPU-Nodes hinzu. Diese werden jeweils zwei EPYC-Prozessoren (Milan) beinhalten. Jedem Prozessor stehen 256 GB an Arbeitsspeicher zur Verfügung (512 GB pro Node) – von mehr als 3.000 CPU-Nodes also mehr als 6.000 Prozessoren ist die Rede. Die zweite Phase soll Mitte 2021 abgeschlossen sein.

NVIDIA wird die Ampere-Architektur vermutlich am 14. Mai vorstellen. Wann AMD erste Details zur Zen-3-Architektur und den Milan-EPYC-Prozessoren verraten wird, ist noch nicht bekannt. Wenn die ersten Supercomputer jedoch bereits bis Ende 2020 mit den Prozessoren ausgestattet sein werden, wird AMD zuvor wohl über diese sprechen wollen. Zumindest für die Ryzen-Modelle auf Basis der Zen-3-Architektur hat AMD schon von einer Veröffentlichung in diesem Jahr gesprochen.

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