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AMD beschleunigt seine EPYC-Prozessoren weiter

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amd-romeAuf der gestrigen AMD-Keynote im Rahmen der CES lag der Fokus sicherlich auf der neuen Gaming-Grafikkarte Radeon VII sowie auf den Ryzen-Prozessoren der dritten Generation. Doch in diesem Jahr steht für AMD auch auf dem dritten Sektor ein wichtiger Produktstart an: Die EPYC-Serverprozessoren der zweiten Generation auf Basis der Zen-2-Architektur mit Chiplet-Design.

Bereits Anfang November stellte AMD die EPYC-Prozessoren der zweiten Generation alias Rome erstmals vor. Mit Zen 2 kommt hier erstmals die dritte Generation der Zen-Architektur zum Einsatz, die auch bei den Ryzen-Prozessoren der nächsten Generation die Hauptrolle spielen wird. Damit einher gehen Verbesserungen in der Architektur wie 256 Bit breite FPUs (Floating Point Units), ein größerer Op-Cache sowie neu organisierte Instructions Caches. Die Fertigung in 7 nm soll bei gleicher Leistungsaufnahme eine um 25 % höhere Leistung zulassen.

Schon damals gab es einen Vergleich der Leistung mit Intels Xeon Platinum 8180M mit jeweils 28 Kernen. Während bei AMD ein EPYC-Prozessor mit 64 Kernen gegen gleich zwei Konkurrenzmodelle antreten musste, erreicht er dennoch im C-Ray-Benchmark ein leicht besseres Ergebnis: 28 zu 30 Sekunden zu Gunsten von AMD. Den Benchmarkvergleich hat man nun unter neuen Voraussetzungen wiederholt, denn offenbar war und ist AMD in der Lage, noch etwas an der Taktschraube zu drehen, auch wenn man keine konkreten Frequenzen nennt.

Auf der Bühne verglichen wurden ein EPYC-Prozessor der zweiten Generation mit 64 Kernen gegen zwei Intel Xeon Platinum 8180 mit jeweils 28 Kernen. Die Anwendung war dieses Mal aber eine andere, denn AMD versuchte sich an einem eher praxisrelevanten Beispiel – der Simulation der Bewegung von Atomen in einem Protein. Wie rechenintensiv dies ist, zeigt die Einheit, in der gemessen wird: Nanosekungen pro Tag.

Während zwei Intel Xeon Platinum 8180 auf etwa 8,5 ns/Tag kommen, schafft der EPYC-Prozessor der zweiten Generation mit 64 Kernen bis zu 9,8 ns/Tag. Laut AMD sind die Berechnungen um 15 % schneller.

In die Benchmarks der Hersteller sollte nicht allzu viel hineininterpretiert werden, aber es zeigt, dass AMD offenbar weitere Optimierungen vorgenommen hat und diese auch bis zur endgültigen Markteinführung weitergehen werden. Bis die Prozessoren final verfügbar sind, werden auch Intels Cascade-Lake-AP-Prozessoren mit 2x 24 Kernen pro Sockel verfügbar sein, was einen erneuten Leistungsvergleich interessant machen dürfte. Bisher war die Rede von bis zu 2,35 GHz für alle 64 Kerne, inzwischen sind auch frühe Samples der EPYC-Prozessoren bei SiSoft aufgetaucht, die als "AMD Eng Sample: ZS1406E2VJUG5_22/14_N (64C 128T 900MHz/1.4GHz, 800MHz IMC, 64x 512kB L2, 16x 16MB L3)" bei 2,2 GHz laufen sollen.

Die EPYC-Prozessoren der zweiten Generation sollen laut AMD die ersten Prozessoren auf Basis der Zen-2-Architektur sein, die das Licht der Welt erblicken. Von der Mitte 2019 spricht AMD als Termin und man befinde sich voll im Zeitplan. Damit dürfte der Start der Serverprozessoren und der Ryzen-Desktop-Modelle in einen ähnlichen Zeitraum fallen, denn auch diese sollen Mitte 2019 auf den Markt kommen. Von Seiten der Mainboardhersteller wird der Juni als Monat genannt. Offiziell macht AMD dazu jedoch keine näheren Angaben.

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