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AMD provoziert Gerüchte rund um Raven Ridge in 7 nm (Update)

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In der Öffentlichkeit geht das jährlich stattfindene Symposium Hot Chips oftmals unter. Dabei gewähren Unternehmen dabei oftmals sehr tiefe Einblicke in ihre Technologien - so wie beispielsweise AMD auf der diesjährigen Veranstaltung. Dabei ging es im Wesentlichen um die Unterschiede zwischen Zen und Zen+. Allerdings hat das Unternehmen damit Spekulationen rund um die Raven-Ridge-APUs ausgelöst.

Während des Vortrags, den Anandtech protokolliert hat, zeigte AMD im Detail, in welchen Punkten man gezielt Veränderungen an der Zen-Architektur, auf der unter anderem die erste Ryzen-Generation sowie die Raven-Ridge-APUs für Notebooks und Desktop-PCs wie der Ryzen 5 2400G (Test) basieren vorgenommen hat. Dabei stand vor allem die Steigerung der Effizienz im Mittelpunkt - einer der Vorteile der Zen+-Architektur. In Bezug auf APUs kam dabei ein Diagramm zum Einsatz, das die bereits erzielten sowie die geplanten Verbesserungen anschaulich darstellen sollte.

Genau dieses Diagramm sorgt nun zusammen mit Aussagen eines Analysten für das Gerücht, AMD wollte bis zum Jahresende neue Raven-Ridge-APUs in 7 nm auf den Markt bringen. Festgemacht wird das vor allem an den Jahreszahlen des Diagramms sowie den dazugehörigen Codenamen der APUs. Immerhin wird Raven Ridge hier für die Jahre 2017 und 2018 genannt, während die Vorgänger jeweils nur einmal auftauchen - Bristol Ridge beispielsweise für 2016, Carrizo für 2015. Eine Erklärung blieb AMD schuldig.

Für Xu Zhenzhi, Analyst bei Citigroup Global Securities und Kenner der Halbleiterbranche, steht aber fest, dass der Grund die geplante Neuauflage der APUs ist. So berichtet Expreview, dass er sich dabei auf die Auslastung bei TSMC beruft. NVIDIA würde große Teile der 12-nm-Fertigung für die neuen Turing-Grafikchips - unter anderem GeForce RTX 2080Ti und 2070 - beanspruchen, der Rest entfalle vor allem auf die zweite Ryzen- und Ryzen-Threadripper-Generation. Der bei Raven Ridge überfällige Wechsel von 14 nm/Zen zu 12 nm/Zen+ sei jedoch überfällig und notwendig, um vor allem im Notebook-Bereich die Effizienz zu steigern.

Dem gegenüber steht allerdings die Aussage AMDs, dass zunächst lediglich die Vega-20-GPUs sowie die Epic-2-Prozessoren in 7 nm gefertigt werden. Zudem kündigte man bereits mehrfach an, dass der Sprung von derzeit 12 auf dann 7 nm mit dem Wechseln von Zen+ zu Zen 2 verbunden sei. Zwar soll das 7-nm-Sampling bereits begonnen haben, erst im kommenden Jahr sollen die entsprechenden Prozessoren aber tatsächlich verfügbar werden. Einer im März 2018 aufgetauchten Roadmap zufolge soll auf die aktuelle Raven-Ridge-Familie allerdings 2019 durch Picasso abgelöst werden. Dabei werde AMD sowohl auf eine neuen Architektur - vermutlich  Zen 2 - sowie eine neue Fertigungstechnik - vermutlich 7 nm - setzen. Die doppelte Nennung von Raven Ridge im Diagramm könnte zudem einen ganz einfach Grund haben: Die für Notebooks vorgesehenen Raven-Ridge-APUs (Ryzen 5 2500U und Ryzen 7 2700U gingen im Herbst 2017 an den Start, die technische leicht abweichenden Desktop-Ableger hingegen erst Anfang 2018.

Update

Auf einer unter anderem von Videocardz entdeckten Webseite sorgt AMD selbst für ein wenig Aufklärung. Dort greift das Unternehmen mit Hilfe eines anderen Diagramms ebenfalls das Thema Effizientsteigerung auf und nennt für das Jahr 2018 Raven Ridge. In einer Fußnote verweist man allerdings darauf, dass damit der noch nicht offiziell vorgestellte Ryzen 7 2800H gemeint ist. Dabei handelt es sich den verfügbaren Informationen zufolge um einen Vier-Kern-Prozessor mit Vega-11-GPU. Vermutet wird, dass es sich um eine leistungsfähigere Alternative zu den U-Modelle der Raven-Ridge-Reihe handelt.

Ein Fragezeichen steht allerdings hinter möglichen Änderungen gegenüber den bereits bekannten Raven-Ridge-Modellen. Denn die für das Diagramm verwendeten Daten stammen laut AMD von jeweiligen Referenzplattformen, die jeweils mit dem spezifizierten Speichertakt betrieben worden sind. Für den Ryzen 7 2800H wird unter diesem Punkt allerdings DDR4-3200 genannt - bislang werden für Raven Ridge aber nur DDR4-2400 (Notebook-APU) und DDR4-2933 (Desktop-APU) genutzt.