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Intel soll ursprüngliche Planung für den Chipsatz Z390 aufgegeben haben

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Derzeit vergeht kaum eine Woche, in der nicht über Intels kommenden Achtkerner auf Basis von Coffee Lake-S oder den neuen Chipsatz Z390 spekuliert wird. Die Gründe dafür liefert das Unternehmen selbst, hat man doch selbst zahlreiche Informationen freiwillig oder unfreiwillig preisgegeben. Am Ende könnte es beim Z390 aber gänzlich anders kommen - davon gehen zumindest mehrere Quellen aus.

So berichten Benchlife und Tweak Town augenscheinlich unabhängig voneinander, dass Intel anders als zunächst geplant keinen neuen Chipsatz veröffentlichen wird, der als Z390-Modell geplant war. Als Gründe hier für werden Querelen innerhalb Intels genannt, die zuletzt im - wenn auch aus offiziell anderen Gründen erfolgten - Rücktritt des CEOs Brian Krzanich mündeten sowie mit Fertigungsproblemen.

Diese hat Intel in der Vergangenheit selbst bestätigt. Der Wechsel auf neue Fertigungsverfahren wurde mehrfach neu geplant, der Sprung von aktuell 14 zu 10 nm wurde erst Ende April auf das Jahr 2019 verschoben. Das führt zu Engpässen bei der 14-nm-Fertigung, die für immer mehr Produkte genutzt wird - schließlich werden mit Ausnahme des Z370 inzwischen auch alle Chipsätze der 300er-Familie in 14 nm gefertigt. Da durch die Verzögerungen auch weiterhin 14-nm-Kapazitäten für mehr Prozessoren als geplant benötigt werden, habe Intel letztlich einen Schlussstrich gezogen - so das Gerücht.

Die Alternative will man im simplen Umbenennen des Chipsatzes Z370 gefunden haben. Der soll als Z390 auf den Markt kommen, allerdings nach wie vor in 22 nm gefertigt werden und ohne neue Funktionen auskommen, die eigentlich für den Z390 vorgesehen waren. So kann USB 3.1 Gen 2 nicht nativ, sondern nur durch zusätzliche Controller angeboten werden, auch die technische Grundlage für ac-WLAN mit 2x2-Antennendesign soll es nicht geben. Letztlich würde sich ein Chipsatz Z390 in weiten Teilen auf einem dann drei Jahre alten Design - dem des Z170 - basieren.

Obwohl es für die Berichte unterschiedliche Quellen geben soll, sind die Vermutungen mit Vorsicht zu genießen. Unklar ist zum Beispiel, warum Intel so kurz vor der Vorstellung des neuen Chipsatzes einen völlig anderen Kurs einschlagen soll. Und noch immer ist offen, inwiefern der erwartete Coffee-Lake-S-Achtkerner, der erst vor wenigen Tagen wieder in Benchmarks aufgetaucht ist, auf Mainboards mit Chipsatz Z370 genutzt werden kann. Hier reicht die Bandbreite der Vermutungen von „gar nicht" über „mit wenigen Einschränkungen" bis hin zu „ohne Einschränkungen". Antworten könnten die Mainboard-Hersteller liefern. Die aber halten sich derzeit selbst zurück. Gerüchten zufolge soll ASUS an acht neuen Platinen mit Chipsatz Z390 arbeiten. Was genau sich in diesem Fall hinter Z390 verbirgt, ist aber unklar.

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