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Ataribox: Konsolen-PC mit Linux und AMD-Hardware kommt im Frühjahr 2018

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ataribox Im Juni veröffentlichte Atari zur Spielemesse E3 in Los Angeles erste Teaser-Bilder der Ataribox. Entgegen der Nintendo Classic Mini, der SNES Classic Edition oder der Sega Genesis Flashback wird es sich dabei aber nicht um eine reine Retro-Konsole handeln, die alte Spieleklassiker aus der Versenkung holt, sondern um ein bisschen mehr, wie man nun am Dienstagabend bekannt gab.

Demnach soll die kleine Box, welche einmal mit Holzfront und einmal mit Klavierlackoptik erscheinen wird, eine Mischung aus Retro-Konsole und Spiele-PC werden. Dabei wird man fast ausschlich auf AMD-Hardware setzen. Als Herzstück wird ein nicht näher genannter AMD-Prozessor samt Radeon-Grafik dienen – Details zu den genauen Modellen oder der verwendeten Architektur nannte man in seiner Mitteilung leider noch nicht. Die Hardware soll jedoch der Leistung eines aktuellen Mittelklasse-PCs entsprechen – vermutlich wird es eines der kommenden APU-Modelle der Raven-Ridge-Reihe mit Zen-CPU und Vega-GPU werden.

Als Betriebssystem ist ein Linux-Derivat geplant, dessen Benutzeroberfläche für den Betrieb an Fernseh-Bildschirmen angepasst wurde und einen einfachen Zugriff auf alle erdenklichen Streaming-Dienste sowie natürlich auf das Internet ermöglichen soll. Hierfür wird der Konsolen-Mischling über vier USB-Schnittstellen verfügen, einen HDMI-Port aufweisen und eine Netzwerkschnittstelle sowie einen SD-Kartenslot bieten. Dies kann sich bis zum Ende der Entwicklungsphase jedoch noch ändern. Die Stromversorgung erfolgt nach aktuellem Stand extern.

Die Ataribox soll im Frühjahr 2018 zu einem anvisierten Preis von 249 bis 299 US-Dollar in die Läden kommen. Vorher will man die Finanzierung per Crowdfunding sicherstellen und das tatsächliche Interesse ausloten. Zudem soll die Box so gemeinsam mit der Community zu Ende entwickelt werden. Die Kampagne soll schon im Herbst auf Indiegogo starten. Dann dürfte man vermutlich auch die letzten Hardware-Spezifikationen und Details enthüllen. Unklar bleibt, welche Spiele-Plattformen man tatsächlich unterstützen wird und welche alten Spieleklassiker der Atari-Ära vorinstalliert sein werden.