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Spotify zählt 165 Millionen Premium-Abonnenten und macht weiter Verluste

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spotifyZumindest was die Zahl der Abonnenten anbelangt, so ist Spotify weiter auf Wachstumskurs. Wie der schwedische Musikstreaming-Dienst am Nachmittag bekannt gab, konnte man seine Nutzerzahlen in den letzten drei Monaten weiter kräftig steigern und das teilweise um bis zu 24 %.

Wie Spotify nun im Rahmen der Bekanntgabe seiner neusten Quartalszahlen verlauten ließ, zähle man inzwischen weltweit über 365 Millionen Nutzer, was einem Anstieg um gut 22 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Davon entfallen etwa 210 Millionen Nutzer auf die kostenlose, aber werbefinanzierte Version des Musik-Streaming-Dienstes. 165 Millionen Nutzer haben den Dienst inzwischen kostenpflichtig abonniert und bezahlen somit in der Regel etwa 10 Euro im Monat. Für Studenten und Familien gibt es Vergünstigungen. Damit konnte Spotify seine zahlende Kundschaft weiter ausbauen. Vor einem Jahr zählte man noch 138 Millionen Premium-Abos und damit etwa 24 Prozentpunkte weniger. Im ersten Fiskalquartal 2021 waren es noch zwei Millionen weniger.

Die Premium-Nutzer sind für den Dienst unabdingbar. Sie sorgten während des zweiten Quartals 2021 für einen Umsatz in Höhe rund 2,056 Milliarden Euro und damit für den Löwenteil. Durchschnittlich erlöste Spotify 4,29 Euro mit jedem Premium-Nutzer. Die Erlöse, die Spotify über die werbefinanzierten Abonnenten generierte, fielen mit 275 Millionen Euro deutlich niedriger aus. Dennoch konnten die Schweden den Umsatz im Jahresvergleich mit beiden Abomodellen deutlich steigern.

Insgesamt setzte man 2,331 Milliarden Euro um. Unterm Strich ist das Geschäft allerdings noch immer nicht profitabel. Es bleibt ein Minus in Höhe von rund 20 Millionen Euro bestehen. Immerhin verringerte sich dieses gegenüber dem Vorjahr mit einem negativen Saldo in Höhe von 365 Millionen Euro erheblich.

Angetrieben wurde das Geschäft vor allem durch die Corona-Pandemie. Der Musikkatalog umfasst derzeit über 70 Millionen Songs und mehr als 2,9 Millionen Podcasts, wovon etwa 70.000 deutschsprachige Formate erhältlich sind. Die Podcast-Nutzung soll im zweiten Quartal 2021 um satte 95 % im Vergleich zum Vorjahresquartal angestiegen sein.

Insgesamt konnte Spotify damit die Analysten-Erwartungen übertreffen. Die Aktie kletterte direkt nach der Bekanntgabe der Zahlen um 3,5 % nach oben.