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Digitalvertrieb und Konsolenmarkt sind die wichtigsten Umsatztreiber für Ubisoft

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ubisoft logoNach Nintendo, Activision Blizzard und Take Two Interactive hat zum Wochenauftakt mit Ubisoft nun ein weiterer großer Publisher seine aktuellen Geschäftszahlen offengelegt. Auch die französische Spieleschmiede konnte ihren Umsatz während der letzten drei Monate kräftig steigern. Den Großteil verdankt man dabei dem Konsolenmarkt.

Demnach konnten die Franzosen im dritten Fiskalquartal 2018 rund 725 Millionen US-Dollar umsetzen – ein Plus von fast 37 % gegenüber dem Vorjahr. Damit hat sich die Spieleschmiede selbst übertroffen, denn drei Monate zuvor standen noch etwa 700 Millionen US-Dollar im Forecast. Ursprünglich war man sogar von nur 630 Millionen US-Dollar ausgegangen. 

Größter Umsatztreiber war die PlayStation 4. Gut 44 % der von Ubisoft verkauften Spieletitel wurden für die Sony-Konsole verkauft. Die Microsoft Xbox One landet deutlich abgeschlagen dahinter, belegt mit rund 25 % aber noch den zweiten Platz. Der PC liegt mit 15 % auf dem dritten Rang der wichtigsten Plattformen für Ubisoft. Die Nintendo Switch, welche im März des vergangenen Jahres ihren Marktstart feierte, ist inzwischen immerhin für fast 6 % des Ubisoft-Umsatzes verantwortlich. Ubisoft sieht sich damit als erfolgreichster Drittanbieter-Hersteller der Nintendo-Konsole und will mit „Mario + Rabbids Kingdom Battle“ zugleich den erfolgreichsten Third-Party-Titel dafür verkauft haben. 

Die älteren Konsolen von Sony und Microsoft machen gemeinsam immerhin noch einen Anteil von rund 4 % aus. Für Ubisoft ist der Konsolenmarkt das wichtigste Standbein. Seine Spiele verkauft der Publisher überwiegend außerhalb Europas. Etwa 47 % seines Gesamtumsatzes macht Ubisoft in Nordamerika, 39 % auf dem Heimatkontinent und etwa 14 % im Rest der Welt. 

Digitalvertrieb wächst um über 75 %

Für Ubisoft immer wichtiger wird der Digitalvertrieb. Alleine in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2018 kletterte der Digitalumsatz auf 670,3 Millionen US-Dollar und macht damit 56,3 % des Gesamtumsatzes aus. In Zukunft will man den Anteil nicht zuletzt wegen höherer Gewinnmargen weiter ausbauen.

Zu den erfolgreichsten Titeln der vergangenen Monate zählt vor allem „Assassins Creed: Origins“, welches gleich zum dritterfolgreichsten Spiel der EMEA-Handelsregion des Publishers aufstieg und bis zum Ende des Geschäftsjahres vermutlich die Verkaufszahlen im Seriendurchschnitt verdoppeln wird können. „Tom Clancy’s Ghost Recon“ konnte seine Spielerschaft um rund 16 Millionen ausbauen und zählt weiltweit mehr als 60 Millionen Spieler, womit der Titel auf Platz 7 der meistverkauften Ubisoft-Spiele landete. Bei den mobilen Plattformen konnte Ubisoft um gut 76 % wachsen. 

Für das vierte Quartal seines Fiskaljahres 2018 rechnet Ubisoft mit einem Umsatz in Höhe von rund 449 Millionen US-Dollar. Geplant sind unter anderem der Release von „Far Cry 5“ sowie neue DLCs für „Assassins Creed: Origins“ und „Rainbow Six Siege“ sowie für „For Honor“.