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Activision Blizzard: Milliarden-Umsatz mit Mikrotransaktionen

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activision blizzardNicht nur bei Take Two Interactive lief es zuletzt wegen „Grand Theft Auto 5“ und dessen Mehrspieler-Modus „GTA Online“ sehr gut. Auch Activision Blizzard konnte zum Wochenende hin sehr gute Geschäftszahlen offenlegen, wie der neuste Finanzbericht für das vierte Quartal 2017 zeigt. 

Demnach konnte das Konglomerat aus Blizzard, Activision und King Digital Entertainment im letzten Jahresviertel des vergangenen Jahres einen Gesamtumsatz von 2,04 Milliarden US-Dollar verbuchen – mehr als 70 % davon entfielen auf digitale Umsätze. Operativ blieben dem Konzern 221 Millionen US-Dollar. Im Gesamtjahr 2017 erzielte Activision Blizzard mit fast 7,2 Milliarden US-Dollar einen neuen Rekordumsatz. Im Vorjahr setzte man noch rund 6,61 Milliarden US-Dollar um.

Den Großteil machte mit 2,63 Milliarden US-Dollar dabei Activision mit seinen Marken wie „Call of Duty“, „Destiny“ oder „Skylander“ aus, gefolgt von Blizzard mit 2,14 Milliarden US-Dollar und den Marken wie „Overwatch“, „Hearthstone“ oder „World of Warcraft“ und „Diablo“. Die King-Sparte setzte mit ihren Titeln wie „Candy Crush Saga“ und „Farm Heroes“ immerhin noch rund 1,99 Milliarden US-Dollar um. 

Was die Zahl der Spieler anbelangt, da hat King Digital Entertainment jedoch klar die Nase vorne. Allein im vierten Quartal zählten die Spiele, welche überwiegend auf dem Smartphone und Tablet gespielt werden, mehr als 290 Millionen aktive Spieler im Monat. Für Blizzard und Activision waren es immerhin noch 40 respektive 55 Millionen MAUs. Im Schnitt spielten die Spieler etwa 50 Minuten pro Tag, immerhin sieben der 20 beliebtesten Spiele auf Twitch entstammen aus der Feder von Activsion Blizzard. 

Ein Großteil seines Jahresumsatzes erzielen die Publisher im Übrigen digital durch den Verkauf von Mikrotransaktionen wie beispielsweise Lootboxen und anderen In-Game-Verkäufen. Immerhin fast 4 Milliarden US-Dollar kamen so binnen des letzten Jahres zusammen. Alleine im letzten Jahresviertel nahmen die Entwickler per Mikrotransaktionen über eine Milliarde US-Dollar ein – so viel, wie noch nie zuvor. 

Besonders erfolgreich waren die Lootboxen in „Overwatch“ und „Destiny 2“, aber auch die Kartenpakete von „Hearthstone“ und die kostenpflichtigen Download-Inhalte anderer Spiele. Genaue Zahlen nennt man hier jedoch nicht. 

Activision Blizzard konnte somit die Erwartungen der Analysten deutlich übertreffen. Aufgrund der derzeit schlechten Marktlage aber gab die Aktie knapp zwei Prozent nach. Für das Jahr 2018 rechnet Activision Blizzard mit einem weiteren Umsatz-Anstieg auf rund 7,35 Milliarden US-Dollar.

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Kommentare (10)

#1
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Registriert seit: 10.05.2006

Fregattenkapitän
Beiträge: 2581
Zitat
Activision Blizzard konnte somit die Erwartungen der Analysten deutlich übertreffen. Aufgrund der derzeit schlechten Marktlage aber gab die Aktie knapp zwei Prozent nach. Für das Jahr 2018 rechnet Activision Blizzard mit einem weiteren Umsatz-Anstieg auf rund 7,35 Milliarden US-Dollar.


Vielleicht waren die Anal(z)ysten ja einfach nur beleidigt, weil die Firmen sich nicht an ihre Vorga... Prognosen gehalten haben? ^^
#2
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Registriert seit: 19.01.2010
NRW
Kapitänleutnant
Beiträge: 1941
Sollte ich wissen, was ein "MAU" ist?
#3
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Registriert seit: 10.05.2006

Fregattenkapitän
Beiträge: 2581
Von allein nicht, aber so aus dem Kontext heraus kann man schon drauf kommen. ;)

#4
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Registriert seit: 31.10.2006

Leutnant zur See
Beiträge: 1085
Ach du Scheisse...

Der Pöbel bekommt, was der Pöbel verdient.
#5
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 12080
Zitat Kommando;26148155
Vielleicht waren die Anal(z)ysten ja einfach nur beleidigt, weil die Firmen sich nicht an ihre Vorga... Prognosen gehalten haben? ^^

Die Analysten bestimmen nicht den Kurs, sondern die Anleger tun dies im Endefekt.
Mit Marktlage ist wohl nicht der Gamingmarkt gemeint, sondern die Einbrüche des Gesamtmarkts ind en letzten Tagen.
#6
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Registriert seit: 10.05.2006

Fregattenkapitän
Beiträge: 2581
Danke für die Aufklärung, man lernt nie aus. ;)
#7
Registriert seit: 21.07.2006

Gefreiter
Beiträge: 51
Ohweia... Na vielen Dank an die Bratzen die das unterstützen - und viel Spass mit der Grütze die ihr dann noch Spiele nennt....
Aber wie der Vorredner schon sagte:

" Der Pöbel bekommt, was der Pöbel verdient. "
#8
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Registriert seit: 12.02.2011
Baden Württemberg
Fregattenkapitän
Beiträge: 2762
LOOOOOTBOXEN.... ganz wichtig!

So dämlich wer denkt, damit einen brauchbaren Vorteil beim Spielen zu erlangen. Wenn Spiele so ausgelegt sind, dann lässt man einfach besser die Finger davon!
#9
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 12080
Zitat REDFROG;26152299
So dämlich wer denkt, damit einen brauchbaren Vorteil beim Spielen zu erlangen.

Die müssen doch nicht mal einen Vorteil bringen!
Es geht ja schließlich nicht NUR ums gewinnen. Wenn es den Spaß erhöht durch einen interessanteren Character oder rein visuell spektakulären Waffe - wieso nicht?
#10
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Registriert seit: 02.09.2010
Bayern
Kapitän zur See
Beiträge: 3671
Besonders bei F2P Titeln wie HotS kann man schon mal Geld ausgeben. Lieber so, als safe 60€ für Müll Games wie CoD usw
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