Seite 1: Gehäuse-FAQ: Was man über PC-Gehäuse wissen sollte

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be quiet silent base 601 logoDas Gehäuse steht bei der Zusammenstellung eines neuen PCs meist weit unten auf der Liste. Dabei ist es eine der langlebigsten Komponenten und hat schon deshalb eine gewisse Aufmerksamkeit verdient. Bei der Auswahl eines geeigneten Gehäuses gibt es allerdings einige Fallstricke. Unsere FAQ soll darauf aufmerksam machen und den Gehäusekauf erleichtern. 

Am Anfang steht die Frage, was für ein Gehäuse überhaupt benötigt wird. Denn PC-Gehäuse gibt es in unterschiedlichsten Größen, zu ganz unterschiedlichen Preisen und mit ganz unterschiedlicher Ausstattung. Gerade bei leistungsstarken PCs ist wichtig, welche Kühlmöglichkeiten das Gehäuse bietet. Und auch für die Lautstärke des Systems spielt das Gehäuse eine wichtige Rolle. Ein klug ausgewähltes Gehäuse kann auf Jahre hin ein treuer Begleiter werden. Und gerade die modernen, oft stark modular aufgebauten Gehäuse bieten viel Spielraum für Anpassungen - auch an zukünftige Trends. 

Was gibt es für Gehäuse-Formate und Materialien?

Welche Größe das Gehäuse haben soll, hängt vor allem vom Wunsch-Mainboard und vom verfügbaren Platz ab. Zusätzlich sollte aber auch darauf geachtet werden, dass weitere Komponenten wie Prozessorkühler, Grafikkarte und Netzteil genug Platz haben. Entsprechende Angaben liefern die Produktseiten der Hersteller und die Artikelbeschreibungen der meisten Online-Shops. Auch die gewünschte Kühllösung kann sich auf die Gehäusegröße auswirken - vor allem, wenn eine leistungsstarke Wasserkühlung verbaut werden soll. 

Die meisten Gehäuse sind Tower-Gehäuse, sie ragen also in die Höhe. Wenn Breite, Tiefe und Höhe annähernd gleich sind, spricht man von einem Cube. Dieses Format wird vor allem für kleinere Gehäuse genutzt. Das klassische, flache Desktopgehäuse früherer Zeiten ist hingegen rar geworden. 

Towergehäuse werden grob in Mini-Tower, Midi-Tower und Full- bzw. Big-Tower eingeteilt. Die Begriffe sind zum Teil aber nicht ganz eindeutig. Wichtig ist, dass das gewünschte Mainboard in das passende Gehäuse passt. Die unterstützten Mainboardformate werden deshalb bei den Spezifikationen der Gehäuse auch immer angegeben. 

Die typischsten Mainboardformate sind Mini-ITX (17 × 17 cm, meist ein Erweiterungskartenslot), Micro-ATX bzw. µATX (24,4 × 24,4 cm, meist vier Erweiterungskartenslots), ATX (30,5 × 24,4 cm, meist sieben Erweiterungskartenslots) und E-ATX (30,5 × 33 cm, meist sieben Erweiterungskartenslots). Weil längst nicht alle E-ATX-Mainboards die volle E-ATX-Breite erreichen, werden auch Gehäuse mit E-ATX-Unterstützung beworben, die eigentlich nicht für Mainboards mit der maximalen E-ATX-Breite gedacht sind. Die Hersteller geben dann in der Regel an, welche exakten Maße das E-ATX-Mainboard maximal haben darf. Typisch ist eine Angabe wie "E-ATX (Support 12" x 11")". Weil der Umrechnungsfaktor von Zoll in Zentimeter 2,54 ist, kann in diesem Fall also offiziell ein E-ATX-Mainboard mit einer Höhe von 30,5 cm und einer Breite von 28 cm verbaut werden.

Ein konkretes Beispiel für einen typischen Midi-Tower, der zusätzlich zu ATX-Mainboards eingeschränkt E-ATX-Mainboards aufnimmt, ist das be quiet! Silent Base 601. Es wird für E-ATX-Mainboards bis 30,5 x 27,5 cm freigegeben. Ein richtig ausgewachsener Full-Tower ist hingegen das be quiet!-Top-Modell Dark Base Pro 900 Rev. 2. Wie sehr sich beide Gehäuse (und Gehäuseformate) bei der Größe unterscheiden, macht unser Vergleichsbild oben deutlich. Eine noch sehr viel detailliertere Übersicht zu den unterschiedlichen Mainboard-Formfaktoren hält Wikipedia bereit. 

Aktuell werden für PC-Gehäuse vor allem vier verschiedene Materialien genutzt. Die meisten Gehäuse haben ein robustes Grundgerüst aus Stahl. Vor allem aufwendiger geformte Elemente werden aus Kunststoff gefertigt. Als hochwertige Alternative zu Kunststoff und Stahl kann das Leichtmetall Aluminium genutzt werden. Reine Aluminiumgehäuse wirken nicht nur besonders hochwertig, sie sind auch leichter als Stahlgehäuse. Weil sie aber auch deutlich teurer sind, gehen die Hersteller oft einen Kompromiss ein: Sie fertigen das Grundgerüst kostengünstig aus robustem Stahl, werten das Gehäuse äußerlich aber durch Aluminiumpanele auf. In den letzten Jahren hat sich schließlich auch Glas als typisches Gehäusematerial etabliert. Glasseitenteile, zum Teil aber auch Glasfronten und Glasdeckel ermöglichen Einblicke in den Innenraum. Dadurch kommt die verbaute Hardware auch bei geschlossenem Gehäuse zur Geltung. 

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