Seite 1: RGB-FAQ: Wie man seinen PC bestens in Szene setzt

In Kooperation mit be quiet!

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RGB- und A-RGB-Beleuchtung ist aus dem PC-Bereich nicht mehr weg zu denken. Doch welche Möglichkeiten zur PC-Beleuchtung gibt es und wie steuert und synchronisiert man umfangreichere Beleuchtungssysteme? Das klären wir in Zusammenarbeit mit be quiet! in unserer RGB-FAQ. 

Wenn es einen Trend gab, der in den letzten Jahren so ziemlich jedes PC-Bauteil erfasst hat, dann ist es der der RGB-Beleuchtung. Selbst vor SSDs und Netzteilen haben die bunten Leuchtdioden nicht Halt gemacht. Doch es ist keineswegs immer einfach, all die RGB-Komponenten aufeinander abgestimmt leuchten zu lassen. Unterschiedliche Standards und Steuerungsmöglichkeiten sorgen für Vielfalt, aber auch so manches Problem. Dabei kann ein stimmige Beleuchtung einen PC ohne Zweifel besonders gut in Szene setzen und dafür sorgen, dass die verbauten Komponenten bestmöglich zur Geltung kommen. Zum Teil kann eine RGB-Beleuchtung auch einen direkten, praktischen Nutzen haben - beispielsweise, wenn verschiedene Farben bestimmte Temperaturbereiche anzeigen. 

In unserer RGB-FAQ wollen wir nicht nur auf Grundlagen der RGB-Beleuchtung eingehen, sondern auch ein konkretes RGB-System aufbauen und einrichten. Daran können wir zeigen, welche Möglichkeiten ein Beleuchtungssystem eröffnet, wie es konkret umgesetzt und gesteuert werden kann. Dabei wollen wir aber auch auf einige Fallstricke eingehen. Wir nutzen für das Beispielsystem vor allem Komponenten von be quiet! - und zwar sowohl ein Gehäuse und eine AiO-Kühlung mit A-RGB-Beleuchtung als auch die neuen Light Wings. Sie sind die ersten A-RGB-Lüfter des Herstellers.

Was sind RGB, A-RGB und Digital-RGB?

Doch bevor wir das Beispielsystem näher vorstellen und zusammenbauen, wollen wir erst einmal auf einige Grundlagen eingehen und die wichtigsten Begrifflichkeiten klären. Die Abkürzung RGB steht einfach nur für die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau. Eine RGB-LED besteht dann auch aus drei einzelnen Leuchtdioden in genau diesen drei Farben. Durch Mischen der Farben kann ein breites Farbspektrum von typischerweise 16,8 Millionen Farben abgedeckt werden. Die klassischen RGB-Leuchtelemente werden im PC-Bereich über einen 4-Pin-Stecker mit 12 V Spannung betrieben. Sie erlauben zwar die Auswahl aus enorm vielen Leuchtfarben, allerdings können alle LEDs z.B. in einem RGB-Leuchtelement (z.B. einem Lüfter oder LED-Streifen) nur eine Farbe zur gleichen Zeit zeigen. 

Sollen zur gleichen Zeit verschiedene Farben dargestellt werden, kommen A-RGB-Produkte ins Spiel. Diese adressierbaren RGB-LEDs können einzeln digital angesteuert werden. Zum Teil ist deshalb anstelle von A-RGB auch von Digital-RGB die Rede. Der typische A-RGB-Anschluss hat drei Kontakte und wird mit 5 V betrieben. Im Bild zeigen wir links den A-RGB-Stecker mit Anschluss. Rechts sind hingegen RGB-Stecker und Anschluss zu sehen. Aktuelle Mainboards bieten oft sowohl RGB- als auch A-RGB-Anschlüsse. Allerdings setzen sich die vielseitigeren A-RGB-Produkte ganz klar durch. Das für unser Beispielsystem genutzte Mainboard, ein ASUS ROG STRIX Z590-E GAMING WIFI, hat so zwar noch einen RGB-Anschluss, kann daneben aber gleich drei A-RGB-Anschlüsse anbieten. 

Was für Standards gibt es für die Beleuchtungssteuerung?

Die einzelnen Mainboardhersteller nennen ihre Beleuchtungsstandards nominell unterschiedlich. Bei ASUS ist das z.B. Aura Sync. Allerdings nutzen sie üblicherweise die gleichen Anschlüsse. Ein A-RGB-Lüfter mit dem 3-Pin-Standardanschluss kann in der Regel so an Mainboards ganz unterschiedlicher Hersteller betrieben und über ihre jeweilige Beleuchtungssoftware gesteuert werden. Allerdings gibt es durchaus Hersteller, die ganz eigene Beleuchtungsstandards mit eigenen Anschlüssen nutzen - beispielsweise Corsair mit dem iCUE-Ökosystem. Dieses System ist mittlerweile nicht mehr komplett von anderen RGB-Systemen getrennt (so hat Corsair ASUS Aura Sync-Mainboards in iCUE integriert). 

Es ist prinzipiell aber einfacher, A-RGB-Elemente zu synchronisieren, die gar nicht erst für ein eigenes Ökosystem entwickelt wurden. Die Light-Wings-Lüfter von be quiet! unterstützen beispielsweise einfach den gezeigten Standard-3-Pin-A-RGB-Anschluss und können so über alle möglichen Mainboards oder A-RGB-Controller mit solchen Anschlüssen gesteuert werden. Bei der Steuerung über das Mainboard wird die RGB-Software des jeweiligen Herstellers genutzt. 

Diverse A-RGB-Controller ermöglichen alternativ auch eine reine Hardwaresteuerung der Beleuchtung über Tasten oder eine Fernbedienung. Das schränkt gegenüber Softwarelösungen üblicherweise die Steuerungsmöglichkeiten ein, ist dafür aber Software-unabhängig. Ein solcher Controller kann z.B. dann besonders nützlich sein, wenn das Mainboard noch keine (A-)RGB-Anschlüsse bietet oder die Software des Mainboardherstellers nicht genutzt werden soll oder kann (das ist z.B. unter Linux oft der Fall). Für die Steuerung der A-RGB-LEDs auf Mainboards, am RAM und an der Grafikkarte ist allerdings in aller Regel dann doch eine Softwaresteuerung nötig. 

In Kooperation mit be quiet!