Seite 1: WD Red Pro WD181KFGX mit 18 TB im Test: Schnell aber teuer

wd red pro 18tb wd181kfgx-1 beitragsbildIn diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die WD Red Pro mit 18 TB, genauer gesagt, das Modell WD181KFGX. Diese Festplatte wurde zusammen mit der Red Pro 16 TB, WD161KFGX, welche wir uns im September 2021 angesehen hatten, bereits im Jahr 2020 vorgestellt. Wir freuen uns daher sehr, jetzt endlich ein Sample erhalten zu haben und schauen uns mit diesem Artikel an, ob die 18-TB-Variante Akzente gegenüber der Red Pro mit 16 TB setzen kann.

Mit der Western Digital Red Pro, 18 TB, WD181KFGX, haben wir die zweitgrößte, derzeit erhältliche Kapazität der Red-Pro-Serie im Test. Im Gegensatz zu den von uns getesteten Seagate IronWolf Pro (Test) und Exos X20-Modellen (Test) mit einer Kapazität von 20 TB sind diese Kapazitäten bei Western Digital aktuell als Testsample noch nicht lieferbar. Bei der Red Pro handelt es sich auch um eine Festplatte mit EAMR als Aufnahmemethode. Hinsichtlich der WD Red Pro 16 TB, WD161KFGX, vermuteten wir dies bereits zum Zeitpunkt des Artikels aufgrund der Bestätigung für die Gold-Serie ab einer Speicherkapazität von 16 TB. Bei dieser Methode wird die Schreibgenauigkeit durch ein Magnetfeld verbessert. Da bei der WD181KFGX keine Überlappungen beim Schreiben entstehen, zählt sie zu den Festplatten mit konventionellen Aufnahme Methoden (CMR). Eine direkte Angabe der Platterzahl und vorhandener Lese- und Schreibköpfe macht WD zwar nicht für unser Modell, dennoch spekulieren wir aus Erfahrung, dass es sich hierbei um eine Festplatte mit neun Plattern handelt. WD wird auch unter der Hinzunahme von neuen Technologien bei den 20-TB-Modellen auf ein Neun-Platter-Design setzen.

Western Digital Red Pro 18 TB WD181KFGX

Da es sich hierbei um die große Schwester des bereits von uns getesteten Modells WD Red Pro, 16 TB, WD161KFGX, handelt, bleibt auch unsere Kritik gleich. Eine maximale Angabe von <10 Sektor pro 10E14 bei den nicht korrigierbaren Lesefehlern pro gelesenem Bit, ist nicht mehr zeitgemäß. Bezogen auf die Gesamtkapazität der Festplatte liegen wir so bei mittlerweile statistisch 1,5 nicht korrigierbaren Lesefehlern je vollständigem Lesevorgang. Gerade im Hinblick darauf, dass das vermutliche Schwestermodell, die WD Gold 18 TB, WD181KRYZ, im Datenblatt mit einer Angabe von 1 je 10E15 daherkommt (welche aber aus den aktuellen Datenblättern wieder getilgt wurde. Link zu Western Digital). Die Angabe zur WD181KFGX entnehmen wir, wie auch schon im Foren-Thread zur WD Red Pro 16 TB, WD161KFGX, besprochen, dem englischen Datenblatt. Begibt man sich auf die deutsche Website von Western Digital und schaut sich dort die Red-Pro-Serie an, werden die 16-TB- und 18-TB-Modelle zwar vorgestellt, aber das Datenblatt wurde immer noch nicht aktualisiert (Link zu Western Digital, deutsches Datenblatt bis 14 TBUS-Datenblatt bis 18 TB, Stand Februar 2022).

Hersteller Western Digital
Serie Red
Typ Red Pro
Kapazität 18 TB
Anzahl Schächte bis zu 24
Nicht korrigierbare Lesefehler pro gelesenem Bit, max.
<10 Sektor pro 10E14
Zuverlässigkeit bei Dauerbetrieb (AFR)
keine Angabe
Hot-Plug Unterstützung
ja
Aufnahme Methode (Art)(CMR)
Maximaler jährlicher Workload 300 TB
Cache 512 MB
U/min 7200 U/min
Übertragungsgeschwindigkeit 272 MB/s
Übertragungsstandard SATA III 6G
Energieverbrauch Last/Leerlauf/Standby 6,1 W / 3,6 W / 0,9 W
Geräusch (dB(A)) Leerlauf /Last 20 / 36
MTBF 1.000.000 h
Garantie 5 Jahre
Modell
WD181KFGX