Seite 5: Fazit

Wer einen Alltagsrechner plant, der hin und wieder auch für ein wenig Zerstreuung genutzt werden soll, steht vor einem Problem - das zeigt der Spieletest sehr deutlich. Einerseits eignet sich der Ryzen 5 2400G durchaus für den ein oder anderen Titel, wenn auf hohe Detailgrade verzichtet und zu schnellem Arbeitsspeicher gegriffen wird. Andererseits ist die Kombination bestehend aus Ryzen 3 2200G und dedizierter GPU der Einsteigerklasse in der Anschaffung nicht nennenswert teurer.

Zusammen mit einer GeForce GT 1030 werden für ein solches Paket etwa 165 Euro fällig, gerade einmal 10 Euro mehr als für den Ryzen 5 2400G. Nicht vergessen werden darf, dass eine dedizierte GPU den RAM mit nutzt und die TDP der APU fast vollständig vom CPU-Part genutzt werden kann.

Eine eindeutiges Fazit kann deshalb nicht gezogen werden. Einerseits kann der Ryzen 5 2400G in einigen Fällen genau das Mehr an Leistung bieten, dass den Unterschied zwischen flüssigem Spielen und Ruckelorgie ausmacht, andererseits gibt es zum fast gleichen Preis eine Alternative, die am Ende besser abschneiden dürfte.

Fest steht jedoch, dass AMD im Vergleich zu Intel das insgesamt bessere Gesamtpaket abliefert. Zwar zeigte der erste Test, dass die CPU-Leistung der aktuellen Coffee-Lake-Prozessoren in vielen Anwendungsfällen höher ist, doch mit Blick auf die GPU sieht es genau andersherum aus.

Wer einen einen Alltagsrechner zusammenstellen und auf eine dedizierte GPU verzichten will, kommt am Ryzen 5 2400G kaum vorbei. Hier lassen sich Office, YouTube und das ein oder andere Spiel auf einem System vereinen, ohne dass ein tiefer Griff in die Geldbörse nötig wird.