Seite 4: Display, Software, Kühlung und Laufzeit

Display

Schon das Basis-Modell des Alienware m15 R3 kann mit einem 15,6 Zoll großen Full-HD-Display mit einer hohen Bildwiederholrate von 144 Hz aufwarten. Gegen Aufpreis gibt es sogar noch schnellere 300 Hz oder ein OLED-Panel mit UHD-Auflösung und 3.840 x 2.160 Bildpunkten sowie 60 Hz. Letztere Aufrüstoption hat unser Testmuster. Technisch bietet der Bildschirm somit hohe Kontrast- und sehr gute Schwarzwerte. 

Die Helligkeit stimmt ebenfalls, wie unsere Messungen bestätigen: In der Spitze erreicht das Testmuster Werte von bis zu 481 cd/m², womit der Gaming-Bolide selbst für den Außeneinsatz und sehr helle Umgebungen bestens gerüstet ist. Dabei stimmt auch die Ausleuchtung, denn zwischen dem hellsten und dunkelsten Wert liegen gerade einmal 18 cd/m², die Homogenität erreicht knapp über 96 %, womit das OLED-Panel klar zu den besten am Markt gehört. Die Farbtemperaturen sind mit durchschnittlich etwa 6.669 K ebenfalls sehr gut abgestimmt. Viele Gaming-Notebooks fallen immer wieder mit zu kühlen Temperaturen und einem starken Blaustich auf. Beim Alienware m15 R3 ist das nicht der Fall.

Die Software-Ausstattung

Die Software-Ausstattung ist zum Alienware Area-51m R2 aus unserem letzten Test identisch. Hier dient ebenfalls das Alienware Command Central als zentrale Anlaufstelle für alle möglichen Einstellungsmöglichkeiten. Es liest nicht nur die aktuellen Temperaturen des Intel Core i9-10980HK und der NVIDIA GeForce RTX 2080 Super Max-Q aus, sondern informiert obendrein über deren Auslastung und anliegender Taktfrequenz. Stellenweise ist sogar eine Übertaktung möglich, die sich in unterschiedlichen Profilen auswählen lässt. Ebenso über das Command Center konfiguriert wird die AlienFX-Beleuchtung sowie die RGB-Hintergrundbeleuchtung der Tastatur. Ansonsten sind ein Update-Tool für die schnelle Installation von Updates und eine Demoversion der Sicherheitssoftware McAffee vorinstalliert. Andere Hersteller bieten meist eine saubere Windows-Installationen an. Im Vergleich zu vergangenen Geräte-Generationen hat sich aber auch die Dell-Tochter in die richtige Richtung bewegt.

Temperaturen

Mit Blick auf die durchaus schlanken Geräteabmessungen und die potenten und vor allem stromhungrigen und hitzigen Hardware-Komponenten fallen die Temperatur-Werte im Inneren nicht überraschend aus: Die liegen mit 98 °C für den Intel Core i9-10980HK und 77 °C für die NVIDIA GeForce RTX 2080 Super Max-Q im hohen Bereich. Zu einer thermisch bedingten Leistungsabsenkung kommt es während unserer Tests jedoch zu keinem Zeitpunkt. Selbst wenn wir Hardware und Kühlung mittels Prime95 und Furmark voll an ihre Leistungsgrenze zwangen, arbeiten die beiden Komponenten mit mindestens 3,0 GHz, bzw. 1.485 MHz und damit mit ihren eigentlich spezifizierten Mindest-Taktraten. Das Alienware m15 R3 kann seine maximale Leistung also durchgängig abrufen. 

Die hohen Temperaturen im Inneren machen sich jedoch auch an der Oberfläche bemerkbar. Hier erreicht der 15-Zöller unter Volllast Werte von bis zu 55,4 °C, was bei Unachtsamkeit des Nutzers schon zu leichten Verbrühungen an der Haut führen kann. Diesen Höchstwert haben wir wie so häufig an der Unterseite im zweiten Quadranten und damit genau dort ermittelt, wo die Kühlung von Prozessor und Grafikkarte zusammenkommt. Doch auch darüber im Bereich von Tastatur und Touchpad werden noch über 51 °C erreicht, womit sich die Hände beim längeren Spielen stark aufheizen. Im Schnitt wird der Gaming-Bolide im Bereich des Tastaturbetts  wärmer als an der Unterseite. Wir haben durchschnittlich 37,6 und 36,9 °C gemessen. Im normalen Office-Betrieb kühlt das Gehäuse sehr schnell aus. Dann sinken die Durchschnittstemperaturen auf etwa 30 und 29,6 °C, die Höchstwerte fallen auf mindestens 33,1 °C ab und das obwohl das Alienware m15 R3 sogar einen semi-passiven Betrieb ermöglicht. 

Im Leerlauf arbeitet der 15-Zöller zeitweise komplett lautlos, die Lüfter werden bei moderater Last jedoch auf etwa 35 dB(A) beschleunigt, was für ein Gerät dieser Preis- und Leistungsklasse noch immer sehr gut ist. Unter Last kann die Kühlung jedoch richtig aufdrehen und das Gerät äußerst laut werden. Im Spielebetrieb erreicht unser Testgerät einen Geräuschpegel von 51,5 dB(A), in der Spitze können sogar 52,3 dB(A) gemessen werden. Damit ist der kompakte Gamer alles andere als ein Leisetreter.

Akku

Für unterwegs hat Alienware seinem neuen m15 R3 einen 90 Wh starken Akku spendiert. Dank ausgeklügelter Stromspartechniken wie beispielsweise der Optimus-Technologie von NVIDIA bei der bei Nichtgebrauch der dedizierten Grafiklösung automatisch auf die in der CPU integrierte GPU umgeschwenkt wird, sind im normalen Office-Betrieb immerhin 343 Minuten und damit etwa 5,7 Stunden drin. Wird die Hardware jedoch stark belastet, sinken die Laufzeiten deutlich. Dann wird der OLED-Bildschirm schon nach 134 Minuten und damit nach nur etwa anderthalb Stunden schwarz. Wieder voll einsatzbereit über das externe 240-W-Netzteil ist der Akku nach etwas mehr als zwei Stunden.

Dann genehmigt sich das Alienware m15 R3 im Leerlauf etwa 13,8 W und erweist sich somit als äußerst effizient. Im Spielebetrieb steigt der Energiehunger auf etwa 172,5 W an, im Volllast-Betrieb und Worstcase-Szenario können bis zu 247,5 W erreicht werden. Die acht Kerne des Intel Core i9-10980HK aber auch die NVIDIA GeForce RTX 2080 Super Max-Q zollen hier ihren Tribut.