Seite 2: Leistung, Laufzeit, Kühlung

Der Blick auf das Gehäuse zeigt, dass beim XMG P406 Pro keinerlei Abstriche gemacht werden müssen. Wie bei jedem anderen Notebook-Test gilt auch hier: Unsere Testkonfiguration sollte lediglich als Vorschlag angesehen werden, denn in vielen Bereichen gibt es die Produktfamilie auch mit anderen Komponenten.

Systemleistung

Die Basis-Version des XMG P406 Pro wird von einem Intel Core i7-6700HQ angetrieben. Der Skylake-Prozessor läuft wie alle aktuellen Prozessoren in 14 nm vom Band. Zur Verfügung stehen insgesamt vier Rechenkerne, die dank HyperThreading-Feature jeweils zwei Threads gleichzeitig bearbeiten können. Dabei macht sich die CPU mit einem Basis- und Boost-Takt von 2,6 bis 3,5 GHz ans Werk. Dazu gibt es einen klassenüblichen 6 MB L3-Cache sowie einen 1 MB großen Zwischenspeicher in zweiter Reihe, wobei sich jeweils ein Kerne-Paar jeweils 256 KB teilen muss. Der Daten- und Instruktions-Cache beläuft sich hingegen auf jeweils 32 KB. Die maximale Leistungsaufnahme wird von Intel mit 45 W angegeben. 

Gegen Aufpreis gibt es das XMG P406 Pro zudem mit Intel Core i7-6820HK. Dieser arbeitet bei Grund- und Turbo-Takt mit jeweils 100 MHz mehr, besitzt allerdings auch einen noch oben hin geöffneten Multiplikator, was vor allem Übertakter erfreuen dürfte, sofern die Kühlung des 14-Zoll-Boliden mitspielt. Für das höhere Prozessor-Modell zahlt man gut 139 Euro mehr.

xmgp406pro cpuz

Wie jede Skylake-CPU unterstützt auch der Intel Core i7-6700HQ wahlweise DDR3- oder DDR4-Arbeitsspeicher. Schenker Technologies entschied sich hier für zwei Module des modernen DDR4-Standards, die sich jeweils mit einer Geschwindigkeit von 2.133 MHz ans Werk machen und im Dual-Channel-Modus betrieben werden. Zur Verfügung stehen unserer Testkonfiguration insgesamt 16 GB Arbeitsspeicher. Damit bringt es das XMG P406 Pro auf eine Speicherbandbreite 25,28 GB/s, was leicht unter vergleichbaren Geräten liegt. Im Komprimierungstest von 7-Zip wird die magische 20.000er-Marke mit 19.260 MIPS nur leicht unterboten. Die CPU bringt es in den beiden Cinebench-Benchmarks mit 680 bzw. 7,36 Punkten auf ein übliches Leistungsniveau. 

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Für das Betriebssystem und die notwendigen Programme entschied sich Schenker Technologies bei unserem Modell für eine 256-GB-SSD im M.2-Steckkartenformat. Die Samsung 850 Evo bringt es in unseren Tests auf eine durchschnittliche Lesegeschwindigkeit von 543,6 MB/s und erreicht mittlere Zugriffszeiten von 0,1 ms. Die 2,5-Zoll-Festplatte ist mit einer Datenübertragungsrate von knapp über 135 MB/s ebenfalls nicht von schlechten Eltern, stellt dafür aber auch die vierfache Speichermenge zur Verfügung und ist für ihren Typ überdurchschnittlich schnell. 

PCMark 8

Creative

Futuremark-Punkte
Mehr ist besser

Gaming-Leistung

Für aktuelle Spieletitel bedarf es natürlich auch einer leistungsfähigen Grafikkarte. Das Clevo-Barebone des XMG P406 Pro lässt sich hier mit der neuen GeForce GTX 965M bestücken, welche NVIDIA zu Beginn des Jahres heimlich, still und leise ankündigte. Im Vergleich zur bisherigen Version kommt keine teildeaktivierte GM204-GPU mehr zu Einsatz, sondern der kleinere GM206-Chip, welcher mit 2,94 Milliarden Transistoren deutlich kleiner ausfällt. Abstriche bei der Leistung müssen deswegen aber natürlich nicht gemacht werden. Im Gegenteil: Auch die neue Version der GeForce GTX 965M kann auf insgesamt acht Maxwell-Streaming-Multiprozessoren zurückgreifen. Jeder dieser SMM-Cluster weist 128 ALUs und acht TMUs auf, womit sich wie schon bei der ersten Version 1.024 Rechenwerke und 64 Textureinheiten ergeben. Bei den Taktraten gibt es sogar ein kleines Plus. Der Grafikprozessor macht sich je nach Kühlung nun mit einem Takt von mindestens 1.150 MHz ans Werk, während vorher schon bei 950 MHz Schluss war.

Keine Änderungen gibt es beim Speicherausbau. Hier stehen weiterhin zwei 64-Bit-Controller bereit, an die jeweils zwei GDDR5-Chips mit 512 MB angeschlossen werden. Der neuen GeForce GTX 965M stehen damit 2.048 MB GDDR5-Videospeicher zur Verfügung, die über ein 128 Bit breites Interface angebunden werden und mit 1.250 MHz arbeiten. Die Speicherbandbreite erreicht damit knapp 80 GB/s. Die maximale Leistungsaufnahme des Chips gibt man wie bisher mit 90 W an. Der Wechsel auf den GM206-Chip bringt außerdem die NVENC-Encoder-Engine mit sich, die H.265-Inhalte encodieren kann.

Beim XMG P406 Pro hält sich Schenker Technologies strikt an die Vorgaben der kalifornischen Grafikschmiede, wobei die aktuelle GPUz-Version die Eckdaten des Chips noch immer teilweise falsch ausliest. 

xmg p406pro gpuz

Damit lassen sich zumindest Grand Theft Auto 5 und DiRt Rally problemlos in der nativen Full-HD-Auflösung mit allen Details ruckelfrei spielen. Je nach Titel sind zwischen 50 bis 60 FPS möglich. Für The Witcher 3 reicht es jedoch nur für knapp über 30 FPS, was ebenfalls noch als spielbar bezeichnet werden kann. Keine Probleme gibt es wieder bei Tomb Raider. Für ein portables 14-Zoll-Gerät kann sich die Spieleleistung also durchaus sehen lassen.

Tomb Raider

Native Auflösung – High Settings

211.7 XX


207.7 XX


154.7 XX


153.5 XX


149.6 XX


145.7 XX


144.9 XX


117.6 XX


117.4 XX


116.8 XX


87.5 XX


71.9 XX


51.7 XX


40.1 XX


Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Keine Probleme bei der Kühlung

Trotz der kompakten Abmessungen und der durchaus leistungsfähigen Zocker-Hardware gibt es beim XMG P406 Pro bzw. beim Clevo-Barebone keine Probleme mit der Kühlung. Prozessor und Grafikkarte arbeiten stets mit ihrer vollen Leistung. Unter absoluter Volllast, welche wir wie gewohnt mit Prime95 und Furmark ermittelt haben, heizt sich die Skylake-CPU auf bis zu 83 °C auf – zu einem Thermal-Throttling kommt es aber wie bereits erwähnt nicht. Deutlich kühler bleibt der GM206-Chip der Grafikkarte, dessen Temperatur sich bei knapp unter 70 °C einpendelt. 

Ebenfalls im grünen Bereich befinden sich die Außentemperaturen, wobei diese sowohl im 2D- wie auch im 3D-Betrieb sehr dicht beeinander liegen. Im Schnitt haben wir auf der Handballenauflage und der Geräte-Unterseite unter Volllast zwischen knapp 31 und 32 °C gemessen. Im normalen Windows-Betrieb waren es mit etwa 29,3 bzw. 29,9 °C nur bedingt weniger. Mit 38,7 °C ist das Gerät am Netzteil-Eingang an der Unterseite am wärmsten. Bedenklich ist dieser Wert allerdings nicht.

Ein Leisetreter ist das XMG P406 Pro ebenfalls nicht. Im 3D-Modus attestieren wir dem kleinen Gaming-Boliden eine Geräuschkulisse von 51,5 dB(A), womit das Gerät aktuell zu den lauteren Gaming-Notebooks zählt. Im normalen Windows-Betrieb zeigt sich unser Testmuster wiederrum von seiner besten Seite und bleibt mit knapp über 33 dB(A) deutlich laufruhiger. 

bench temp oberseite

Passable Laufzeiten

Im Leerlauf zeigt sich das XMG P406 Pro mit gerade einmal 13 W sehr genügsam, was in Verbindung mit dem 45 Wh starken Akku eine Laufzeit im Leerlauf von fast fünf Stunden bedeutet. Hier machen sich neben den Stromsparmechanismen von Prozessor und Grafikkarte, vor allem auch das kleine Display bemerkbar. Unter Last steigt der Energiehunger bei voll aufgeladenem Akku deutlich an. Dann genehmigt sich unser Testmuster 128,9 W – die Akku-Laufzeit fällt dann auf rund 100 Minuten und damit knapp anderthalb Stunden zurück. Von Gaming-Notebooks sind wir solche Werte gewohnt.