Seite 1: MSI GE62 mit Skylake-CPU und GeForce GTX 970M im Test

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Keine vier Wochen nach der offiziellen Vorstellung der mobilen Skylake-Prozessoren hat auch MSI passende Geräte am Start und ist damit mit Schenker Technologies einer der ersten Hersteller, die ihre leistungsfähigen Gaming-Notebooks auf die neue Intel-Generation umgestellt haben. Zwar setzt das MSI GE62 auf das bislang bekannte Gehäuse, packt den 15,6-Zöller aber mit neuen Anschlüssen und einer Masse an Features voll. Mit dabei sind nicht nur eine diskrete NVIDIA GeForce GTX 970M mit 3 GB an Videospeicher, sondern auch eine beleuchtete SteelSeries-Tastatur, eine 2.1-Soundlösung von Dynaudio samt Nahimic Audio Enhancer und USB 3.1 Typ-C sowie eine schnelle M.2-SSD.

Kaum ein Notebook-Hersteller hat in den letzten Jahren soviel Gas gegeben wie MSI. Während die ersten Geräte noch einige Mängel bei der Verarbeitungsqualität aufwiesen und nur wenige Features im Vergleich zur Konkurrenz boten, hat sich dies inzwischen geändert. Auch die Vorstellung der neuen mobilen Skylake-Prozessoren, welche Intel Anfang September offiziell ins Rennen schickte, nutzte man für eine weitere Verbesserung des Lineups. Als einer der ersten Hersteller überhaupt hat MSI die neue CPU-Generation in seinem Sortiment aufgenommen. Erster Vertreter in unserer Test-Redaktion ist das MSI GE62. Dieses setzt zwar noch auf das gleiche Gehäuse wie sein Vorgänger, wurde dafür aber um einen USB-3.1-Typ-C-Anschluss erweitert und ist eigentlich bis oben hin mit Features speziell für den Gamer ausgerüstet. 

Unsere Ausstattungs-Variante setzt hier auf einen 15,6 Zoll großen Bildschirm mit Full-HD-Auflösung, der von einer NVIDIA GeForce GTX 970M mit 3 GB Videospeicher angesprochen wird. Für die Rechenleistung zeichnet sich hingegen ein Intel Core i7-6700HQ verantwortlich, dem 16 GB an DDR4-Arbeitsspeicher mit einer Geschwindigkeit von 2.133 MHz zur Seite stehen. Daten lassen sich nicht nur auf einer schnellen 256-GB-SSD ablegen, sondern auch auf einer zusätzlichen 2,5-Zoll-HDD mit 1 TB Speicher. Dazu gibt es drei USB-3.0-Schnittstellen sowie einen USB-3.1-Port mit Typ-C-Anschluss für eine noch schnellere Datenübertragung. Die üblichen Killer-Netzwerkanschlüsse, die SteelSeries-Tastatur mit RGB-Beleuchtung, die 2.1-Soundlösung, welche in Kooperation mit Dynaudio entwickelt wurde und dank Nahimic Audio Enhancer für einen überzeugenden virtuellen Raumklang sorgen soll, sowie zahlreiche Software-Anwendungen wie der Xsplit Gamecaster oder die MSI Gaming App sind wieder mit von der Partie.

Gutes Aluminium-Gehäuse

Beim Gehäuse setzt MSI auf eine Eigenentwicklung, welche so schon bei der Vorgänger-Generation ihre Verwendung fand. Das 15,6-Zoll-Modell bringt es hier auf 383 x 260 x 27 mm und fällt damit zumindest bei der Bauhöhe etwas kompakter aus als so manch anderes Gaming-Notebook. Das Gehäuse ist komplett in Schwarz gehalten und macht mit ein paar roten Farbakzenten sowie dem altbekannten Drachen-Logo auf sich aufmerksam. Insgesamt aber ist das Design auch bei der Skylake-Generation sehr schlicht gehalten und mag damit vielleicht etwas die Rechenpower verstecken. Sowohl die Displayrückseite wie auch die Baseunit sind aus gebürstetem Aluminium gefertigt, während man bei den übrigen Gehäuseelementen auf Kunststoff setzt. Insgesamt macht das Case einen sehr stabilen und hochwertigen Eindruck, selbst bei kräftigem Druck gibt es an keiner Stelle nach. Einzig die Display-Scharniere hätten etwas stabiler sein können.

 

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MSI GE62

Optisch aber kann der schlichte Look durchaus gefallen, vor allem dann, wenn man die Hintergrund-Beleuchtung der SteelSeries-Tastatur auf Rot oder gar auf das Regenbogen-Farbschema einstellt – dann gibt es noch ein paar mehr Farbakzente.

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MSI GE62

Obwohl das MSI GE62 ein Gaming-Notebook der 15-Zoll-Klasse ist, konnte MSI einen Nummernblock unterbringen. Das dürfte all diejenigen erfreuen, die häufig mit vielen Zahlen hantieren müssen. Die Tastatur selbst haben wir bereits in vielen anderen MSI-Notebooks gesehen. Die Tasten besitzen einen mittleren Hub, der Druckpunkt ist gut. Dank einer Größe von 15 x 15 mm ist ein schnelles und fehlerfreies Schreiben sehr gut möglich, wobei die Tasten für den Nummernblock deutlich kleiner ausfallen. Etwas ärgerlich ist abermals das Tastaturlayout, welches wir auch schon in der Vergangenheit immer wieder kritisierten. Auch bei der Skylake-Generation muss man sich an das MSI-eigene Layout gewöhnen, beispielsweise ist die Windows-Taste als Startbutton für das Startmenü an andere Stelle gerückt.

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MSI GE62

Vor allem aber die Hintergrund-Beleuchtung weiß zu gefallen. Damit lässt sich die Tastatur nicht nur farblich an das schwarz/rote Design des MSI GE62 anpassen, sondern auch eigene Profile anlegen. Das Touchpad ist mit 109 x 62 mm großzügig dimensioniert und optisch an die Metalloptik angepasst. Direkt unter dem Multitouch-fähigen Touchpad gibt es die beiden Tasten für linke und rechte Maustaste. Sie sind zwar nicht besonders leichtgängig, geben dafür ein haptisches und hörbares Feedback mit einem durchaus fühlbaren Druckpunkt. Das Touchpad selbst fühlt sich ebenfalls sehr gut an und reagiert präzise auf Eingaben. Viel zu meckern gibt es hier nicht. 

Viele moderne Anschlüsse

Gegenüber der Haswell-Generation hat sich auf Seiten der Anschlüsse nicht viel getan. Eine der bisher drei USB-3.0-Schnittstellen musste allerdings einer neuen USB-3.1-Typ-C-Buchse weichen. Die erlaubt nicht nur das Einstecken des Steckers in verschiedene Richtungen, sondern liefert obendrein eine nochmals deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeit. Die Gigabit-LAN-Buchse samt Killer-Chip für Priorisierung der Gaming-Daten, den HDMI- und DisplayPort-Anschluss gibt es aber auch hier. Weiter vorne hat MSI zwei vergoldete 3,5-mm-Klinkenbuchsen für den Anschluss eines Headsets untergebracht. Insgesamt ist die Aufteilung der Anschlüsse gut. Stecker, die häufiger an und abgesteckt werden, befinden sich eher in Richtung des Displays, während die Headset-Buchsen ganz vorne verbaut wurden. 

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MSI GE62

Zur besseren Durchlüftung der Hardware besitzt unser Testmuster auf der Rückseite zahlreiche Lüftungsschlitze. Darüber bezieht die Kühlung nicht nur ihre Frischluft, sondern gibt die aufgewärmte Luft darüber auch wieder ab. 

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MSI GE62

Auf der rechten Seite hat MSI das optische Laufwerk, welches zwar DVDs beschreiben, aber keine Blu-rays lesen kann, untergebracht. In Zeiten von Steam, Origin und Co und auch schneller Internet-Verbindungen hätte man sich dieses zugunsten des Akkus oder der Geräte-Abmessungen vielleicht aber auch sparen können. Eventuell entscheidet sich MSI bei der nächsten großen Überarbeitung des Gehäuses für diesen doch radikalen Schritt. Direkt hinter dem Laufwerksschacht finden sich ein weiterer USB-2.0-Port, ein Kartenleser und der Anschluss für das externe Netzteil.

Großes Feature-Paket

Die beleuchtete SteelSeries-Tastatur, die Killer-Chips für das Netzwerk und den neuen USB-3.1-Typ-C-Anschluss haben wir bereits erwähnt. Doch auch bei der Sound-Ausgabe versucht MSI vieles besser zu machen als die Konkurrenz. Verbaut wird hier ein 2.1-Soundsystem, welches in Zusammenarbeit mit Dynaudio entwickelt wurde. Neben den beiden Stereo-Lautsprechen zwischen Tastatur und Gehäuse gibt es auf der Geräterückseite einen zusätzlichen Subwoofer. Ebenfalls mit an Bord ist ein Nahimic Audio Enhancer, welcher dafür sorgen soll, dass Gespräche deutlicher aus den vielen Hintergrundgeräuschen hervorstechen. Zudem wird damit virtueller Raumklang ermöglicht wird. Im Vergleich mit vielen anderen Geräten ist die Soundausgabe tatsächlich deutlich besser und basslastiger, wenngleich Audio-Fans wohl noch immer eine dickere Anlage anschließen dürften. 

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MSI GE62

Das Display unseres Testmusters ist ein 15,6-Zoll-Modell mit True-Color-Technologie und einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten. Dank Cooler Boost 3 werden Prozessor und Grafikkarten in getrennten Kühlkammern von jeweils einem eigenen Kühlsystem auf Temperatur gehalten. Das soll den Gaming-Boliden vor allem unter Last deutlich leiser machen. Ansonsten setzt MSI bei seinem neuen GE62 6QF Apache Pro auf eine NVIDIA GeForce GTX 970M und verbaut einen schnellen Core-i7-Prozessor der Skylake-Generation. Modelle mit kleinerer CPU oder langsamer Grafikkarte zu einem günstigeren Preis hält MSI ebenfalls bereit. Unsere Ausstattung schlägt mit rund 1.800 Euro zu Buche.