Seite 2: Leistung, Laufzeit, Kühlung

Der Blick auf das Gehäuse zeigt, dass beim MSI GE62 abgesehen von nur kleinen Makeln an den Scharnieren im Großen und Ganzen keine Abstriche gemacht werden müssen. Wie bei jedem anderen Test-Notebook gilt auch hier: Unsere Testkonfiguration sollte lediglich als Vorschlag angesehen werden, denn in vielen Bereichen gibt es den 15,6-Zöller auch mit anderen Komponenten. 

Systemleistung

Nach dem Schenker XMG P706 Pro ist das MSI GE62 das zweite Gaming-Notebook, in welchem ein neuer Skylake-Prozessor seine Dienste verrichtet. MSI setzt hier ebenfalls auf den Intel Core i7-6700HQ. Dieser stellt vier Rechenkerne bereit, die dank HyperThreading-Unterstützung bis zu acht Threads gleichzeitig bearbeiten können. Dabei macht sich der Prozessor je nach Last und Temperatur mit einer Geschwindigkeit von 2,6 bis 3,5 GHz ans Werk. Der direkte Broadwell-Vorgänger war hier noch mit 3,3 bis 3,7 GHz etwas schneller unterwegs und zeigte sich damit im direkten Vergleich bislang auch immer etwas leistungsfähiger. 

Auch beim MSI GE62 ist dies der Fall. Im Cinebench-R15-Benchmark fällt die Leistung gegenüber Broadwell wie erwartet leicht zurück. Während es ein Intel Core i5-5700HQ meist auf über 700 Punkte bringt, erreicht das MSI GE62 mit Core i7-6700HQ nur rund 680 Punkte. Gleiches gilt für den älteren R11.5-Benchmark. Hier stehen sich 7,43 und 8,01 Punkte gegenüber. Den direkten Vergleich mit dem Schenker XMG P706 Pro aber gewinnt das MSI-Gerät trotz des gleichen Prozessors. Das GE62 ist leicht schneller. Klassenüblich für die CPU ist ein 6 MB fassender Level-3-Cache und unter Unterstützung für DDR3L und DDR4, wobei MSI natürlich auf letzteren Speicherstandard setzt und zwei Module im Dual-Channel-Modus mit 2.133 MHz betreibt. Damit erreicht das System eine Speicherbandbreite von 25,59 GB/s und ist damit deutlich schneller als noch bei Haswell.

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Dank der SSD, die es in unseren Messungen auf rund 550 MB/s bringt, ist auch die Alltagsleistung hervorragend. Das Betriebssystem ist schnell geladen, Programme und Spiele starten fast ohne Verzögerung. Die mittlere Zugriffszeit des Laufwerks ist mit 0,23 ms gut. Die 256-GB-SSD könnte allerdings im Hinblick auf aktuelle Spielekracher wie The Witcher 3 oder Grand Theft Auto 5 schnell an ihre Kapazitätsgrenze gelangen. Hierfür hat MSI vorgesorgt und eine zusätzliche 2,5-Zoll-HDD mit einem Terabyte Speicherplatz verbaut. Die ist allerdings nicht ganz so schnell unterwegs und erreicht nur eine Leserate von etwa 93 MB/s. Das ist für Spiele aber durchaus ausreichend. 

PC Mark 8

Creative

5708 XX


5340 XX


5266 XX


5244 XX


5175 XX


5061 XX


5043 XX


4993 XX


4983 XX


4717 XX


4698 XX


4649 XX


4592 XX


4571 XX


4559 XX


4410 XX


4313 XX


4262 XX


4246 XX


4231 XX


4219 XX


4200 XX


4106 XX


4103 XX


4094 XX


4046 XX


3741 XX


3686 XX


3675 XX


3472 XX


3331 XX


3314 XX


3201 XX


3053 XX


0 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

Gaming-Leistung

Auch wenn Skylake im Notebook aktuell noch etwas langsamer als Broadwell sein mag, ist für Spieler ohnehin die Grafikkarte entscheidend. Während die meisten anderen Hersteller in dieser Preis- und Leistungsklasse eine NVIDIA GeForce GTX 960M verbauen, schickte uns MSI sein GE62 mit GeForce GTX 970M.

Sie basiert wie die beiden Desktop-Vertreter auf der zweiten Generation der Maxwell-Architektur und baut auf dem GM204-Chip auf, welcher allerdings leicht beschnitten wurde. Im Falle der GeForce GTX 970M stehen nur noch zehn der eigentlich zwölf SMM-Cluster zur Verfügung, womit die Zahl der Recheneinheiten von 1.536 auf nur noch 1.280 Shadereinheiten reduziert wird. Jedem dieser Shadercluster bleiben weiterhin acht Textureinheiten erhalten, womit der GeForce GTX 970M 80 TMUs zur Seite stehen. Beim Speicher fährt man im Vergleich zur GeForce GTX 980M ebenfalls einen Gang zurück und streicht einen der 64-Bit-Controller. Damit stehen aber immer noch drei 64-Bit-Controller und somit ein 192 Bit breites Speicherinterface zur Verfügung an das MSI einen 3.072 MB großen GDDR5-Videospeicher anbindet. Bei den Taktraten halten sich die Taiwaner strikt an die Vorgaben der kalifornischen Grafikschmiede und lassen Chip und Speicher mit 924 bzw. 1.253 MHz arbeiten. Je nach Temperatur und Lastzustand kann der Grafikprozessor dank Turbo Boost auch höhere Frequenzen erreichen. NVIDIA garantiert hier mindestens 1.038 MHz.

Die Performance der NVIDIA GeForce GTX 970M fällt vor allem in Kombination mit der schnellen Core-i7-CPU sehr hoch aus. Abgesehen von den recht dick ausgestatteten Gaming-Notebooks mit SLI-Gespann oder GeForce GTX 980M spielt das MSI in der gehobenen Leistungsklasse mit und siedelt sich in den oberen Plätzen des breiten Mittelfeldes ein. Insgesamt liegt das MSI GE62 leicht über vergleichbaren Geräten mit Core-i7-Prozessor und GTX-970M-Grafik. 

Tomb Raider

1920 x 1080 – High Settings

258.2 XX


219.8 XX


155.7 XX


154.2 XX


153.2 XX


151.1 XX


149.4 XX


146.6 XX


145.6 XX


117.3 XX


116.8 XX


116.4 XX


113.9 XX


81.8 XX


70.6 XX


70.2 XX


64.6 XX


60.2 XX


in fps
Mehr ist besser

Alle aktuellen Spiele lassen sich mit dem MSI GE62 sehr gut in der nativen Full-HD-Auflösung spielen, ohne dass es dabei zu Einbrüchen bei der Bildwiederholrate kommt. Selbst Metro 2033, welches noch immer über eine fordernde Engine verfügt und der Hardware einiges abverlangt, lässt sich gut auf dem Gerät spielen. Intern haben wir auch bereits GTA V, The Witcher 3 oder DiRt Rally getestet. Auch bei diesen Titeln ist ein ruckelfreies Spielevergnügen möglich.

Keine Probleme trotz heiser CPU

Leistungsfähige Gaming-Hardware muss nicht nur ausreichend Bildraten auf den Bildschirm bringen, sondern auch kühl genug bleiben, um die volle Leistung entfalten zu können. Ein entscheidender Faktor im Notebook-Segment ist weiterhin die Kühlung. 

MSI setzt hier auf seine Cooler-Boost-3-Technologie. Damit werden sowohl Prozessor als auch der Grafikkarte jeweils eigene Kühlkammern zur Verfügung gestellt. Probleme bei der Kühlung konnten wir bei unserem Testmuster nicht feststellen, wenngleich die Skylake-CPU Temperaturen von über 85 °C erreichte. Ihre Taktraten und damit die Geschwindigkeit senkte die CPU auch nach einer halben Stunde Vollbelastung aber nicht. Die Grafikkarte blieb mit 73 °C deutlich kühler. 

Keine Probleme gibt es bei den Oberflächen-Temperaturen. Um die Handballen-Auflage herum haben wir im 2D- und 3D-Betrieb Temperaturen zwischen 24,5 und 31,9 °C gemessen. Die Unterseite wurde hingegen etwas wärmer. Hier zeigte unser Thermometer Werte von zwischen 23,5 und 35,1 °C an. Im Schnitt wurde die Unterseite gut 2 °C wärmer. Die Lüfter machten sich dabei mit einem Schallpegel von bis zu 48,9 dB(A) ans Werk. Damit unterbietet das MSI GE62 nicht nur die 50-dB(A)-Marke, sondern gesellt sich auch zu den eher laufruhigen Gaming-Notebooks. Leise ist das allerdings noch immer nicht. Ganz anders im Leerlauf: Hier haben wir angenehme 34,1 dB(A) gemessen. Ein ständiges Auf- und Abdrehen der Lüftersteuerung gab es während unserer Tests nicht.

bench temp unterseite ge62

Kein Dauerläufer

Wer das MSI GE62 unterwegs einsetzen möchte, der kann das nicht lange tun. Zwar hält der 53,4 Wh starke Akku im Leerlauf je nach Benchmark zwischen zwei und drei Stunden durch, schaltet man allerdings in den Spielebetrieb bricht die Laufzeit gewaltig ein. Dann kommt das MSI GE62 gerade einmal 56 Minuten ohne Steckdose aus. Andere Geräte zeigen sich deutlich ausdauernder.

Dass der Stromspender schnell leergezogen wird, zeigt sich bei der Leistungsaufnahme. Schon im normalen Windows-Betrieb genehmigt sich das System fast 22 W, im Spielebetrieb sind es fast 160 W. Die schnelle Grafikkarte und der potente Skylake-Prozessor zollen hier ihren Tribut. Mobil sein möchte der Spieler aber womöglich nicht, er stellt sein 15,6-Zoll-Gerät auf den Schreibtisch oder Wohnzimmertisch und spielt dort.