Seite 11: Fazit

 

Das Alienware M18x R2 ist extrem – und das in jeder Hinsicht. Wer aber bereit ist, mehr als 4000 Euro für ein Gaming-Notebook auszugeben, der erhält das aktuell beste Desktop-Replacement-Modell. Die Vernunft sollte aber am besten gänzlich außen vor gelassen werden.

Die aktuellen Alienware-Barebones sind auch 2012 noch das Maß der Dinge im Gaming-Bereich. Sie sehen schick aus, bieten ein exzessives Beleuchtungsmanagement und lassen die Konkurrenz gerade im Bereich der Materialgüte deutlich hinter sich. Wer einmal den herrlich weichen Softtouch-Lack der Alienware-Geräte kennengelernt hat, der möchte so schnell keine andere Notebook-Oberfläche mehr haben. Darüber hinaus bietet Alienwares Maxi-Barebone alle aktuell relevanten Schnittstellen in einer ausreichenden Anzahl.
Wieder einmal überzeugen können auch die Eingabegeräte. Während das Touchpad wohl nur selten genutzt werden wird (aber dennoch eine ordentliche Performance aufweist), steht das erstklassige Keyboard einer hochwertigen Desktop-Tastatur in nichts nach. Der Druckpunkt ist erstklassig, Flexing des Top-Cases nicht vorhanden. Noch dazu werden zahlreiche gut integrierte Sondertasten geboten. Dass es zudem eine Tastatur-Beleuchtung gibt, ist in dämmerigen Umgebungen praktisch, auch wenn es natürlich eine reine Spielerei ist, Keyboard, Pad und Sondertasten in sechs Beleuchtungszonen zu unterteilen.

Das Display des 18-Zoll-Barebones ist zwar stark verspiegelt, gerade bei einem auf den Indoor-Einsatz zugeschnittenen Gerät stört uns das aber kaum. So könnte auch die maximale Leuchtkraft gerne etwas höher ausfallen, hier gilt aber das Gleiche. Deutlich überzeugender sieht es da schon beim Kontrast, der poppigen Farbabstimmung und den ordentlichen Blickwinkeln aus. Das ASUS G75 bietet aber dennoch ein deutlich besseres Display.

Zu überzeugen wusste auch das Kühlungskonzept. Zwar wird Alienwares 18-Zöller unter Last ordentlich laut, sobald die Last erzeugende Anwendung aber geschlossen wird, verstummen die Lüfter im Nu. Noch dazu erwärmt sich der 18-Zöller nicht über Gebühr und Throtteling-Probleme gibt es trotz der Maximal-Konfiguration nicht.

Abschließend ein paar Worte zur Hardware-Konfiguration. Wie bei Alienware stellt diese nur eine beispielhafte Ausstattung dar, denn die Zusammenstellung kann über weite Bereiche frei bestimmt werden. Startet das M18x R2 bei 1999 Euro, müssen für unsere (fast) maximale Konfiguration mehr als 4500 Euro investiert werden. Wer bereit ist, diese Summe für ein Gaming-Gerät auszugeben, der erhält ein wahres Performance-Monster. Die beiden Wimbledon-XT-GPUs (7970 M) bieten in jeder Lebenslage mehr als genügend Performance und schaffen es mühelos, auch höchste Qualitätssettings flüssig wiederzugeben. Klar ist auch, dass Intels Extreme Edition eine Top-Performance abliefert, gegenüber einem Intel Core i7-3610QM fällt der Vorteil im Praxis-Nutzen aber recht gering aus. Abgerundet wird die teure, aber in sich stimmige Konfiguration von einer 512 GB fassenden SSD und einer 1 TB fassenden HDD. So kann nichts mehr schief gehen.

Alles in allem ist das Alienware M18x R2 in der uns vorliegenden Version das aktuell ideale Gaming-Notebook, weshalb es klar unseren Excellent-Hardware-Award verdient hat. Vernünftig ist es auf der anderen Seite natürlich nicht – aber Vernunft kann in diesem Fall auch wirklich langweilig sein.

eh alienware m18xr2 s

Positive Aspekte des Alienware M18x R2:

  • Hervorragendes Gehäuse
  • Softtouch-Oberfläche
  • Brachiale Gaming-Leistung
  • Extreme System-Leistung
  • Ausuferndes Beleuchtungs-Management
  • Gute Lüftersteuerung

Negative Aspekte des Alienware M18x R2:

  • Extrem teuer
  • Display könnte heller sein