Seite 1: Überblick: Die Z87-Mainboards von ASUS

asusNoch gute drei Wochen werden vergehen, bis die Haswell-Prozessoren von Intel offiziell vorgestellt werden und käuflich zu erwerben sind. Von ASRock wurden als erstes die passenden Sockel 1150-Mainboards im unteren Preissegment gelistet und darüber hinaus auch die höherpreisigen Modelle vorgestellt. Nun hat ASUS die Gelegenheit genutzt und möchten ihre Mainboard-Produkte mit Intels Z87-Chipsatz, abseits der anstehenden Computex, offiziell vorstellen. Wir wurden von ASUS bereits Ende April in Amsterdam auf einem Technical Seminar mit einer Menge an interessanten Informationen versorgt, die wir unseren Lesern selbstverständlich nicht vorenthalten möchten.

Weiterhin wird es bei den drei bekannten Mainboard-Serien bleiben, die man aktuell bereits gewohnt ist. Die Rede ist von der normalen Desktop-Serie, der "Republic of Gamers"-Serie und schließlich von der "The Ultimate Force"-Serie. In jeder Serie gibt es dabei Neuzugänge, sprich neue Modelle mit neuen Modellbezeichnungen.

 

Die ASUS Z87-Desktop-Serie:

ASUS Z87-Mainboards

Schon im Vorfeld konnten sich einige Bilder von den neuen Mainboards von ASUS im Internet verbreiten. Was einem als erstes auffiel: ASUS hat nun die Farbgebung etwas geändert. Statt einer Blau/Schwarz-Kombination setzt man nun auf eine golden/schwarze Kombi. Seit der Vorstellung der Sockel 1156-Mainboards mit Intels 5-Chipsatzserie ist man der blau/schwarzen Farbkombination treu geblieben, was sich nun, mit den Sockel 1150-Mainboards ändert. Nicht umsonst lautet das Motto "Into the Future of Gold!". Es lässt sich jedoch nicht abstreiten, dass rein optisch eine Ähnlichkeit mit der Black Extreme-Serie von ECS vorhanden ist.

ASUS Z87-C:

Den Anfang macht das Z87-C, das allem Anschein nach das Einsteigermodell in die neue Z87-Serie darstellen soll:

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Das ASUS Z87-C als Einstiegsmodell.

Man kann sehr gut die vier vorhandenen Phasen für die CPU und eine Phase für die vier DIMM-Slots erkennen, die womöglich nur begrenzt hilfreich sein werden, wenn man die Haswell-CPU bis ans Limit übertakten möchte. An Erweiterungsslots stehen zwei PCIe-3.0-x16-Slots zur Auswahl, mit denen auch ein Multi-GPU-Setup mit zwei Grafikkarten möglich ist. Darüber hinaus sind zwei PCIe-2.0-x1-Slots und gleich drei PCI-Slots vorhanden. Neu beim Z87-PCH ist die mögliche Ansteuerung von sechs nativen SATA-6G-Schnittstellen, was auch beim kleinsten Modell gleich ausgereizt wird. Wie es sich für ein Einstiegsmodell gehört, hat man auf besonderen Schnickschnack verzichtet. Über das I/O-Panel hat man Zugriff auf vier USB-3.0-Ports. Zwei weitere sind über den internen Header möglich. An USB-2.0-Anschlüssen sind, die internen Header mit einbezogen, insgesamt acht Anschlüsse nutzbar.

 

ASUS Z87-A:

Das nächstgrößere Modell ist das Z87-A:

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Bessere Ausstattung mit dem ASUS Z87-A.

Bei diesem Modell bekommt es die CPU gleich mit der doppelten Anzahl an Phasen zu tun, was auch für die DIMM-Slots gilt. Die Erweiterungsslots umfassen drei mechanische PCIe-x16-, zwei PCIe-2.0-x1- und zwei gewöhnliche PCI-Slots. Genau wie beim C-Modell sind insgesamt sechs SATA-6G-Anschlüsse vertreten, die allesamt auch um 90 Grad angewinkelt sind. Direkt unterhalb befinden sich zwei Switches. Was die beiden Schalter bewirken sollen, ist aktuell jedoch unklar. Als kleinen Bonus verfügt das A-Modell über den MemOk!-Taster.

 

ASUS Z87-Plus:

Weiter geht es mit dem Z87-Plus:

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Mehr Qualität und noch weitere Anschlussmöglichkeiten sind mit dem ASUS Z87-Plus drin.

Die Ausstattung entspricht im Großen und Ganzen dem vom Z87-A. Auch hier sind acht Phasen für die CPU verlötet worden. Jedoch handelt es sich um andere Modelle. Die Art und Anzahl der Expansion-Slots ist mit dem Z87-A identisch. Ein weiterer Unterschied ist bei den SATA-Schnittstellen zu finden. Statt den sechs gelben Anschlüssen, die über den Z87-PCH kommunizieren, sind noch zwei weitere SATA-6G-Konnektoren verbaut worden, die über einen zusätzlichen SATA-Controller arbeiten.

 

ASUS Z87-Pro:

Next Stop: Das ASUS Z87-Pro:

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Das ASUS Z87-Pro erhält als Zusatz ein WiFi-Modul.

Passend zur Pro-Version trifft man auf eine stärker ausgeprägte CPU-Spannungsversorgung. Zur Grundausstattung gehören drei PCIe-x16-Slots sowie vier kleine PCIe-2.0-x1-Slots. Auf PCI-Slots verzichtet man allerdings gänzlich. So wie es beim Z87-Plus der Fall ist, kann man mit dem Z87-Pro auf acht SATA-6G-Anschlüsse zurückgreifen. Ebenfalls vorhanden ist ein MemOk!-Button, ein Onboard-Power-Taster und eine Debug-LED. Neben einem LAN-Port befinden sich außerdem WLAN und Bluetooth im Funktionsumfang.

 

ASUS Z87-Deluxe:

Natürlich gibt es auch wieder eine Deluxe-Version, die sich simpel Z87-Deluxe nennt:

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Das ASUS Z87-Deluxe als Flaggschiff aus der Serie.

Das Deluxe-Modell ist vom Groben her wie das Pro-Modell aufgebaut. Hier und da bietet es einige zusätzliche Anschlussmöglichkeiten. Für SSDs, HDDs und optische Laufwerke halten sich in der Summe gleich zehn schnelle SATA-6G-Buchsen bereit. Zusätzlich hat man an viele Overclocking-Features gedacht, wie ein MemOk!-Button, jeweils einen Power- und Reset-Taster sowie ein CMOS-Clear-Switch. Für eine schnelle Diagnose sind erstaunlicherweise zwei Debug-LEDs auf das PCB verlötet worden.

 

ASUS Z87-WS:

ASUS hat auch gleich zu Anfang an die Workstation-Sektion gedacht. Ein Board davon wird das Z87-WS sein:

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Ein Workstation-Mainboard mit viel Ausstattung.

Wer extreme Anforderungen hat, dabei aber nicht unbedingt zum Sockel 2011 greifen möchte, wird mit dem Z87-WS ausreichend bedient. Vertikal sind bereits acht Phasen zu sehen, die sich um die Prozessorspannung kümmern. Ungewöhnlich bei diesem Mainboard ist die Anzahl von zwei 8-poligen EPS-Stromanschlüssen, die sonst eher bei einzelnen Sockel 2011-Platinen zu finden sind. Bereitgestellt werden ebenfalls zehn SATA-6G-Konnektoren. Hauptsächlich für Grafikkarten hat sich ASUS für vier mechanische PCIe-x16-Slots entschieden, mit denen also eine Multi-GPU-Konfiguration mit vier Grafikkarten kein Problem darstellt. Ein weiterer Indikator dafür ist ein vorhandener 6-poliger PCIe-Stromanschluss, der möglichen Instabilitäten entgegenwirken soll. Des Weiteren kann der Käufer auf einen MemOk!- und DirectKey-Button zurückgreifen sowie für Overclocking-Anwender auf einen Power-, Reset- und einen CMOS-Clear-Button. Wie bei der Deluxe-Version hat man die Möglichkeit, eventuelle Probleme mittels zwei Debug-LEDs leichter ausfindig zu machen. Ebenfalls interessant ist der vertikale USB-2.0-Port direkt auf der Unterseite.

 

ASUS P9D-WS:

Ein weiteres Workstation-Mainboard, jedoch in abgespeckter Form, ist das P9D-WS:

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Kompletter ECC-UDIMM-Support ist beim ASUS P9D-WS mit inbegriffen.

Ein offensichtlich preisbewusstes Workstation-Mainboard sieht man nicht alle Tage. Dabei ist das ASUS P9D-WS grundsolide ausgestattet. Es beherbergt vier PCIe-x16-, einen PCIe-2.0-x1- und zwei PCI-Slots. Die Storage-Anschlüsse umfassen insgesamt sechs Stück. Die Besonderheit dieser Platine stellt die Unterstützung für ECC-UDIMMs dar.

 

ASUS Z87I-Deluxe:

Viel Ausstattung im Mini(ITX)-Format, das Z87I-Deluxe:

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Viel Ausstattung auf geringem Terrain: Das ASUS Z87I-Deluxe

Die Deluxe-Version im MiniITX-Format. Aus Platzgründen kommen natürlich nur zwei DIMM-Slots und ein PCIe-3.0-x16-Slot in Frage. Bei den sechs möglichen SATA-6G-Ports hat man es allerdings gelassen. Mächtig auftrumpfen kann es bei den USB-Anschlüssen. Direkt über das I/O-Panel sind sechs USB-3.0- und nochmal vier USB-2.0-Buchsen anzutreffen. Intern ist zur jeweiligen USB-Spezifikation zusätzlich ein Header mit inbegriffen. Was bei einem Kleinstvertreter natürlich auch nicht fehlen sollte, ist Wireless-LAN. Das befindet sich beim Z87I-Deluxe ebenfalls mit an Bord.

Die Präsentationsfolien offenbaren darüber hinaus zwei weitere Mainboard-Modelle. Einmal ein Z87-Deluxe/Dual und ein Z87-Expert, über das es derweil keine weiteren Informationen gibt.