Seite 1: Neue Details: Ampere und RTX-30-Series Deep Dive

ampere-smNVIDIA geht für die Vorstellung der Ampere-Generation der GeForce-RTX-Karten einen etwas anderen Weg. Vor einigen Tagen hat man die neuen Karten in einer Videopräsentation vorgestellt und kurz darauf waren auch die wichtigsten technischen Daten bekannt. Inzwischen hat NVIDIA uns aber über alle weiteren Details informiert und über diese dürfen wir ab sofort berichten.

Die Liste der Änderungen von der Turing- zur Ampere-Architektur ist länger und vor allem kleinteiliger, als man dies vermuten könnte. Dies beginnt bei der GA102-GPU, die zumindest auf der GeForce RTX 3080 und GeForce RTX 3090 zum Einsatz kommt. Deren Aufbau werden wir heute bis in die einzelnen Shader hinein besprechen. Hinzu kommen die Neuerungen bei den Tensor und RT Cores, dem Speicher, Speicherinterface und vieles mehr.

Ab wann wir euch mit eigenen Test versorgen können, bleibt zunächst einmal noch ein Geheimnis. Die GeForce RTX 3080 wird ab dem 17. September erhältlich sein. Die GeForce RTX 3090 folgt am 24. September. Spätestens an diesen Tagen ist mit den Tests zu rechnen.

Zunächst einmal ein Blick auf die wichtigsten technischen Daten im Vergleich:

Gegenüberstellung der Karten
  GeForce RTX 3090 GeForce RTX 3080 GeForce RTX 3070
GPU Ampere Ampere Ampere
Transistoren 28 Milliarden 28 Milliarden 17,4 Milliarden
Fertigung 8 nm 8 nm 8 nm
Chipgröße 628,4 mm²
628,4 mm²
392,5 mm²
FP32-ALUs 10.496 8.704 5.888
INT32-ALUs 5.248 4.352 2.944
SMs 82 68 46
Tensor Cores 328 272 184
RT Cores 82 68 46
Basis-Takt 1.400 MHz 1.440 MHz 1.500 MHz
Boost-Takt 1.700 MHz 1.710 MHz 1.730 MHz
Speicherkapazität 24 GB 10 GB 8 GB
Speichertyp GDDR6X
19,5 GBit/s
GDDR6X
19 GBit/s
GDDR6
14 GBit/s
Speicherinterface 384 Bit 320 Bit 256 Bit
Speicherbandbreite 936 GB/s
760 GB/s 448 GB/s
TDP 350 W 320 W 220 W
Preis 1.499 Euro 699 Euro 499 Euro
Verfügbarkeit 24. September 17. September Oktober

Die neuen Ampere-GPUs werden in 8 nm bei Samsung gefertigt. Mit 28 Milliarden Transistoren sind sie deutlich größer und komplexer als die Turing-Vorgänger. Warum NVIDIA selbst für die GeForce RTX 3070 bereits 5.888 Shadereinheiten, für die GeForce RTX 3090 aber sogar mehr als 10.000 aufgrufen kann, das wird eines der Themen auf der nächsten Seite sein.

Ansonsten lässt NVIDIA vor allem hinsichtlich des Speicherausbaus zwischen der GeForce RTX 3080 und der GeForce RTX 3090 eine recht große Lücke (10 vs. 24 GB) und auch preislich liegen zwischen den beiden Modellen 800 Euro.

Auf den folgenden Seiten gehen wir nun auf die Details der Ampere-Architektur, das neue Kühldesign und die neuen Funktionen der Hard- und Software ein.