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NVIDIA Titan V erreicht hohe Mining-Leistung – rechnet sich dennoch nicht

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nvidia-titanvAufgrund der Kommentare zum Start der NVIDIA Titan V sowie unter den ersten Gaming-Tests  der Karte haben wir uns auch angeschaut, wie es um die Mining-Leistung der Karte bestellt ist. Derzeit sind Preise und Verfügbarkeit verschiedener Karten noch immer stark an die aktuellen Kurse der Kryptowährungen gebunden. Auch wenn das Mining von Bitcoins sich auf GPUs nicht mehr lohnt, so überträgt sich das aktuelle Hoch bei den Bitcoins auch auf Währungen, die noch mit Grafikkarten berechnet werden können.

Das Ether steht aktuell bei knapp über 700 US-Dollar und hat damit in der vergangenen Woche um mehr als 50 % zugelegt – im letzten Monat waren es mehr als 100 %. Insofern könnte sich eine Rechnung mit der NVIDIA Titan V lohnen, denn Grafikkarten profitieren beim Mining von einer schnellen Anbindung des Speichers. Einige Hersteller haben speziell auf das Mining ausgelegte Grafikkarten auf den Markt gebracht. Einige davon verwenden schnelleren Speicher, als dies bei den Gamer-Varianten der Fall ist, um die Mining-Leistung noch weiter zu erhöhen. Der Titan V könnte dies mit ihrem HBM2 entgegenkommen.

Zum Vergleich ziehen wir auch eine Radeon RX Vega 64 heran, die mit dem letzten Radeon Software Adrenalin Edition ein dediziertes Compute-Profil bekommen hat. Dies gilt aber nicht nur für die Radeon RX Vega, sondern auch die anderen Modelle von AMD. Dieses haben wir für die Karten mit AMD-GPU auch verwendet, um die Leistung noch etwas zu steigern.

Nun stellt sich die Frage, ob die Anschaffung einer NVIDIA Titan V lohnt oder wie lange es dauert, bis die Investition wieder mittels Mining erwirtschaftet werden kann. Getestet haben wir mit dem aktuellen Claymore 10.2, der neben Ethereum auch noch andere Währungen schürfen kann, ohne dass die Leistung für das Ether-Mining einbricht. Wir konzentrieren uns aber wie gesagt auf das Ethereum-Netzwerk. Hier nun die Messungen:

Ethereum-Mining

Claymore 10.2

MH/s
Mehr ist besser

Mit einem um 200 MHz höheren HBM2-Takt erreicht die NVIDIA Titan V eine Hashrate von 75,2 MH/s und ist damit doppelt so schnell, wie jede andere Karte, die wir getestet haben. Auf den ersten Blick sieht es also so aus, als würde sich die Anschaffung einer NVIDIA Titan V lohnen, allerdings gibt es noch einige andere Parameter, die beachtet werden sollten.

Mit 75 MH/s und einer Leistungsaufnahme der Karte von 270 W (durch die Übertaktung des HBM2 dürften wir hier landen) sowie einem durchschnittlichen Preis für die Kilowattstunde von 28 Cent liegt der Ertrag einer NVIDIA Titan bei einem aktuellen Kurs des Ether von 700 US-Dollar (etwas weniger als 600 Euro) bei 145 Euro im Monat. Es würde also mehr als 21 Monate dauern, bis die Anfangsinvestition von 3.100 Euro aufgefangen ist. Erst ab dann würde eine NVIDIA Titan V ein Plus erwirtschaften.

Da der Kurs der Kryptowährungen kaum abzuschätzen ist, ist ein derart langer Investitionszeitraum nicht zu empfehlen und die NVIDIA Titan V eignet sich demnach auch nicht als Krypto-Investment.

Welche ist die beste Grafikkarte (GPU)?

Unsere Kaufberatung zu den aktuellen NVIDIA- und AMD-Grafikkarten hilft dabei, die Übersicht nicht zu verlieren. Dort zeigen wir, welche Grafikkarten aktuell die beste Wahl darstellen – egal, ob es um die reine Leistungsfähigkeit oder das Preis-Leistungs-Verhältnis geht.


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