Seite 5: Innerer Aufbau (2)

Hinter dem Mainboard-Tray geht es bei den neuen Define-Modellen ordentlich zu. Das liegt zum einen am konsequent umgesetzten Kabelmanagement, zum anderen aber auch an einer Kunststoffblende vor der Netzteilkammer. Diese Blende soll sich eigentlich leicht entfernen lassen, klemmte bei unseren beiden Samples aber doch recht fest an ihrem Platz. Direkt am Mainboardtray sitzen 2,5-Zoll-Laufwerksträger und die neuen Multibrackets. Diese Blenden können flexibel für die Montage von 2,5- oder 3,5-Zoll-Laufwerken und von Pumpen oder Ausgleichsbehältern genutzt werden.

Wenn die Blende vor der Netzteilkammer entfernt wird, wird dahinter ein (Define 7) bzw. werden zwei (Define 7 XL) Laufwerkskäfige sichtbar. Darin können 2,5- oder 3,5-Zoll-Laufwerke auf soliden Metall-Laufwerksträgern montiert werden. Eine werkzeuglose Montage ist bei beiden Laufwerksformaten nicht möglich. Für die 3,5-Zoll-Laufwerke ist eine Entkopplung mit Gummiringen vorgesehen. 

Der Nexus+ Smart Hub des Define R6 wird durch den Nexus+ 2 Lüfter-Hub abgelöst. Er sitzt versteckt unter dem Deckel und erlaubt die Steuerung von drei PWM-Lüftern und sechs 3-Pin-Lüftern über ein PWM-Signal. Für die 3-Pin-Lüfter wird das PWM-Signal in einem Bereich von 5 bis 12 V übersetzt. Zumindest in Verbindung mit unserem Testsystem konnten wir die Lüftersteuerung nicht nutzen. Es wurde weder eine Drehzahl ausgelesen noch eine Änderung des PWM-Werts umgesetzt. Wir haben die Gehäuselüfter für die Messungen deshalb einfach direkt über das Mainboard geregelt. 

Anhand des Define 7 zeigen wir den Umbau zum Layout mit Laufwerksschacht. Der ist nach wie vor aufwendig: Es müssen nicht nur Deckel und Front abgenommen, sondern auch noch die Frontlüfter ausgebaut werden. Anschließend können die Schrauben am rechten Teil des Mainboard-Trays gelöst werden. So lässt sich dieses Element auf die linke Seite des Gehäuses versetzen. Beim Define 7 XL ist das Umbau in gleicher Weise möglich.

Nach dem Umbau können Laufwerksträger wie in einem klassischen Laufwerksschacht untergebracht werden. Allerdings liefert Fractal Design bei beiden Gehäusen längst nicht die maximal mögliche Zahl an Laufwerksträgern mit. Wer alle theoretisch möglichen Laufwerksplätze nutzen will, muss also noch Laufwerksträger nachbestellen. 

Mit montiertem ATX-System wird deutlich, dass der Innenraum auch beim Define 7 sehr großzügig ausfällt. Auch das Kabelmanagement überzeugt in der Praxis.