Seite 1: Fractal Design Define S2 im Test - aufgeräumter Innenraum geht in Runde 2

fractal design define s2 logoDas Define S erhält einen Nachfolger. Das Define S2 wurde wieder nach der "Zero-Obstruction-Formel" entwickelt, gleichzeitig aber auch an wichtigen Stellen modernisiert. Wie zeitgemäß der neue Midi-Tower von Fractal Design ist, klären wir im Test.  

Das ursprüngliche Define S kam zu einer Zeit auf den Markt, als Fractal Design bei der Define R-Reihe noch auf einen klassischen Innenraum gesetzt hat. Denn beim damaligen Define R5 gab es noch den typischen Laufwerksschacht. Das Define S hat damit wortwörtlich aufgeräumt und Laufwerkskäfige komplett aus der Mainboardkammer verbannt. Was Fractal Design als "Zero-Obstruction-Formel" umschreibt, erleichtert den Lüftern ihre Arbeit und schafft mehr Platz für lange Grafikkarten und große Frontradiatoren. Mit dem modular gestalteten Define R6 wurde ein offener Aufbau ("Open Layout") auch in der R-Serie optional möglich. Die S-Serie scheint deshalb fast überflüssig. Es wird also spannend, ob und wie das Define S2 seine Existenz neben dem Define R6 rechtfertigen kann.    

Fractal Design setzt beim Define S2 vor allem auf eine moderne Ausstattung. Die Mainboardkammer bleibt frei von Laufwerkskäfigen und wird nun auch konsequent von der Netzteilkammer abgetrennt. Fractal Design will den Airflow weiter verbessert haben. Ab Werk sind bereits drei Dynamics GP-14 140-mm-Lüfter verbaut. Wird eine Wasserkühlung genutzt, können weiterhin ein 420-mm-Deckelradiator und ein 360-mm-Frontradiator verbaut werden. Nicht fehlen dürfen aktuell angesagte Features wie ein (werkzeuglos montierbares) Glasseitenteil, USB 3.1 Gen 2 Typ-C (beides immer serienmäßig) und die Option zur vertikalen Montage einer Grafikkarte. Das Define S2 wurde als Silentgehäuse ausgelegt und dafür unter anderem mit ModuVent-Abdeckungen der dritten Generation und mit Schalldämmmatten ausgerüstet.  

Die üppige Ausstattung wirkt sich auch auf den Preis aus: Fractal Design gibt für das Define S2 eine UVP von 154,99 Euro an.  Die UVP der Glas-Variante des Define R6 wird allerdings trotz des weniger flexiblen Innenraums um 5 Euro überboten. Gegenüber der Window-Variante des Vorgängers Define S steigt die UVP sogar um 55 Euro.  

Im ausgepackt & angefasst-Video werfen wir einen ersten Blick auf das Gehäuse:

Zusätzlich zu Montagematerial (darunter sind zwölf Entkopplungsgummis für die Festplatten) und Anleitung liegen dem Define S2 auch Kabelbinder, ein Putztuch und ein praktisches S-ATA-Stromverlängerungskabel bei. Damit können bis zu drei S-ATA-Laufwerke mit einem einzigen S-ATA-Stromanschluss des Netzteils verbunden werden. Die beiden schlanken Metallstreben sind für die Montage eines Ausgleichbehälters vorgesehen. 

Bevor wir mit dem eigentlichen Test beginnen, hier die Eckdaten des Gehäuses in tabellarischer Form:

Eckdaten: 
Bezeichnung: Fractal Design Define S2
Material: Stahl, gehärtetes Glas, Kunststoff, Aluminium
Maße: 233 x 465 x 543 mm (B x H x T)
Formfaktor: E-ATX (maximal 28,5 cm Breite), ATX, Micro-ATX, Mini-ITX
Laufwerke: 3x 3,5/2,5 Zoll (intern), 2x 2,5 Zoll (intern)
Lüfter: 3x 120/140 mm (Front, 2x 140 mm vorinstalliert), 1x 120/140 mm (Rückwand, 1x 140 mm vorinstalliert), 3x 120/140 mm (Deckel, optional), 2x 120/140 mm (Boden, optional)
Radiatoren (maximal laut Hersteller): Front: 360/280 mm, Deckel: 360/420 mm (max. Höhe Mainboardkomponenten von 35 mm), Rückwand: 120 mm, Boden 240/280 mm
Höhe CPU-Kühler (maximal laut Hersteller): 18,5 cm
Grafikkartenlänge (maximal laut Hersteller): 44 cm (mit Frontlüfter)
Gewicht: etwa 11,6 kg
Preis: 154,99 Euro (UVP)