Seite 1: Cooler Master Cosmos C700M im Test: Gehäuse-Flaggschiff erhält Facelift

cooler master cosmos c700m logoErst vor einem Jahr hat Cooler Master die Cosmos-Serie wiederbelebt. Doch schon jetzt soll das markante Cosmos C700P bereits wieder getoppt werden. Das neue Cosmos C700M wurde an etlichen Stellen weiterentwickelt, wird dafür aber noch teurer. 

Die Modelle der Cosmos-Serie sind schon immer für ihr extravagentes Design bekannt. Als Cooler Master der Serie mit dem Cosmos C700P neues Leben eingehaucht hat, blieb man dieser Tradition treu. Das wuchtige E-ATX-Modell schindet mit seinen Stand- und Trageschienen, dem doppelt gewölbtem Glasseitenteil und einer auffälligen RGB-Beleuchtung Eindruck. Mit einem modularen und flexiblem Innenraum eröffnete das Cosmos-Revival natürlich enorme Nutzungsmöglichkeiten. Und auch Ausstattungsmerkmale wie USB 3.1 Typ-C und eine integrierte Lüftersteuerung durften nicht fehlen. Eigentlich ist das Cosmos C700P also auch 2018 ein High-End-Gehäuse, das absolut auf der Höhe der Zeit ist. Doch Cooler Master ist das offenbar nicht genug. 

Mit dem Cosmos C700M hat der Hersteller noch einmal deutlich nachgeschärft. Und zwar sowohl bei Design und Materialeinsatz, als auch bei der Ausstattung. Größere Lufteinlässe und gebürstetes Aluminium lassen die Front aggressiver und zugleich wertiger wirken. Bei den Features greift Cooler Master aktuelle Trends auf. So laufen Streifen mit adressierbaren RGB-LEDs über Deckel, Front und Boden und ermöglichen eine noch farbenfrohere und individuellere Beleuchtung.

Im Innenraum überbietet Cooler Master sich bei der Flexibilität noch einmal selbst. Der Mainboardtray kann weiterhin konventionell, invertiert oder mit Ausnutzung des Kamineffekts montiert werden. Dazu lässt sich nun die Grafikkarte an einer speziellen Halterung befestigen, deren Winkel sich zwischen 0 und 90 Grad anpassen lässt. Ein mitgeliefertes Riserkabel mit einer Länge von 40 cm stellt die Verbindung zum PCIe-Slot her. Neue Kabelabdeckungen können flexibel platziert und auch zur Montage von SSDs oder eines Ausgleichbehälters genutzt werden. Apropos Wasserkühlung: Cooler Master gibt nun sowohl Front als auch Deckel offiziell für 360- und 420-mm-Radiatoren frei. Und selbst die Lüftersteuerung wurde überarbeitet. Sie ist nun auch auf PWM-Lüfter ausgelegt. Dazu kommen noch weitere Anpassungen wie ein weniger stark getöntes Glasseitenteil, mehr mitgelieferte HDD-Blenden (4+1 statt 2) und Kabelclips, die sich an Lösungen aus dem Serverbereich orientieren. 

Das Cosmos C700M ist zwar kein völlig neu entwickeltes Gehäuse, von einem weitreichenden Facelift kann man aber allemal sprechen. Dabei steigt allerdings auch der Preis deutlich an. Während das Cosmos C700P mit einer UVP von 299 Euro auf den Markt kam, durchbricht die UVP des C700M die 400-Euro-Marke. Ganze 439 Euro soll das Cosmos-Facelift laut Cooler Master kosten. Im Test werden wir uns deshalb nicht nur auf die Neuerungen konzentrieren sondern auch klären, ob der Aufpreis gerechtfertigt ist.  

Im ausgepackt & angefasst-Video klären wir vor allem, wie modular Cooler Master das Cosmos C700M gestaltet hat: 

Am Lieferumfang hat Cooler Master nicht gespart. Zusätzlich zu Basics wie Anleitung, Garantiehinweisen, Montagematerial und Kabelbindern erhält der Käufer auch noch so manchen Bonus. Darunter ist natürlich das 40-cm-Riserkabel, aber auch ein Putztuch, ein A-RGB-Splitter, ein HDD/SSD-Laufwerksträger, zwei Montagewinkel für ein zweites 5,25-Zoll-Laufwerke und sogar eine alternative Gehäuserückwand. Die kann genutzt werden, wenn das Mainboard im "Kamin-Layout" montiert wird (also mit Slotblenden und I/O-Blende nach oben). 

Bevor wir mit dem eigentlichen Test beginnen, hier die Eckdaten des Gehäuses in tabellarischer Form:

Eckdaten: 
Bezeichnung: Cooler Master Cosmos C700M
Material: Aluminium, Stahl, gehärtetes Glas, ABS-Kunststoff
Maße: 306 x 651 x 650 mm (B x H x T)
Formfaktor: E-ATX (bis 30,5 x 27,2 cm bzw. 12 x 10,7 Zoll) )78ATX, Micro-ATX, Mini-ITX
Laufwerke: 1x 5,25 Zoll (extern, optional bis zu 2x), 5x 3,5/2,5 Zoll (intern, optional bis zu 12x), 4x 2,5 Zoll (intern, optional bis zu 7x)
Lüfter: 3x 120/140 mm (Front, 3x 140 mm vorinstalliert), 1x 120/140 mm (Rückwand, 1x 140 mm vorinstalliert), 3x 120/140 mm (Deckel, optional) 2x 120/140 mm (Boden, optional)
Radiatoren (maximal laut Hersteller): Front: 360/420 mm, Deckel: 360/420 mm, Rückwand: 120/140 mm, Boden: 240/140 mm
CPU-Kühlerhöhe (maximal laut Hersteller): 19,8 cm
Grafikkartenlänge (maximal laut Hersteller): 49 cm
Gewicht: Netto: 23,4 kg, Brutto: 27,6 kg
Preis: 439 Euro (UVP)