Seite 1: Cooler Master Cosmos C700P im Test - das Cosmos der Zukunft

Cooler Master Cosmos C700P

Wohl keine andere Gehäuseserie steht heutzutage so für Cooler Master wie die Cosmos-Serie. Und doch schien es so, als ob die Reihe keine Zukunft haben wird. Doch nun ist sie mit einem Paukenschlag zurückgekehrt. Das neue Cosmos C700P lässt aber nicht einfach nur die Cosmos-Serie neu aufleben. Es soll auch der Konkurrenz zeigen, wie ein modernes, ja zukunftsorientiertes Gehäuse aussehen kann.

Dass Cooler Master die Cosmos-Serie nicht ganz vergessen hat, wurde schon im Frühjahr deutlich. Mit dem Cosmos II 25th Anniversary Edition ließ der Hersteller sein imposantes Flaggschiff von 2012 neu aufleben. Dank neuer Farbvariante und den beeindruckenden, gewölbten Glasseitenteilen wirkt dieses Modell zumindest äußerlich futuristisch. Doch auch wenn das Cosmos II seiner Zeit voraus war, hat sich der Gehäusemarkt in den letzten Jahren doch weiterentwickelt. 

Entsprechend ist es an der Zeit für ein wirklich neu entwickeltes Cosmos-Gehäuse - und damit an der Zeit für das Cosmos C700P. In einigen Punkten erinnert das aktuelle Cooler Master-Flaggschiff an das Cosmos II 25th Anniversary Edition bzw. auch an frühere Cosmos-Modelle. So ist es ebenfalls ein riesiges E-ATX-Gehäuse mit seitlichen Stand- und Trageschienen. Die Maße von 306 x 651 x 639 mm (B x H x T) und das Gewicht von über 22 kg flößen Respekt ein. Und während andere Hersteller nach wie vor nur glatte Glasflächen nutzen, fällt auch das Cosmos C700P wieder mit einem gewölbten Glasseitenteil auf.

Aber Cooler Master legt Wert darauf, dass das Gehäuse auch funktional innovativ ist. So lässt sich das Gehäuse für Case Modding komplett auseinanderbauen. Der Innenraum ist so flexibel, dass das Mainboard mit dem entnehmbaren Mainboardtray auch gedreht oder auf der gegenüberliegenden Gehäuseseite installiert werden kann. Dass dabei genug Spielraum für die Montage von zahlreichen Lüftern oder Radiatoren bleibt, versteht sich praktisch von selbst. 

Um die ohnehin schon futuristische Optik noch stärker zu betonen, wurden RGB-Leuchtstreifen geschickt integriert. Nicht fehlen dürfen ein fortschrittliches Kabelmanagement und ein I/O-Panel mit USB 3.1 Gen 2 Typ-C. 

Dass ein so üppig ausgestattetes und gigantisch dimensioniertes Flaggschiff-Modell seinen Preis hat, versteht sich von selbst. Bei einer UVP von 299,90 Euro muss man das Cosmos C700P dann auch als Oberklasse-Modell bezeichnen. Noch bleibt etwas Zeit zum Sparen, denn die deutschen Händler werden das Gehäuse erst gegen Ende Oktober auf Lager haben.

Cooler Master liefert das Gehäuse mit Anleitung, Garantiehinweisen und einem kleinen Karton mit Zubehör aus. Darin finden sich nicht nur Montagematerial und schwarze Kabelbinder, sondern auch ein RGB-Anschlusskabel, Winkeladapter für ein zweites 5,25-Zoll-Laufwerk und ein Putztuch. Das ist besonders mit Blick auf das große Glasseitenteil eine sinnvolle Beigabe.

Bevor wir mit dem eigentlichen Test beginnen, hier die Eckdaten des Gehäuses in tabellarischer Form:

Eckdaten: Cooler Master Cosmos C700P
Bezeichnung: Cooler Master Cosmos C700P, MCC-C700P-MG5N-S00
Material: Aluminium, Stahl, Kunststoff, gehärtetes Glas
Maße: 306 x 651 x 639 mm (B x H x T)
Formfaktor: E-ATX (bis 12'' x 11''), ATX / Micro-ATX / mini-ITX
Laufwerke: 1x 5,25 Zoll (extern), 2x 2,5/3,5 Zoll (intern, optional erweiterbar), 2x 2,5 Zoll (intern)
Lüfter: 3x 120/140 mm (Front, 2x 140 mm vorinstalliert), 1x 120/140 mm (Rückwand, 1x 140 mm vorinstalliert), 3x 120/140 mm (Deckel, optional), 2x 120/140 mm (Boden, optional mit zusätzlicher Montageblende)
Gewicht: 22,2 kg
Preis: 299,90 Euro (UVP)