Seite 2: BitFenix Prodigy - äußeres Erscheinungsbild

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Das 70 Euro teure Prodigy sticht als weißes Gehäuse farblich aus dem Testfeld hervor. BitFenix bietet für Kaufinteressenten, die es weniger auffällig mögen, aber auch eine schwarze Farbvariante an. Auch beim Design zeigt sich das Prodigy eigenständig. Große, geschwungene Kunststoffbügel (BitFenix spricht nicht von Kunststoff, sondern werbewirksam von FyberFlex™ Composite) dienen als Standfuß und als Tragegriff.

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Mit 250 (B) x 404 (H) x 359 mm (T) ist das Prodigy ein relativ groß geratenes Mini-ITX-Gehäuse. Das erklärt sich aus dem Anspruch, den BitFenix mit diesem Modell verfolgt: Es soll möglichst potente Hardware aufnehmen können und vielfältige Kühloptionen bieten. Die aufgeräumt wirkende Front bietet entsprechend dieser Maxime auch Platz für ein reguläres 5,25-Zoll-Laufwerk.

Anders als bei der schwarzen Variante muss die weiße Version aus optischen Gründen ohne Mesh in der Front auskommen. Das dürfte die Kühlleistung des Frontlüfters etwas reduzieren, könnte auf der anderen Seite aber auch für ein etwas gedämpfteres Betriebsgeräusch sorgen.

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Für den homogenen Look der Vorderseite hat BitFenix das I/O-Panel mit seinen beiden USB 3.0-Ports und den Audiobuchsen genauso wie die blau leuchtenden Status-LEDs und die Bedienschalter an die Seite verlagert. Beim Zusammenbau erfordert das etwas mehr Aufmerksamkeit, schließlich wollen die entsprechenden Kabel erst angeschlossen werden, bevor das Seitenteil geschlossen wird.

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Die linke Seite wurde perforiert. So kann die direkt dahinter befindliche Grafikkarte Frischluft von außen ansaugen. Auf einen Staubfilter hat BitFenix allerdings verzichtet.

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Das Kühlsystem des Prodigy besteht werkseitig aus zwei 120-mm-Lüftern, die hinter der Front bzw. an der Rückwand montiert wurden. Die beiden BitFenix Spectre-Lüfter überraschen mit einem angenehm leisen Betriebsgeräusch. Wer noch mehr Kühlleistung benötigt, kann gleich drei weitere Lüfter verbauen. Hinter der Front ist Platz für einen zweiten 120-mm-Lüfter bzw. alternativ auch ein größerers Modell. Weitere optionale Lüfterplätze gibt es im Deckel - hier lassen sich noch einmal zwei 120-mm-Lüfter verbauen.

Alternativ kann im Deckel bzw. nach Entnahme des HDD-Käfigs auch in der Front ein 240-mm-Radiator verbaut werden. Das Prodigy ist damit als einziges Gehäuse im Testfeld auch gut für den Einsatz einer Wasserkühlung geeignet.

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Die Rückansicht offenbart die Innenraumaufteilung. Das Mainboard wird horizontal montiert. Dadurch steht sehr viel Platz für hohe Tower-Kühler zur Verfügung. Mit etwa 16,5 cm ist das Prodigy Spitzenreiter im Testfeld. Das grundlegende Konzept erinnert an Cubiteks Mini-Tank - dieses Aluminium-Gehäuse wurde wie das BitFenix-Modell als Basis für ein leistungsstarkes Mini-ITX-System konzipiert (zu unserem Test). Das Cubitek-Gehäuse ist allerdings in Deutschland leider nicht mehr lieferbar.