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Mountain Everest Max im Test

Was kann die modulare Premium-Tastatur? - Fazit

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Es ist vor allem die konsequent umgesetzte Modularität, mit der die Mountain Everest Max klar aus der Masse der Gaming-Tastaturen heraussticht. Wie sehr das modulare Konzept in der Praxis überzeugt, hängt allerdings vom Nutzungsszenario ab. Viele Nutzer werden die Everest Max einfach mit allen Modulen verwenden - und daran auch nicht viel ändern. Sie profitieren damit zwar nicht wirklich von der Modularität, aber allemal von der insgesamt umfangreichen Ausstattung. Sogar zum Nachteil kann die Modularität werden, wenn die Tastatur an verschiedenen Arbeits-/Gamingplätzen genutzt werden soll. Denn zumindest Num-Pad und Handballenablage halten nicht gerade fest an der Tastatur, sollten also abgenommen und getrennt angehoben werden. Eine klare Stärke hat das Konzept aber gerade bei Nutzern, die gerne zwischen Full-Size- und Tenkeyless-Tastatur wechseln oder den Ziffernblock auch einmal auf der linken Tastaturseite nutzen wollen. Dieses Feature ist sehr rar - wir können uns nur an die Tesoro Tizona Spectrum erinnern, die ebenfalls ein beidseitig andockbares Num-Pad bietet.

Bei der Everest Max ist allerdings längst nicht nur das Num-Pad modular. Selbst die Cherry-Schalter können ausgetauscht werden - das lädt mindestens zum Experimentieren mit dem mitgelieferten Probe-Schaltern ein. Wer in zusätzliche Schalter investiert, kann auch ganze Bereiche der Tastatur mit unterschiedlichen Schaltertypen gestalten. Das Media-Dock erweitert die Tastatur um praktische Media-Tasten und das auffällige Display-Drehrad. Wir hätten uns allerdings eine intuitivere und direktere Navigation durch seine Funktionen gewünscht. Dazu wirkt die Kunststoffabdeckung über dem Display kratzempfindlich - eine gläserne Abdeckung wäre die elegantere Wahl gewesen. Die Displaytasten am Num-Pad sind ähnliche Hingucker wie das Display-Drehrad. Mit passenden Bilddateien können sie einfach individualisiert werden. Haptisch fallen diese Tasten ähnlich wie die Tasten des Media-Docks gegenüber den regulären Tasten mit Cherry MX-Schaltern merklich ab. Ein gewisses Gefälle gibt es auch bei der Materialanmutung. Die Aluminiumabdeckung an Tastatur und Ziffernblock weiß genauso zu gefallen wie die gepolsterte und mit Kunstleder bezogene Handballenablage. Das Kunststoffgehäuse des Media-Docks kann da nicht mithalten.

An manchen Stellen gibt es bei der Everest Max also durchaus noch etwas Optimierungs- bzw. Veredelungsspielraum. Es ist aber allemal absolut bemerkenswert, dass nicht nur das modulare Konzept weitgehend überzeugend umgesetzt wurde, sondern auch noch an zusätzliche Details gedacht wurde. Features wie der USB-Typ-A-Anschluss für ein weiteres USB-Gerät, die vielseitigen Kabelkanäle und die in der Höhe anpassbaren magnetischen Standfüße werten die Tastatur weiter auf. 

Mountain gibt für die Everest Max eine UVP von 249,99 Euro an. Das ist exakt die UVP, die Corsair auch für sein Tastatur-Flaggschiff K100 RGB ansetzt. Ein Vergleich zwischen beiden Modellen bietet sich aber nicht nur wegen dem Preis, sondern auch wegen unterschiedlicher Philosophien an. Die K100 RGB ist das deutlich konventionellere Produkt - hat dafür aber insgesamt mehr Feinschliff erhalten und wirkt durchweg hochwertig. Die Everest Max ist hingegen sehr viel innovativer und flexibler - gerade mit Blick auf die unterschiedlichen Switches und den modularen Aufbau, aber auch mit Elementen wie den Displaytasten und dem Display-Drehrad. 

Im Endeffekt zeigt Mountain mit der Everest Max, wo die Entwicklung bei Gaming-Tastauren in Zukunft generell hingehen könnte. Denn Modularität bis hinunter auf das Level der Schalter und integrierte Displaylösungen können Tastaturen deutlich flexibler machen und aufwerten. Diese besonders innovative Tastatur verdient sich damit auch unseren Technik-Award.



Positive Aspekte der Mountain Everest Max:

  • innovatives modulares Konzept; Ziffernblock, Media-Dock und Tastenablage separat; Cherry MX-Schalter austauschbar
  • diverse Cherry MX Switches zur Auswahl, auch die Tastatur selbst ist in unterschiedlichen Ausstattungsvarianten erhältlich
  • Media-Tasten und Display-Drehrad mit nützlichen Funktionen
  • Displaytasten am Ziffernblock individuell nutzbar
  • RGB-Beleuchtung für Tasten und Tastaturränder
  • bequeme und magnetisch haftende Handballenauflage
  • abnehmbares Anschlusskabel mit USB Typ-C-Anschluss zur Tastatur
  • USB-Typ-A-Anschluss für andere Geräte, Kabelkanäle
  • Höhenanpassung in mehreren Stufen durch magnetische Standfüße
  • übersichtliche Software

Negative Aspekte der Mountain Everest Max:

  • magnetischer Halt der Handballenablage schwach, Verbindung von Ziffernblock/Media-Dock mit Tastatur durch den kleinen USB-Typ-C-Anschluss etwas hakelig
  • Kunststoff am Media-Dock-Gehäuse trübt etwas den Materialeindruck 
  • Bedienung des Display-Drehrads umständlich

Quellen und weitere Links

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