Seite 1: Guter, aber auch teurer DDR4: Thermaltake Toughram XG RGB im Test

preview thermaltake toughram xg rgb

Thermaltake ist nicht unbedingt der in Deutschland bekannteste Hersteller für Arbeitsspeicher, jedoch befinden sich einige Varianten im Angebot. Der Toughram XG RGB sollen für hohe Leistung stehen vom Hersteller sorgfältig geprüft ICs besitzen, um eine optimale Frequenz- und Latenz zu gewährleisten. Ob gut dies gelingt, klären wir in unserem Test.

Natürlich sind solche vom Hersteller ausgesprochene Versprechen immer mit etwas Vorsicht zu genießen, aber wir werden uns sehr genau anschauen, wie gut die vorab geprüften Chips wirklich sind. Dafür haben wir unser Testsystem auch noch einmal umgestellt und auf eine maximale Leistung optimiert. Mehr dazu im Abschnitt "Leistungstest" bei der Vorstellung des Testsystems. 

Die Toughram-XG-RGB-Module werden in den unterschiedlichsten Frequenzen angeboten. In unserem Test kommt das Kit mit 16 GB (2 x 8 GB) und 3.600 MHz zum Einsatz. Des Weiteren ist das Kit mit 16 GB (2 x 8 GB) mit 4.000, 4.400 und 4.600 MHz erhältlich. Die Auswahl ist jedoch etwas eingeschränkt, denn mehr als 16 GB oder auch Kits mit vier Riegeln und 3.200 bzw. 3.800 MHz sind nicht verfügbar.

Optisch machen die Thermaltake Toughram XG RGB einen guten Eindruck der Heatspreader ist gut verarbeitet und auch die Beleuchtung ist nicht wie bei vielen Ausführungen einfach nur ein Streifen, sondern ist wie ein "X" angelegt. So fällen die Riegel auf jeden Fall etwas mehr im System aus, als beispielsweise eine Beleuchtung wie sie bei den zuletzt getesteten Corsair Vengeance RGB PRO SL zum Einsatz kommt, die einfach nur über einen durchgehenden Leuchtstreifen an der Oberseite verfügen. Insgesamt besteht die Beleuchtungseinheit aus 16 LEDs die mit der hauseigenen Software angepasst werden können.

SPD-Programmierung und technische Eigenschaften

Mit den Programmen CPU-Z und Thaiphoon Burner erhält man sehr detaillierte Informationen über die Speicherriegel, die nachher auch für ein mögliches Overclocking nicht zu vernachlässigen sind. Wer mehr über das Overclocking von Arbeitsspeicher erfahren möchte, kann sich gerne bei uns in den jeweiligen Threads (Intel RAM OC Thread + Guides und Tipps oder Ryzen RAM OC Thread + mögliche Limitierungen) alle notwendigen Informationen und Tipps von erfahrenen Usern holen. 

Die uns vorliegenden Module wurden in diesem Test auch einem ausführlichen Overclocking unterzogen. Vorab haben wir uns aber erst einmal die genauen technischen Daten der Riegel mit Thaiphoon Burner angeschaut. Bei unseren Riegeln handelt es sich um Single-Rank-DIMMs, die in diesem Fall 8 ICs auf einer Seite mit jeweils 8 GBit (1 GB) beinhalten. Hergestellt wurden die Chips von Hynix und es sind CJR-Dies in 18 nm. Insgesamt wurde die SPD-Daten und auch das Extreme Memory Profile (XMP) ordentlich programmiert und hinterlegt.

Hersteller und Bezeichnung Thermaltake Toughram XG RGB Memory DIMM Kit 16GB, DDR4-3600, CL18-19-19-39
Modulhöhe48.5 mm
Rank
Single Rank
FormfaktorDIMM
ModulartUnbuffered DIMM (UDIMM)
Straßenpreisca. 157 €
HomepageThermaltake
EPP / XMPXMP 2.0
Garantierte Timings18-19-19-39
ChipsHynic CJR
EigenschaftenRGB, XMP, Headspreader
Garantiezeitunbegrenzte Garantie innerhalb des Produktlebenszyklus
Kapazität16 GB (2 x 8 GB)

Aufgrund der Gesamthöhe von 48,5 mm ist es vor dem Kauf der Speicherriegel empfehlenswert, die Kompatibilität zum ggf. bereits vorhandenen CPU-Kühler zu prüfen. Sollte der CPU-Kühler über die RAM-Slots reichen, kann dies zu einem Konflikt mit dem Heatspreader des Arbeitsspeichers führen.

Beleuchtung

Im Jahr 2021 muss ein Arbeitsspeicher, der sich an Gamer richtet, über eine RGB-Beleuchtung verfügen und diese sollte dann auch über die hauseigene Software und/oder über die Software vom Mainboardhersteller konfigurierbar sein. Im Fall der Thermaltake Toughram XG RGB kann die RGB Beleuchtung über die hauseigene TOUGHRAM-Software konfiguriert werden. Über die Software kann jede der 16 vorhandenen LEDs angesteuert werden, die sehr übersichtlich in der Software dargestellt werden.

Die Anzahl der einstellbaren Effekte liegt bei aktuell 28 unterschiedlichen Modi, welche dann noch entsprechend den persönlichen Vorlieben angepasst werden können. Die Effekte werden sauber durchlaufen und wir können auch unter Last keine stockenden Effekte feststellen. Die Software selbst ist übersichtlich und einfach aufgebaut, sodass jeder schnell damit zurechtkommen sollte und die Riegel an seine persönlichen Vorlieben anpassen kann.