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Huawei Ascend P7 im Test

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Seite 2: Display, Akkulaufzeit und Kamera

Display

Auf Augenhöhe mit der Oberklasse-Konkurrenz befindet man sich beim Display - zumindest auf dem Papier. Das Ascend P7 verteilt auf 5 Zoll 1.920 x 1.080 Pixel, was eine Pixeldichte von sehr guten 440 ppi bedeutet. Durch das verwendete IPS-Panel in Verbindung mit der In-Cell-Technik bleibt die Darstellung auch bei großen Betrachtungswinkeln lange Zeit stabil, Farben werden zudem kräftig dargestellt. Durch den Zero-Gap-Ansatz sollen darüber hinaus Spiegelungen auf ein Minimum reduziert werden, in der Praxis konnte dies nicht völlig nachvollzogen werden. Dafür erweist sich jedoch die Hintergrundbeleuchtung als ausreichend kräftig. Denn in der Spitze konnten wir 448 cd/m2 messen, was selbst bei direkter Sonneneinstrahlung ausreichend ist. Hinzu kommt, dass die Helligkeit sehr gleichmäßig ausfällt, die Homogenität liegt bei sehr guten 91 Prozent.

Das Display: Hell und hochauflösend, aber kontrastarm und blaustichig
Das Display: Hell und hochauflösend, aber kontrastarm und blaustichig

Frei von Mängeln ist das Display aber nicht. Schon nach wenigen Minuten fiel im ersten Test auf, dass die automatische Helligkeitsregulierung sehr nervös arbeitet, auch in geschlossenen Räumen wurde teilweise alle paar Sekunden die Helligkeit verändert. Was einerseits gut für den Akku ist, stört andererseits jedoch bei der Nutzung. Nach mehreren Tagen im Einsatz konnte dieser Eindruck bestätigt werden, hier sollte Huawei mit einem Software-Update nachbessern. Nicht möglich sein dürfte dies beim Kontrast. Mit einem Verhältnis von 829:1 enttäuscht das Display ein wenig, die Konkurrenz bietet in der Regel Werte im Tausender-Bereich.

Und zu guter Letzt stört ein leichter Blaustich. Im Schnitt beträgt die Farbtemperatur etwa 7.800 Kelvin, was ein gutes Stück vom Optimum - 6.500 Kelvin - entfernt ist. Wirklich sichtbar ist dies jedoch nur bei großflächigen weißen Bildschirminhalten.

Akkulaufzeit

Größerer Akku und ein modernerer SoC: Vieles spricht in der Theorie dafür, dass das Ascend P7 in puncto Laufzeit besser als sein in diesem Punkt ein Stück weit enttäuschender Vorgänger abschneidet, der es im Video-Test lediglich auf knapp 6 Stunden brachte. Tatsächlich kann das aktuelle Modell diese Hoffnung erfüllen, überzeugend schneidet es aber dennoch nicht ab. Denn schon nach 6 Stunden und 50 Minuten muss der Griff zum Ladegerät spätestens erfolgen. Damit landet das Ascend P7 im unteren Bereich unserer Tabelle und schneidet deutlich schlechter als die meisten Konkurrenten ab. Vor allem das Display entpuppt sich dabei als wenig sparsam.

Sehr lange Laufzeit im Ultra-Modus
Sehr lange Laufzeit im Ultra-Modus

Im Alltag sieht es hingegen etwas anders aus. Denn hier erreicht das Smartphone ohne größere Mühen 40 bis 42 Stunden mit einer Ladung. Dabei wurden mehrere kurze Telefonate geführt, im Internet per WLAN und LTE gesurft sowie der Abgleich zweier E-Mail-Konten vorgenommen. Wer mit weniger Leistung auskommt, kann das Ascend P7 auch im „Intelligent“-Modus betreiben. Hier werden CPU-Takt und Netzwerktätigkeit leicht reduziert, die Laufzeit verlängert sich so um etwa 5 bis 10 Prozent. Weitaus mehr Steigerung bietet der „Ultra“-Modus, der aber mit klaren Einbußen verbunden ist. Denn weit mehr als Telefonieren und Nachrichten empfangen und verfassen ist mit dieser Einstellung nicht möglich. Dafür hält das Gerät so aber rund 150 Prozent länger durch.

Akku-Laufzeit

Minuten
Mehr ist besser

Kamera

Wenig Spektakuläres verspricht die Hauptkamera. Zwar löst der Sensor mit 13 Megapixeln auf und wird von Sony geliefert, mit bahnbrechenden Funktionen kann Huawei aber nicht dienen. Mit Panorama-Option, HDR und diversen Filtern bietet das Ascend P7 aber zumindest die derzeit in der oberen Mittelklasse üblichen Möglichkeiten. Nicht neu, aber dennoch nicht häufig anzutreffen: Per Doppeldruck auf die Lautstärkewippe lassen sich Fotos auch bei ausgeschaltetem Display anfertigen; die von Huawei angegebenen 1,3 Sekunden vom Druck bis zu fertigen Foto konnten im Test bestätigt werden.

13 Megapixel hinten
13 Megapixel hinten
8 Megapixel vorne
8 Megapixel vorne

Etwas unübersichtlich fällt die Kamera-Applikation aus. Zum einen sind die Einstellungen auf drei verschiedene Fenster verteilt, zum anderen sind die Zusammenhänge, wie wann welche Funktion verfügbar oder nicht verfügbar ist, nicht transparent dargestellt.

Kamera-App mit Schwächen in der Menüstruktur
Kamera-App mit Schwächen in der Menüstruktur

Wichtiger als dies ist jedoch die tatsächliche Qualität der Aufnahmen. Und hier kann das Ascend P7 durchaus überzeugen. Denn solange die Lichtverhältnisse mitspielen, werden Farben und Details nahezu unverfälscht aufgezeichnet. Auch bei bewölktem Himmel oder eintretender Dämmerung schneiden die Fotos überdurchschnittlich ab, bei Nacht mit künstlichem Licht neigt der Sensor jedoch zu deutlich sichtbarem Rauschen. Etwas anders sieht es bei Videos aus. Hier nimmt die Qualität bei schlechten Lichtverhältnissen schneller als bei Fotos ab, bei Dunkelheit kommt es schnell zur Bildung von Artefakten.

Farben und Details werden gut eingefangen
Farben und Details werden gut eingefangen
Schwächen bei Nacht und Kunstlicht
Schwächen bei Nacht und Kunstlicht

Wo es der Hauptkamera an Besonderheiten fehlt, bietet der Frontsensor am Ende zwei nette Gimmicks. Denn mit 8 Megapixeln löst die Kamera auf der Vorderseite vergleichsweise hoch auf, zum anderen steht eine Art Panorama-Modus zur Verfügung. Dieser soll „Groufies“ - Selfies mit mehreren Personen nebeneinander - ermöglichen. Während die Qualität des Sensors überdurchschnittlich hoch ausfällt, auch weil hier eine mehrteilige Linse zum Einsatz kommt, enttäuscht der „Groufie“-Modus zunächst durch eine gewöhnungsbedürftige Handhabung.

Überzeugende Selfies
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