[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

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das Mediangehalt steigt, die Gehälter der unteren Einkommen jedoch nicht bzw. weniger.
Ist das überhaupt so? Der Mindestlohn ist die letzten Jahre doch stets stark gestiegen. Ist das Mediangehalt überhaupt im gleichen Maß gestiegen?
Soll jetzt kein Whatabauttism sein: Wenn man schon ansetzt dann eher bei den langen Verbindlichkeiten. Irgendwelche lebenslangen Renten von Abgeordneten etc...
Pension, freie Heilfürsorge, ...
Überall, wo der Staat selbst jedes Solidarmodell aushebelt.
 
Also über das Thema PKV und GLV kann man sicherlich reden, aber wenn man als Staat eigene Ärzte beschäftigt sehe ich nicht, dass Soldaten/Polizisten dann in eine GKV einzahlen sollen.
Bei anderen Staatsdienern sieht das schon anders aus.
 
Sondern dieser Wert:
Inwiefern? Zumal dies offensichtlich ein Nettowert darstellt. Wie sollen daraus Bruttoeinkommen für die diversen Konstellationen abgeleitet werden? Der Medianwert 2025 danach beträgt 28 891 NETTO.

Es ist und bleibt eine Bindung an einen Wert, der nur bedingt steigende Ungleichverteilung darstellen kann. Die Mindestbesoldung wird damit entkoppelt von der tatsächlichen Entwicklung der Lohnverteilung und das zusätzlich zu den ohnehin bestehenden Vorteilen wie der Pension, eigene Krankvorsorge etc. pp.

Zudem fließen so auch zum Beispiel Familienzuschläge mit in die Berechnung des Mindestsolds ein ohne das Beamte "verpflichtet" wären, Kinder zu bekommen. Kinderlose Beamte werden so zusätzlich bevorzugt, da der Mindestsold Kinder mitberücksichtigt, die er dann gar nicht haben muss. Beim Lohn erfolgt das nicht. Der Mindestlohn wird politisch festgelegt und ist nicht an solche Werte gekoppelt.
 
Nein, das ist einmal als Ausnahme so passiert sonst war das die Kommission.
Richtig! Und die ist an welche Werte gesetzlich gebunden? Richtig, keinen. Die gucken sich die Werte an und machen dann einen Vorschlag. Weder basiert dieser Wert auf einen gesetzlich verbindlich festgelegten Richtwert (wie die 80% Median Äquivalenzeinkommen) noch ist die Regierung gesetzlich verpflichtet, diesem zu folgen bzw. überhaupt eine Anhebung vorzunehmen. Der Mindestlohn ist nicht an einen gesetzlich definierten Wert gebunden noch muss die Regierung der Kommission folgen. Und die Kommission besteht aus den Gewerkschaften (also nur einem kleineren Teil der AN), den AG und einem unabhängigen Vorsitzenden. Ganze 7 Leute zusammen...
Lies bitte selbst
Da steht vor allem, dass die Berechnunggrundlage komplett neu ist und bis dahin anders geregelt war. Praktisch, man stellt fest, die Besoldung war zu niedrig, indem man eine neue, bis dato nicht geltende Regel einführt. Warum die Grundsicherung plötzlich als relevante Grenze nicht mehr ausreichen soll.... Genau diese verhindert nämlich das, was ich kritisiere. Ist die Mindestbesoldung daran gebunden, ist die Mindestbesoldung nicht mehr von der Entwicklung der untersten Einkommen abgekoppelt sondern direkt damit verknüpft. Eine wachsende Ungleichheit in den Löhnen spiegelt sich damit unmittelbar in einer wachsenden Ungleich in der Besoldung aus. Beamte wie AN sind an dem Punkt gleich behandelt gewesen. Nun nicht mehr. Eine weitere Entkopplung des Beamtentums (zu Gunsten dieser) von der restlichen arbeitenden Bevölkerung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kinderloser Beamter hier, ich bekomme nach Abzug der 2,8 Prozent, die im Mai 2026 eh fällig gewesen wären, netto vllt. 30-40 Euro mehr im Monat durch die aA. Sehe da jetzt keine große Bevorzugung.

Aber wäre mir egal gewesen, bin zufrieden mit dem was ich bekomme.
 
Der Mindestlohn ist nicht an einen gesetzlich definierten Wert gebunden noch muss die Regierung der Kommission folgen.
Die Regierung beschließt keine Gesetze, das macht der Bundestag.
Politisch gemacht bedeutet, dass ein Wert aus dem Parlament kommt, wenn andere diesen Wert erdenken ist er nicht politisch gemacht wohl aber politisch beschlossen.
Eine weitere Entkopplung des Beamtentums (zu Gunsten dieser) von der restlichen arbeitenden Bevölkerung.
Ein paar hohe Gehälter in der freien Wirtschaft steigern einen Medianwert aber nicht wirklich stark, das macht der Mittelwert. Darum geht es doch.
 
Politisch gemacht bedeutet, dass ein Wert aus dem Parlament kommt, wenn andere diesen Wert erdenken i
So ein quatsch...

Du begreifst irgendwie nicht, dass die Regierung nicht an die Kommission gebunden ist. Das ist ein Empfehlung. Die Regierung ist nicht rechtlich daran gebunden, diesem Vorschlag zu folgen. Sie kann frei entscheiden, ob und wenn wie hoch die den Mindestlohn anpasst. Das ist folglich eine politische Entscheidung. In der Praxis mag der politische Druck hoch sein, der Kommission Folge zu leisten. Eine gesetzliche Pflicht, dies zu tun, herrscht nicht. Im Gegensatz zum Mindestsold
Ein paar hohe Gehälter in der freien Wirtschaft steigern einen Medianwert aber nicht wirklich stark,
Habe ich nie behauptet. Der Median kann jedoch sehr wohl steigen, ohne das die Löhne des unteren Quartils steigen. Der Mindestsold ist jetzt aber am MEdian gekoppelt und wächst dadurch mit, Früher war er an die Grundversorgung und damit direkt an die Lohnentwicklung des unteren Quartils gekoppelt... Er ist somit heute von der Lohnentwicklung der unteren Einkommen entkoppelt. Denn er ist an den Median gekoppelt. 2 verschiedene Dinge...
 
Zusätzlich könnte man auch ein Tempolimit auf den Autobahnen einführen, würde einige Menschen zum Sparen zwingen und wer dagegen ist, kann es sich wohl auch leisten mehr zu bezahlen.
Dieser Argumentation kann ich überhaupt nicht folgen. Da müsste man doch davon ausgehen, das der überwiegende Großteil der betroffenen nur per AB zur Arbeit kommt. Sorry in meinem Bekanntenkreis kenn ich gefühlt niemand der über die AB zur Arbeit fährt, und wenn nur minimalste Strecke ~10-20km max.

Darüber hinaus fahren lt. eigenem Empfinden von den letzten AB Fahrten sowieso mehr als 80-90% max. 130km/h, wenn nicht sogar weniger.

Ist doch wieder in die eigene Tasche gelogen und scheinkalkuliert.
 
seh ich genauso, hört sich so an als würden 90% auf der AB immer alles fahren was geht, ist auch heutzutage einfach nicht mehr möglich.
Meist geht eh nicht viel schneller als 160km/h außer zu Zeiten wo absolut niemand fährt.
 
Das is halt n sehr polarisierendes Thema und bietet viel Gespraechs- und Zuendstoff. Darum kommt der Quatsch auch immer wieder aufn Tisch. Als haette das Limit so nen großen EInfluss auf den Gesamtverbrauch bzw. Co2 Ausstoß.
 
Zumal sich die Argumente überhaupt nicht verändern. Es macht also überhaupt keinen Sinn, das Thema ohne bahnbrechende neue Erkenntnisse immer wieder hochzubringen. Bin heute nacht zwischen 1 und 5Uhr nach Hause gefahren, es war ein absoluter Segen schneller als 130 fahren zu dürfen.
 
Wenn ich ins Büro muss, hab ich 37km (davon 30 auf der AB). Durch die vielen Baustellen kann man eh nicht überall ballern wie man möchte. Und spätestens auf dem Heimweg ist immer vor Köln 3-5 km Stau.
Mit meinem alten Schalter war ich dann immer so mega genervt und gestresst, mit dem Automatik find ich im Stau stehen nicht so wild.
Allgemein fahre ich seit dem Automatik entspannter und auch passiver.
Letztendlich weiß jeder wie man spritsparend fahren kann!

Hatte ein Gespräch mit einem befreundeten Dachtdecker, also er ist Chef und hat 20 Mann und die 1000 Euro bringen da ganz schön doofe Vibes.
Die Mitarbeiter erwarten jetzt das Geld, aber er kann es nicht zahlen und steht dann irgendwie als Buhmann da. Du kannst aber schlecht den ganzen Angestellten die Bücher zeigen damit die das Problem sehen.

Mal schauen wie das ganze weitergeht.
 
Hatte ein Gespräch mit einem befreundeten Dachtdecker, also er ist Chef und hat 20 Mann und die 1000 Euro bringen da ganz schön doofe Vibes.
Die Mitarbeiter erwarten jetzt das Geld, aber er kann es nicht zahlen und steht dann irgendwie als Buhmann da. Du kannst aber schlecht den ganzen Angestellten die Bücher zeigen damit die das Problem sehen.

Mal schauen wie das ganze weitergeht.
Hat der Staat die Verantwortung wieder schön auf die Firmen abgewälzt. Aber ich denke es sollte möglich sein das Team zusammen zu trommeln und zu sagen dass die 1.000 nicht hinhauen. Aber Summe x vielleicht schon. Den Handwerkern, die ich kenne (bester Freund ist Maler/Lackierer) ist es viel wichtiger, dass das Gehalt regelmäßig kommt. Ist in dem Gewerbe leider nicht usus.
 
Hatte ein Gespräch mit einem befreundeten Dachtdecker, also er ist Chef und hat 20 Mann und die 1000 Euro bringen da ganz schön doofe Vibes.
Die Mitarbeiter erwarten jetzt das Geld, aber er kann es nicht zahlen und steht dann irgendwie als Buhmann da. Du kannst aber schlecht den ganzen Angestellten die Bücher zeigen damit die das Problem sehen.

Haben wir hier genauso, die ganzen Produktions Mitarbeiter haben gerade kein anderes Thema mehr, aber das die Firma da eigentlich absolut nichts mit am Hut hat, wollen die irgendwie nicht verstehen.
Damit hat die Politik einfach die ganze Verantwortung abgeschoben, auf die ohnehin schon geschundenen Firmen.

Edith
:fresse: @Gurkengraeber 2 Dumme ein Gedanke
 
Haben wir hier genauso
Hab noch von keinem Kollegen bei uns gehört, dass irgendwer diese 1.000€ erwartet. Wahrscheinlich weil eh klar ist, dass es die nicht geben wird (Firma könnte sich das natürlich leisten).
Ist auch schon geil gemacht von der Politik, den schwarzen Peter quasi zu den Unternehmen schieben :poop:
 
jo, ist doch der einfache Weg :)

Man könnte ja fast erwarten (da der Staat alle nötigen Infos irgendwo hat) das der Staat einfach allen Arbeitnehmern unter Jahresbruttogehalt XYZ eine 1.000€ Steuerrückzahlung überweist :) Aber wo kämen wir da hin, da müssten die Bürokratien ja funktionieren und die Daten überall vorliegen wo es notwendig wäre :d
 
unter Jahresbruttogehalt XYZ eine 1.000€ Steuerrückzahlung überweist :)
Das macht man ja absichtlich nicht, sonst hätte man ja weniger Steuereinnahmen. Deswegen ist es natürlich daran gebunden, dass es zusätzlich bezahlt werden muss.
 
Ist auch schon geil gemacht von der Politik, den schwarzen Peter quasi zu den Unternehmen schieben :poop:
Genau das ist der Punkt und du bist einer der wenigen, die es erkennen.

Die Regierung macht es strategisch extra so, um von den eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken: Schuld sind die Mineralölkonzerne, Schuld sind die Arbeitgeber, nur sie selbst natürlich nicht.

Die sind nicht dumm, wie es immer scheint, die sind alle extrem arglistige Täuscher.
 
Hat der Staat die Verantwortung wieder schön auf die Firmen abgewälzt. Aber ich denke es sollte möglich sein das Team zusammen zu trommeln und zu sagen dass die 1.000 nicht hinhauen. Aber Summe x vielleicht schon. Den Handwerkern, die ich kenne (bester Freund ist Maler/Lackierer) ist es viel wichtiger, dass das Gehalt regelmäßig kommt. Ist in dem Gewerbe leider nicht usus.
Naja, die Zahlungsmoral der Kunden ist halt auch nicht so geil und da hält man das vorhandene Geld lieber zusammen bevor am Ende 20 Mann (oder ein Teil) auf der Straße stehen . Da kann auch 200 Euro pro Nase gefährlich werden.
Staat soll liefern und nicht auf andere abwälzen.
 
um von den eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken:
Es ist doch großartig, dass sie den Unternehmern erlauben mehr zu bezahlen, wie großzügig 😅 . Über sowas rege ich mich schon gar nicht mehr auf, was mich wirklich aufregt ist diese unsägliche Debatte über den Karenztag bei Krankheit. Wenn das wirklich so kommt, wird das so dermaßen nach hinten losgehen.
 
Schaut euch doch nur mal die Presse in DE an. Wir reden seit Wochen über einen Wahl obwohl quasi der komplette Planet direkt auf die größte Ölkrise aller Zeiten zusteuert. Wenn sich an dem Status quo nichts ändert, kann die Regierung bald über einen Tankrabatt von 1,70€ statt 17 Cent sprechen.

Was dass dann für unsere Gehälter bedeutet, kann sich jeder selbst ausmalen.
 
ich vermute, dass das eine Nebelkerze ist damit man nachher sagen kann, das haben wir erfolgreich verhindert. Dass da die SPD wirklich mitgeht kann ich mir beim allerbesten Willen nicht vorstellen aber momentan scheint ja irgendwie auch alles undenkbare möglich zu sein.
Aber um mal zurück zum Thema zu kommen, ich bin dieses Jahr (und auch die nächsten Jahre) schon glücklich wenn ich noch ne Arbeit habe und ne Lohnerhöhung auf Inflationsausgleich erhalte 😅
Beitrag automatisch zusammengeführt:

enn sich an dem Status quo nichts ändert
Die Lösung ist doch Nahe, unsere Wirtschaftsministerin hat da schon einige Innovationen geplant. Mehr Gaskraftwerke, Fracking in Deutschland und sonst halt mal schauen wo man noch mehr Öl bekommen kann. That's all I can do.
 
Der unbezahlte erste Karenztag wäre spannend, klar melden sich die Leute weniger krank. Will dann aber kein Geweine hören, wenn der krank arbeiten geht und dann eine ganze Produktiosschicht ansteckt und dann die Produktion runtergefahren werden muss weil alle flach liegen.
Auch wieder je nach Job gefährlich, naher ballert sich ein Busfahrer so mit Medis usw. zu und baut dann einen Unfall oder sonst was.

Geld einsparen muss sein, aber man sollte immer über den Tellerrand schauen und das vermisse ich aktuell an vielen Stellen
 
Naja, die Zahlungsmoral der Kunden ist halt auch nicht so geil und da hält man das vorhandene Geld lieber zusammen bevor am Ende 20 Mann (oder ein Teil) auf der Straße stehen . Da kann auch 200 Euro pro Nase gefährlich werden.
Staat soll liefern und nicht auf andere abwälzen.
Kommt wirklich auf die Firma an. Im Betrieb meines Kumpels hat sich die Zahlungsmoral der Kunden nicht geändert. Aber seit dem der "Alte" weg ist und der Sohn das Gewerbe führt, kommen die Gehälter zu spät und unregelmäßig. Sohnemann fährt trotzdem mit dem Porsche aufs Gelände, wo der Alte seinen Mondeo gehegt und gepflegt hat.

Er hat zwei Angebote von anderen Firmen, wird ja überall gesucht. Aber ob es da besser ist, weiß er zumindest auch nicht.

Jedenfalls sagte er die 1000€ sind bei ihnen nicht das Thema, sondern das Gehalt an sich.
 
Was das bei mir bedeuten würde:
Ich melde mich echt selten krank, meistens arbeite ich dann halt noch im Home office. Wenn ich dann wirklich so krank wäre, dass es nicht geht, würde ich zum Arzt gehen und mich "richtig" krank schreiben lassen. Weil sonst wäre ja mein Risiko, dass ich nach 2-3 Tagen wieder versuche zu arbeiten und dann nochmal krank werde und nen zweiten Karenztag brauche. Was das ganze fürs Büro bedeutet, will ich mir gar nicht vorstellen. Da ist dann richtig freie Bahn für die Infektionswelle.
 
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