[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Hatte ein Gespräch mit einem befreundeten Dachtdecker, also er ist Chef und hat 20 Mann und die 1000 Euro bringen da ganz schön doofe Vibes.
Die Mitarbeiter erwarten jetzt das Geld, aber er kann es nicht zahlen und steht dann irgendwie als Buhmann da. Du kannst aber schlecht den ganzen Angestellten die Bücher zeigen damit die das Problem sehen.

Mal schauen wie das ganze weitergeht.
Hat der Staat die Verantwortung wieder schön auf die Firmen abgewälzt. Aber ich denke es sollte möglich sein das Team zusammen zu trommeln und zu sagen dass die 1.000 nicht hinhauen. Aber Summe x vielleicht schon. Den Handwerkern, die ich kenne (bester Freund ist Maler/Lackierer) ist es viel wichtiger, dass das Gehalt regelmäßig kommt. Ist in dem Gewerbe leider nicht usus.
 
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Hatte ein Gespräch mit einem befreundeten Dachtdecker, also er ist Chef und hat 20 Mann und die 1000 Euro bringen da ganz schön doofe Vibes.
Die Mitarbeiter erwarten jetzt das Geld, aber er kann es nicht zahlen und steht dann irgendwie als Buhmann da. Du kannst aber schlecht den ganzen Angestellten die Bücher zeigen damit die das Problem sehen.

Haben wir hier genauso, die ganzen Produktions Mitarbeiter haben gerade kein anderes Thema mehr, aber das die Firma da eigentlich absolut nichts mit am Hut hat, wollen die irgendwie nicht verstehen.
Damit hat die Politik einfach die ganze Verantwortung abgeschoben, auf die ohnehin schon geschundenen Firmen.

Edith
:fresse: @Gurkengraeber 2 Dumme ein Gedanke
 
Haben wir hier genauso
Hab noch von keinem Kollegen bei uns gehört, dass irgendwer diese 1.000€ erwartet. Wahrscheinlich weil eh klar ist, dass es die nicht geben wird (Firma könnte sich das natürlich leisten).
Ist auch schon geil gemacht von der Politik, den schwarzen Peter quasi zu den Unternehmen schieben :poop:
 
jo, ist doch der einfache Weg :)

Man könnte ja fast erwarten (da der Staat alle nötigen Infos irgendwo hat) das der Staat einfach allen Arbeitnehmern unter Jahresbruttogehalt XYZ eine 1.000€ Steuerrückzahlung überweist :) Aber wo kämen wir da hin, da müssten die Bürokratien ja funktionieren und die Daten überall vorliegen wo es notwendig wäre :d
 
unter Jahresbruttogehalt XYZ eine 1.000€ Steuerrückzahlung überweist :)
Das macht man ja absichtlich nicht, sonst hätte man ja weniger Steuereinnahmen. Deswegen ist es natürlich daran gebunden, dass es zusätzlich bezahlt werden muss.
 
Ist auch schon geil gemacht von der Politik, den schwarzen Peter quasi zu den Unternehmen schieben :poop:
Genau das ist der Punkt und du bist einer der wenigen, die es erkennen.

Die Regierung macht es strategisch extra so, um von den eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken: Schuld sind die Mineralölkonzerne, Schuld sind die Arbeitgeber, nur sie selbst natürlich nicht.

Die sind nicht dumm, wie es immer scheint, die sind alle extrem arglistige Täuscher.
 
Hat der Staat die Verantwortung wieder schön auf die Firmen abgewälzt. Aber ich denke es sollte möglich sein das Team zusammen zu trommeln und zu sagen dass die 1.000 nicht hinhauen. Aber Summe x vielleicht schon. Den Handwerkern, die ich kenne (bester Freund ist Maler/Lackierer) ist es viel wichtiger, dass das Gehalt regelmäßig kommt. Ist in dem Gewerbe leider nicht usus.
Naja, die Zahlungsmoral der Kunden ist halt auch nicht so geil und da hält man das vorhandene Geld lieber zusammen bevor am Ende 20 Mann (oder ein Teil) auf der Straße stehen . Da kann auch 200 Euro pro Nase gefährlich werden.
Staat soll liefern und nicht auf andere abwälzen.
 
um von den eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken:
Es ist doch großartig, dass sie den Unternehmern erlauben mehr zu bezahlen, wie großzügig 😅 . Über sowas rege ich mich schon gar nicht mehr auf, was mich wirklich aufregt ist diese unsägliche Debatte über den Karenztag bei Krankheit. Wenn das wirklich so kommt, wird das so dermaßen nach hinten losgehen.
 
was mich wirklich aufregt ist diese unsägliche Debatte über den Karenztag bei Krankheit. Wenn das wirklich so kommt, wird das so dermaßen nach hinten losgehen.
Das ist eh die absolute Krönung, eigentlich ist es doch 100%ig klar das es nach hinten los geht.
 
Schaut euch doch nur mal die Presse in DE an. Wir reden seit Wochen über einen Wahl obwohl quasi der komplette Planet direkt auf die größte Ölkrise aller Zeiten zusteuert. Wenn sich an dem Status quo nichts ändert, kann die Regierung bald über einen Tankrabatt von 1,70€ statt 17 Cent sprechen.

Was dass dann für unsere Gehälter bedeutet, kann sich jeder selbst ausmalen.
 
ich vermute, dass das eine Nebelkerze ist damit man nachher sagen kann, das haben wir erfolgreich verhindert. Dass da die SPD wirklich mitgeht kann ich mir beim allerbesten Willen nicht vorstellen aber momentan scheint ja irgendwie auch alles undenkbare möglich zu sein.
Aber um mal zurück zum Thema zu kommen, ich bin dieses Jahr (und auch die nächsten Jahre) schon glücklich wenn ich noch ne Arbeit habe und ne Lohnerhöhung auf Inflationsausgleich erhalte 😅
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enn sich an dem Status quo nichts ändert
Die Lösung ist doch Nahe, unsere Wirtschaftsministerin hat da schon einige Innovationen geplant. Mehr Gaskraftwerke, Fracking in Deutschland und sonst halt mal schauen wo man noch mehr Öl bekommen kann. That's all I can do.
 
Der unbezahlte erste Karenztag wäre spannend, klar melden sich die Leute weniger krank. Will dann aber kein Geweine hören, wenn der krank arbeiten geht und dann eine ganze Produktiosschicht ansteckt und dann die Produktion runtergefahren werden muss weil alle flach liegen.
Auch wieder je nach Job gefährlich, naher ballert sich ein Busfahrer so mit Medis usw. zu und baut dann einen Unfall oder sonst was.

Geld einsparen muss sein, aber man sollte immer über den Tellerrand schauen und das vermisse ich aktuell an vielen Stellen
 
Naja, die Zahlungsmoral der Kunden ist halt auch nicht so geil und da hält man das vorhandene Geld lieber zusammen bevor am Ende 20 Mann (oder ein Teil) auf der Straße stehen . Da kann auch 200 Euro pro Nase gefährlich werden.
Staat soll liefern und nicht auf andere abwälzen.
Kommt wirklich auf die Firma an. Im Betrieb meines Kumpels hat sich die Zahlungsmoral der Kunden nicht geändert. Aber seit dem der "Alte" weg ist und der Sohn das Gewerbe führt, kommen die Gehälter zu spät und unregelmäßig. Sohnemann fährt trotzdem mit dem Porsche aufs Gelände, wo der Alte seinen Mondeo gehegt und gepflegt hat.

Er hat zwei Angebote von anderen Firmen, wird ja überall gesucht. Aber ob es da besser ist, weiß er zumindest auch nicht.

Jedenfalls sagte er die 1000€ sind bei ihnen nicht das Thema, sondern das Gehalt an sich.
 
Was das bei mir bedeuten würde:
Ich melde mich echt selten krank, meistens arbeite ich dann halt noch im Home office. Wenn ich dann wirklich so krank wäre, dass es nicht geht, würde ich zum Arzt gehen und mich "richtig" krank schreiben lassen. Weil sonst wäre ja mein Risiko, dass ich nach 2-3 Tagen wieder versuche zu arbeiten und dann nochmal krank werde und nen zweiten Karenztag brauche. Was das ganze fürs Büro bedeutet, will ich mir gar nicht vorstellen. Da ist dann richtig freie Bahn für die Infektionswelle.
 
Gehälter zu spät und unregelmäßig
Das ist richtig ätzend, weiß man gar nicht zu schätzen wenn man das nicht kennt. In meiner ersten Firma kam das Gehalt auch öfters mal erst am 2. oder 3. im Monat und dann hatte ich schon die ersten Lastschriften zurückgehen weil so wenig aufm Konto war. Mein jetztiger AG zahlt immer einige Tage vor Monatsende.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Ein besserer Ansatz wäre doch: Wie gebe ich weniger aus?
Da könnten auch Rentner von betroffen sein, daher lassen wir das besser sein.
 
Der unbezahlte erste Karenztag wäre spannend, klar melden sich die Leute weniger krank.
Ich frage mich warum muss es unbedingt der erste sein und nicht der zweite oder dritte? Würde doch auch was bringen.

Thema 1000€
Wäre doch intelligent von einigen Firmen eine anstehende Gehaltserhöhung für ein paar Monate auf einen Schlag zu zahlen und erst dann im Monatstakt.
Dann wäre die gesparte Steuer für den AN ein Gewinn.
 
Das mit den 1.000 € ist halt auch "etwas" Glückssache.

Wenn man schon das Glück hat und nach Tarif bezahlt wird, aber dieses Jahr keine Tarifverhandlungen mehr anstehen, dann wird man das auch nicht bekommen.

Damals haben sie beim Öffentlichen Dienst die 1.000 € Inflationsprämie doch auf Monate aufgeteilt, um die Laufzeit zu strecken. :shot:
 
Alter, nein die Regierung kann das nicht frei entscheiden, das macht der BT.
Also entweder reden wir aneinander vorbei oder du bist auf dem völlig falschen Dampfer.

Wenn der Mindestlohn geändert werden soll in der Höhe, sprich angepasst werden, dann empfiehlt eine Kommission etwas und die Regierung setzt es um oder nicht. Der Bundestag ist hier nirgends involviert...
Ich habe nie von einer gesetzlichen Änderung vom Mindestlohn gesprochen und mit "politisch" ist gemeint, dass es eine (partei)politische Entscheidung sein kann, der Empfehlung der Kommission nicht folge zu leisten.
 
Wenn der Mindestlohn geändert werden soll in der Höhe, sprich angepasst werden, dann empfiehlt eine Kommission etwas und die Regierung setzt es um oder nicht.
Richtig
Aber die Regierung kann nicht einfach eine andere Summe nennen.
Der Bundestag ist hier nirgends involviert...
Falsch, er ist involviert wenn man den Mindestlohn politisch ändern will
MiLoG §1 (2)
Die Höhe des Mindestlohns beträgt ab dem 1. Oktober 2022 brutto 12 Euro je Zeitstunde. Die Höhe des Mindestlohns kann auf Vorschlag einer ständigen Kommission der Tarifpartner (Mindestlohnkommission) durch Rechtsverordnung der Bundesregierung geändert werden.
 
Willst du mich verarschen? Erst schreibst du die Regierung kann es nicht, der BT macht es und jetzt behauptest du es wieder und zitierst eine Quelle heran, in der literally "BundesREGIERUNG" steht....
 
NEIN VERDAMMT! Lies doch mal deine eigene Quelle!
Die Höhe des Mindestlohns kann auf Vorschlag einer ständigen Kommission der Tarifpartner (Mindestlohnkommission) durch Rechtsverordnung der Bundesregierung geändert werden.
Die Bundesregierung kann den Mindestlohn anpassen. Per Verordnung ohne Bundestag. Die Empfehlung der Kommission kann sie folgen oder ignorieren. exakt das steht dort.
 
„Die Höhe kann auf Vorschlag“

Der Vorschlag ist die notwendige Bedingung für die Änderung ohne Vorschlag kann die BuReg keine Rechtsverordnung erlassen.
 
Und wo habe ich behauptet, dass die Regierung ohne Vorschlag agieren kann?

Und mal ehrlich, wenn die Regierung sagt, Wir heben den Mindestlohn zwar an, aber nicht so hoch wie ihr vorschlagt oder gff. wir wollen sogar höher, dann gehst du allen ernstes davon aus, dass die Kommission dann sagt, dann passen wir gar nicht an statt ihren Vorschlag entsprechend anzupassen? Die Regierung hat mittelbaren Einfluss darauf, allein wenn sie nur ablehnen kann.

Darüber wäre eine politische Änderung (politisch hier auch tatsächlich mit politischem Verfahren) außer in der Ausnahme einer Minderheitsregierung maximal durch den Bundesrat zu stoppen. Denn die Regierung stellt (eben außer bei einer Minderheitsregierung) im Bundestag die Mehrheit. Diese formelle Trennung zwischen Regierung und Bundestag ist in der Praxis fast immer irrelevant.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und wo ist dann der Unterschied zwischen Regierung und BT, wenn die Regierung die Mehrheit im BT hat? Dein ganzer Einwurf, dass nicht die Regierung sondern der BT relevant ist, wird damit doch nichtig sofern eine Mehrheitsregierung besteht.
 
Leute kommt, die Diskussion ist doch jetzt echt unnötig. Wenn es nicht gerade ne Minderheitsregierung ist ist sie logischerweise auch meistens Beschlussfähig im BT. Spannender ist meistens sowieso eher der Bundesrat weil da die Länder noch rumkacken mit ihrer Enthaltungsregel wenn man sich mit der Position in der Landeskolaition nicht einig ist.
 
Man könnte ja fast erwarten (da der Staat alle nötigen Infos irgendwo hat) das der Staat einfach allen Arbeitnehmern unter Jahresbruttogehalt XYZ eine 1.000€ Steuerrückzahlung überweist
Da fällt mir ein, dass ich beim Elsterlogin ein paar mal die Erinnerung gesehen habe, dass ich doch eine IBAN an eines der Ämter schicken soll, damit solche Zahlungen direkt geleistet werden können..
Dieses 1k Thema wäre doch genau DER Aufhänger um dieses Thema zu verbreiten und erproben.
 
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