[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

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Das ist auch super. Ich hab während des Doktors ~14.000€ pro Jahr bekommen.
Ja kenne es von ihren Erzählungen. 35 - 70% Stellen. Manche bekommen tatsächlich auch gar nichts und arbeiten nebenher zum Beispiel am Wochenende in der Apotheke (die Pharmazeuten).
 
Ja, 50% Stellen und so auf dem Papier, aber man muss Vollzeit arbeiten. Ausbeutung pur. :d Ich hätte normal auch gar nichts bekommen, hatte Glück da noch was einzufädeln...
 
Ist bei ihr genau so. Arbeitet natürlich auch Vollzeit und ab und an noch am Wochenende im Labor, wenn die Zellen gefüttert werden müssen etc.
 
Dass man mit fast 130k€ noch nicht AT ist, ist wild. Da habt ihr aus AN sicht wohl nen sehr guten TV.
Ja. Bin damit bei uns auch at. Mich würde mal die Branche interessieren wo es so einen vt gibt.
 
Eine 3100 Euro netto Pension ist für eine Person gesehen einfach sehr gut und auch nicht beklagenswert. Nicht, dass du dich beklagst, aber dass du 2 PKV und generell für 2 Leute damit gerade stehen musst, ist zwar blöd, aber trotzdem ist das eine sehr gute Pension. Warum musst du eig für 2 Leute zahlen? Hat deine Frau kein Einkommen oder Rente oder sonstwas?
Meine Frau ist zwar studierte Rechtsanwältin ( Straf- und Familienrecht ) und Notarin. Hatte u.a. im Ministerium gearbeitet. Aber eben in Peru. Hier wurde es nicht anerkannt das war uns klar. Aber sie hatte auch internationales Wirtschaftsrecht zusätzlich studiert zum normalen Jurastudium, aber ein Semester übersprungen. Und das wurde hier nicht anerkannt. Ansonsten hätte sie hier arbeiten können. So wäre nur eine Aushilfstätigkeit übrig geblieben. Nur zum Regale einräumen oder an der Supermarktkasse kann man sie nicht gebrauchen. Sie war zu unsicher und zu langsam. Somit blieb nur Hausfrau über ohne irgendeine staatliche Unterstützung. Sie hat keinerlei Rentenansprüche etc. Gab es in Peru nicht.
 
Verstehe. Das ist natürlich echt blöd. Aber so finde ich es trotz der Pension nachvollziehbar, dass dann natürlich etwas fehlt.
 
Verstehe. Das ist natürlich echt blöd. Aber so finde ich es trotz der Pension nachvollziehbar, dass dann natürlich etwas fehlt.
ja, daher arbeite ich im Minijob zusätzlich am WE an der Tanke ( so zwischen 30 bis 35 Stunden im Monat ) damit man doch etwas Spielraum hat für Anschaffungen bzw. zum ansparen.
 
Man hätte sicher was tun können, um das anerkennen zu lassen. Das es automatisch nicht anerkannt wird ohne irgendwelche Nachweise bzw. Nachprüfungen heißt nicht, dass es generell und überhaupt nicht anerkannt wird.
Man hätte an seinem "Schicksal" durchaus arbeiten können. Das es nicht getan wurde, ist eine persönliche Entscheidung. Aber ich versteh schon, dass der Anreiz bei so einem bequemen Leben nicht besonders hoch ist. ISt halt wie mit dem Eigentum.
 
@AK0511 das was deiner Frau hier passiert, finde ich echt das letzte. Es wird ständig von Fachkräften gesprochen und die wo es sind, dürfen dann ihren Beruf nicht ausüben 🙈
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Man hätte sicher was tun können, um das anerkennen zu lassen. Das es automatisch nicht anerkannt wird ohne irgendwelche Nachweise bzw. Nachprüfungen heißt nicht, dass es generell und überhaupt nicht anerkannt wird.
Man hätte an seinem "Schicksal" durchaus arbeiten können. Das es nicht getan wurde, ist eine persönliche Entscheidung. Aber ich versteh schon, dass der Anreiz bei so einem bequemen Leben nicht besonders hoch ist. ISt halt wie mit dem Eigentum.
So einfach ist das aber nicht. Jura und Co. wird überhaupt nicht anerkannt und es gibt auch keine eine jährige Weiterbildung die das ändert. Und genau das kritisiere ich, dass es eben keine Möglichkeit gibt.

Das natürlich nur das Peruanische Strafrecht nicht ausreicht, ist vollkommen richtig so.
 
Man hätte sicher was tun können, um das anerkennen zu lassen. Das es automatisch nicht anerkannt wird ohne irgendwelche Nachweise bzw. Nachprüfungen heißt nicht, dass es generell und überhaupt nicht anerkannt wird.
Man hätte an seinem "Schicksal" durchaus arbeiten können. Das es nicht getan wurde, ist eine persönliche Entscheidung. Aber ich versteh schon, dass der Anreiz bei so einem bequemen Leben nicht besonders hoch ist. ISt halt wie mit dem Eigentum.
Einzige Möglichkeit wäre gewesen komplett neu zu studieren. Wäre aber auch nicht gegangen da ihre schulische Qualifikation von Peru zum studieren hier in D ebenfalls nicht anerkannt wird/wurde. Somit Arschkarte gezogen. Hätte sie Medizin studiert und als Ärztin gearbeitet wäre es nach Prüfung der Qualifikation gegangen. Sie ist aber keine Ärztin.
 
Einzige Möglichkeit wäre gewesen komplett neu zu studieren. Wäre aber auch nicht gegangen da ihre schulische Qualifikation von Peru zum studieren hier in D ebenfalls nicht anerkannt wird/wurde. Somit Arschkarte gezogen. Hätte sie Medizin studiert und als Ärztin gearbeitet wäre es nach Prüfung der Qualifikation gegangen. Sie ist aber keine Ärztin.

Hat meine Frau gemacht... Sie musste eine Fachsprachprüfung und eine Kenntnisprüfung machen und gefühlt die komplette Medizin neu lernen, weil bei der Prüfung alle Medizingebiete geprüft werden und nicht auf das, worauf man spezialisiert ist. Durchfallquote ist hier in Deutschland auch recht hoch bei beiden Prüfungen. Andere Möglichkeit hatte meine Frau nicht, da ihr Land außer dem Uni Abschluss an den Krankenhäusern nicht ausstellt, weil der Präsidente das dort nicht will. Somit durfte sie fast 3 Jahre lang auf diese Prüfungen hin arbeiten, dabei kam sie bereits mit B2 nach Deutschland, welches sie zuvor 2-3 Jahre lang in ihrem Land lernte. Ist fast wie ein neues Studium machen, also nichtmal so eben nur ne Prüfung machen. :)

Aber wenn sie Jura studiert hat, kann sie dann nicht als Rechtsanwaltgehilfe beim Anwalt arbeiten ? Bzw. in diese Richtung eine Umschulung ? Ist zwar im Vergleich zum Anwalt nicht dergleiche Verdienst, aber immernoch besser als sonst irgendwo Regale einzuräumen, also aus ihrer Sicht.

Somit muss ich Mustis in der Hinsicht schon recht geben.
 
Sehr stabil, was hier einige an Gehalt verdienen! Meine Abrechnung für 2025 hat knapp 90.000 € ergeben, wobei ich fünf Wochen unbezahlt in Elternzeit war.
Ab Januar gibt es jetzt 200 € monatlich mehr (Gehaltsrunden waren nicht so dolle wegen allgemein miesen Aussichten und Unsicherheiten), insgesamt bekomme ich dann 8.000 € brutto. Mein Ziel (sechsstellig verdienen) habe ich damit leider verfehlt, will mich dennoch nicht beklagen.
Auch wenn ich mit dem Gehalt zu den Oberen xx % gehöre, fühle ich mich nicht so. Ich fahre jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit, mache im Januar wieder meine No-Buy-Challenge und schaue jeden Sonntag nach den Angeboten bei Kaufland und Lidl :fresse:
 
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Auch wenn ich mit dem Gehalt zu den Oberen xx % gehöre, fühle ich mich nicht so. Ich fahre jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit, mache im Januar wieder meine No-Buy-Challenge und schaue jeden Sonntag nach den Angeboten bei Kaufland und Lidl :fresse:
So geht es mir auch, auf dem "Papier" gehört man zu den Oberen xx % - davor merke ich nur leider nichts. Aktuell überlege ich mir tatsächlich, ob ich nicht doch noch promoviere.
 
Bei mir standen für 2025 76500€ brutto auf dem Zettel. Leider ca. 6000€ eingebüßt wegen einem Monat Elternzeit.

Dieses Jahr sollte endlich die Höhergruppierung in ERA 12 IGM stattfinden sodass ich dann auf ein Jahresbrutto von ca. 85000€ kommen werde.

Im Vergleich zu manchen hier natürlich Geringverdiener aber bin tatsächlich relativ stolz als Sitzenbleiber und Studienabbrecher doch noch die Kurve bekommen zu haben.
 
Hat meine Frau gemacht... Sie musste eine Fachsprachprüfung und eine Kenntnisprüfung machen und gefühlt die komplette Medizin neu lernen, weil bei der Prüfung alle Medizingebiete geprüft werden und nicht auf das, worauf man spezialisiert ist. Durchfallquote ist hier in Deutschland auch recht hoch bei beiden Prüfungen. Andere Möglichkeit hatte meine Frau nicht, da ihr Land außer dem Uni Abschluss an den Krankenhäusern nicht ausstellt, weil der Präsidente das dort nicht will. Somit durfte sie fast 3 Jahre lang auf diese Prüfungen hin arbeiten, dabei kam sie bereits mit B2 nach Deutschland, welches sie zuvor 2-3 Jahre lang in ihrem Land lernte. Ist fast wie ein neues Studium machen, also nichtmal so eben nur ne Prüfung machen. :)

Aber wenn sie Jura studiert hat, kann sie dann nicht als Rechtsanwaltgehilfe beim Anwalt arbeiten ? Bzw. in diese Richtung eine Umschulung ? Ist zwar im Vergleich zum Anwalt nicht dergleiche Verdienst, aber immernoch besser als sonst irgendwo Regale einzuräumen, also aus ihrer Sicht.

Somit muss ich Mustis in der Hinsicht schon recht geben.
Nein, leider war das nicht möglich. Sie hätte die Ausbildung machen müssen zur ReFa und das war wegen dem Alter nicht machbar. Auch hätte sie mindestens B2 oder besser C1 lernen müssen. Sie hat erst hier in Deutschland ihren A1 und A2 gemacht. Somit gingen die Jahre ins Land und dann mit 47 no Way. Wir sind jetzt beide 63 und mal gucken was noch kommt. Sie ist jetzt erstmal in Peru und betreut den Enkel :-)
 
bin tatsächlich relativ stolz
Dein Gehalt ist mehr als top und du bist zurecht stolz. Man darf auch nicht vergessen, hier ist ein anonymes Forum. Vermutlich gibt es auch mindestens einen, der Geschichten aus dem Paulaner Garten erzählt.
 
Dein Gehalt ist mehr als top und du bist zurecht stolz. Man darf auch nicht vergessen, hier ist ein anonymes Forum. Vermutlich gibt es auch mindestens einen, der Geschichten aus dem Paulaner Garten erzählt.
Das kann durchaus sein. Nur ehrlich gefragt was bringt das ?
 
Hab wieder nen kleinen Sprung gemacht und schimpfe mich jetzt "Planer IT"...

Verheiratet, Stkl. 4, 35h Vertrag (Haupttätigkeit, Nebenerwerb ist da außen vor)
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Ich verdiene knapp 62K Brutto im Jahr und war bis vor 3 Minuten relativ fein damit… :d

Ich bin aber auch 30, ohne Studium und hatte ursprünglich eine Ausbildung im Einzelhandel gemacht.
Relativ zeitnah danach bin ich quer eingestiegen bei einem Telekommunikationskonzern. In 7 Jahren wurde ich zweimal von meinen Vorgesetzten in die nächste Gehaltsgruppe hochgestuft. Innerhalb der Gruppen steigt man jeweils immer 3 Jahre leicht auf. Sprich zum Beispiel 5/2, ein Jahr Später 5/3 bis zu 5/4.

Im Vergleich da wo ich nach der Ausbildung im Einzelhandel übernommen wurde vor 11 Jahren, verdiene ich mittlerweile knapp das Doppelte. Davon mal abgesehen, dass ich mittlerweile deutlich bessere Arbeitszeiten habe und nicht an Samstagen arbeiten muss.

Meine Frau die ich letztes Jahr nach 12 Jahren geheiratet habe, war von Anfang an, an meiner Seite.
Sie wird dieses Jahr mit ihrem Doktor in der Biotechnologie fertig. Sie hat schon einen Job sicher und verdient dann im ersten Jahr direkt knapp 70K Brutto im Jahr. Während ihrem Doktor verdient sie knapp 50% pro Jahr davon. Öffentlicher Dienst und steigt jedes Jahr weiter auf. Dafür hat sie aber auch 9 Jahre in ihr Master und Doktor investiert.

Wir haben keine Kinder und leben zur Miete. Unser gemeinsames Netto reicht dicke aus für ein tolles Leben. Auch jetzt schon.

Endlich mal einer hier der zufrieden ist.
Sind 9 Jahre denn normal für so einen Ausbildungsstand?
 
Molekulare Biotechnologie. Mindestens 3 Jahre bis zum Bachelor.
Dann mindestens 2 Jahre bis zum Master. (Dank Covid nochmal +1, da Stillstand teilweise)
Dann nochmal mindestens 3 Jahre bis zum Doktor.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe auch keine Vergütung bekommen und die Promotion nebenbei gemacht:fresse:
Was ich echt auch hart finde in der Wissenschaft:
Man kann bis zu 9 Jahre immer wieder befristet werden. Entweder man wird dann nach 9 Jahren übernommen oder fliegt raus.
Es nennt sich: Wissenschaftszeitvertragsgesetz :fresse:

Dann vielleicht doch irgendwann in die Industrie statt der Forschung. Bei Bayer und co. kann man mal gut die 150K anstreben. Man hat aber eben nicht die Freiheiten wie in der eigenen Forschung an Universitätskliniken.
@Geforce3M3 ich denke DFG Anträge sind dir dann auch ein Begriff.
 
Molekulare Biotechnologie. Mindestens 3 Jahre bis zum Bachelor.
Dann mindestens 2 Jahre bis zum Master. (Dank Covid nochmal +1, da Stillstand teilweise)
Dann nochmal 3 Jahre bis zum Doktor.
Du schreibst zwei mal "mindestens" und lässt es dann beim Doktor weg. :fresse2: Bei uns Doktor ebenfalls 3 Jahre und man muss pro Jahr ein first-author empirical paper publizieren.
Nun das Problem im dritten Jahr: man bekommt den Doktor nicht wenn das paper fertig ist, sondern wenn es publiziert ist... also reicht man es gegen Ende des 3 Jahres oder so ein und bis das dann durch peer-review durch ist kann es im worst case wieder nen Jahr dauern. Dann dauert der Dr mal eben 4 statt 3 Jahre wegen sowas.

Was ich echt auch hart finde in der Wissenschaft:
Man kann bis zu 9 Jahre immer wieder befristet werden. Entweder man wird dann nach 9 Jahren übernommen oder fliegt raus.
Es nennt sich: Wissenschaftszeitvertragsgesetz :fresse:
Das kann man (etwas) umgehen. Z.B. indem man die Finanzierung für eine eigene Stelle (beispielsweise über die Deutsche Forschungs Gemeinschaft) heranschafft. Dann wird man z.B. 3 Jahre finanziert ohne dass die Uhr dieser 9 Jahre (für die 3 Jahre) tickt. Danach wieder Folgefinanzierung heranschaffen...

Ansonsten gilt: man sollte es in der Zeit eben bis zum Professor schaffen. Wer in der Wissenschaft dauerhaft und lange überleben will muss ohnehin besser Prof werden. Oder man geht alternativ ins Ausland, was in Science ja auch relativ normal ist, da gelten die 9 Jahre dann auch nicht mehr.
 
Ab Ende Januar gibt's 250 netto mehr und im März dann nochmal 5%.
Wird auch Zeit 😄
 
Ja vollkommen richtig, ich baue es mit ein :d
Hab übrigens Kollegen die natürlich mit allen Tricks versuchen diese 9 Jahre auszuhebeln (da geht dann der Mann offiziell in Elternteilzeit und solche Sachen). Ist aber verständlich, wer hat sich diesen Scheiss ausgedacht, war das nicht die FDP? Halt irgendwelche Politiker die gar keine Ahnung von der Arbeit in der Wissenschaft haben und davon welchen Stress, Sorgen, und Probleme man den Leuten mit solchen Gesetzen macht.
 
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