Man hätte sicher was tun können, um das anerkennen zu lassen. Das es automatisch nicht anerkannt wird ohne irgendwelche Nachweise bzw. Nachprüfungen heißt nicht, dass es generell und überhaupt nicht anerkannt wird.
Recht ist halt außerhalb des Landes, wofür man das Recht gelernt hat, allgemein eher schlecht. Außerhalb des Rechts oder der Medizin gibt es auch quasi nichts zu Studierendes (außer der Beamtenlaufbahn), wo man eine "Anerkennung" braucht, um einen Job zu bekommen, der erheblich besser ist, als im Supermarkt Regale einzuräumen (natürlich sind einem mangels Staatsexamen/Prüfungen gerne selbstständige Tätigkeiten verwehrt): da muss man halt a) was können, was der Markt will oder b) sich sehr gut verkaufen. Wenn ich heute auf Linkedin schaue, sind dort ganz, ganz viele Menschen mit "international law (FH)", "tourism economics" und co in Jobs, die sicher 40-50k auszahlen - im Personalbereich im Konzern sicher auch oft Luxx-fähige Gehälter. Klar ist das mit Migrationshintergrund sehr schwer, aber am Ende liegt es nur sehr selten daran, dass das Studium nicht anerkannt wird. Im Fall Jura will man ja i.d.R. auch eher das Staatsexamen anerkennen (das aber halt einfach kein Äquivalent hat) und
wie das Ministerium sagt:
Im Übrigen ist die Ausübung anderer als der eingangs genannten reglementierten juristischen Berufe in Deutschland gesetzlich nicht an den Nachweis einer bestimmten Qualifikation oder Befähigung gebunden. Insbesondere die Tätigkeit bei einer Bank, Versicherung oder einem sonstigen Wirtschaftsunternehmen setzt weder einen in Deutschland erworbenen juristischen Studienabschluss noch das Bestehen der Zweiten Juristischen Staatsprüfung voraus.
Man hätte an seinem "Schicksal" durchaus arbeiten können. Das es nicht getan wurde, ist eine persönliche Entscheidung.
Die "Schicksale", die sich nicht mit der Situation zufrieden gegeben haben, haben halt (Ü30 bis Ü50) nochmal eine Ausbildung gemacht. 2a Hilfsarbeiter (wenn man deutsch kann, kann man das Hochschulstudium zu 95% als Abitur anerkennen lassen), dann hat man einen Basis-Job. Wenn man dann noch motiviert ist, auch einen guten Job. Wenn man halt mit der Haltung "aba isch hab' in frangrich germanistik schtudiert" hier einen tollen Akademiker-Job erwartet (im Übrigen ein echtes Beispiel. Die Person hat sich das Leben iwie mit wechselndem Beischlaf ("polyamor" - kann man dann bei verschiedenen Leuten essen bekommen...) und Gastro-Gelegenheitsjobs finanziert) oder aus einem Beamtenapparat fliehend hier das gleiche nur ohne Fluchtursache erwartet, wird das nix...
dürfen dann ihren Beruf nicht ausüben
der gelernte Beruf war wohl Expertise im peruanischen Recht und Beamtenapparat. Am Ende ist das halt hier nicht nachgefragt.
dass man (fast) nur Kollegen hat die den Job ebenfalls aus voller Überzeugung machen und daher motiviert sind
das halte ich aus meiner Erfahrung mit internationalen Postdocs für recht blauäugig...
Der eine Typ ist jetzt Chemie-Prof und wir hatten neben dem Problem, dass er Doppelbrüche nicht kürzen konnte, auch folgenden Austausch:
Ich: "deine Kristalle scheinen, wenn man den Maßstab im Bild nimmt, einmal fast 6x so groß wie in allen anderen Bildern zu sein. Warum ist das so" - er: "das muss ein Fehler sein" und er ersetzt einfach die Ziffern am Maßstab. Das Paper ist jetzt in einem Chemie-Journal mit IF 25+ und hat 50 Zitationen eingebracht.
Fakt ist: auf einem bestimmten Level/in vmtl. 50-60% der Fälle sind das einfach Leute, die sonst nix können, schön wenn das bei dir anders ist
