[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread


Laut Rechner hab ich dann ab Mai einfach mal 3550€ Netto statt etwa 3230€.

Uff hab ich gar nicht mit gerechnet und ehrlich gesagt ist das in Zeiten in denen der Staat sparen muss vlt nicht so geil.
 
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Keine Sorge, die starken Schultern staemmen das schon Weg :d
Achtung Ironie, kein persoenlicher Angriff!
 
Also im Endeffekt zieht die gesamte Besoldung des öD je dem nach was auf dem Arbeitsmarkt bezahlt wird.
Und da zeigt der Mindestlohn von Scholz halt seine Spuren.

Man müsste auch mal darüber reden, dass man Besoldungen auch kürzen muss, wenn man sich am Arbeitsmarkt orientiert, genau so wie man auch Renten ggf. kürzen muss.
(Abgeordnete haben ihre Bezüge hingegen in der Pandemie schon mal gekürzt)
 
Lasst mich raten, der von der Union groß angekündigte Karenztag würde natürlich eh auch nur für die faulen Arbeitnehmer und nicht für Beamten gelten :d
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Laut Rechner hab ich dann ab Mai einfach mal 3550€ Netto statt etwa 3230€.
Dem Fakt geschuldet, dass beim Bund ja jetzt einiges an Personal gesucht wird ist das vermutlich durchaus sinnvoll investiert.
 
Dem Fakt geschuldet, dass beim Bund ja jetzt einiges an Personal gesucht wird ist das vermutlich durchaus sinnvoll investiert.
bekommt man halt vmtl. auch nur mit Führungsverantwortung oder bei der BW und vmtl. als Beamter. Die Digitalisierung der Verwaltung wird weiter von Accenture geplant, gemanaged und implementiert ;)
 
Klar, aber für den Bereich suchen die ja bestimmt auch Personal. Logisch, dass nicht jeder 3,5 netto bekommt.
 
Dem Fakt geschuldet, dass beim Bund ja jetzt einiges an Personal gesucht wird ist das vermutlich durchaus sinnvoll investiert.
Statt einer echten Wehrpflicht versucht man das Problem mit Geld zu lösen. Ja.
Aber das hat nichts hiermit zu tun, das ist halt dem BVerfG Urteil geschuldet.
bekommt man halt vmtl. auch nur mit Führungsverantwortung oder bei der BW und vmtl. als Beamter.
Jeder bekommt durch dieses Urteil mehr.
 
Extrem gut bezahlte AN ziehen den Median hoch, die Schere bei den AN im Einkommen geht beständig auseinander und nun wird argumentiert, dass dieser verzerrte Median relevant für die Zahlung der BEmaten ist, was die Einkommensschere noch weiter auseinander reißt. Die Ungleichheit wächst stetig weiter.

Wir entwickeln uns wieder zurück. Bald gibts wieder Adel, Bourgeoisie und das Proletariat. Nur diesmal basierend auf Geld allein und nicht Titeln.

PS: All die Punkte, die das Gericht festgestellt als Begründung warum die Besoldung zu niedrig ist, müsste man 1 zu 1 auch für die AN im unteren Bereich der Einkommensverteilung ansetzen. Insbesondere den Punkt "unzureichende Anpassung an die wirtschaftliche Entwicklung".

PPS: Das die Mindestbesoldung bei 80% des Mediangehaltes liegen muss, sorry ey, das ist eine Bevorzugung sondergleichen. Als gäbe es im Beamtentum nicht wirklich nur Jobs, die eine solche Bezahlung rechtfertigen. Das sind mindestens 43.200€ Brutto im Jahr. Weniger darf kein Beamter verdienen. Erklär das mal den ganzen geringverdienern...
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, genau das passiert beim Median eben nicht.
Okay, etwas blöd ausgedrückt. Mathematisch wird der Median nicht hochgezogen. Aber die Ungleichheit wächst. Das kann der Median nämlich nicht darstellen, wie groß der Abstand zwischen den Gruppen ist. Was ich konkret ausdrücken wollte: das Mediangehalt steigt, die Gehälter der unteren Einkommen jedoch nicht bzw. weniger. Die BEsoldung ist aber auf 80% des Mediangehaltes gebunden. Die Mindestbesoldung läuft so den unteren Einkommen davon, selbst dann, wenn die Anforderungen nicht mit wachsen/ gleich sind.
Auch nicht richtig, A3E2 als neuer Einstieg liegt laut Referentenentwurf bei 37k Brutto.
Basierend auf welchen Daten? ICh denke, die Mindestbesoldung muss 80% von Mediangehalt betragen wie man überall liest? Diese lag 2025 laut Destatis bei 54.022€. 80% davon sind ca 43.200€.
 
Man müsste auch mal darüber reden, dass man Besoldungen auch kürzen muss, wenn man sich am Arbeitsmarkt orientiert, genau so wie man auch Renten ggf. kürzen muss.
Das ist immer schwierig. Unabhaengig davon ob das rechtlich moeglich ist oder nicht gewoehnt man sich an das hoehere Einkommen oder steigert seine Ausgabenseite.
Ich sehe das auch nicht als großes Problem ob du nun mit 3300 oder 3500 nach Hause laeufst. Das haste dir schon verdient. Fuer den 'normalen' Beamten wird die Welt ja auch fleißig teurer.

Soll jetzt kein Whatabauttism sein: Wenn man schon ansetzt dann eher bei den langen Verbindlichkeiten. Irgendwelche lebenslangen Renten von Abgeordneten etc...
 
Basierend auf welchen Daten?
Dem Referentenentwurf zur neuen Besoldung
Das ist immer schwierig.
Ja natürlich, aber wenn die Gehälter mal sinken müssen auch Besoldungen, Renten und Diäten sinken sonst klappt das ganze nicht.

Aber wie gesagt unsere viel gescholtenen Abgeordneten haben das bei sich durchgezogen und ihre Bezüge gesenkt.

Und ja diese Gewöhnung gibt es und die ist ein Problem, das ist doch eine Art Vollkaskomentalität.
 
das Mediangehalt steigt, die Gehälter der unteren Einkommen jedoch nicht bzw. weniger.
Ist das überhaupt so? Der Mindestlohn ist die letzten Jahre doch stets stark gestiegen. Ist das Mediangehalt überhaupt im gleichen Maß gestiegen?
Soll jetzt kein Whatabauttism sein: Wenn man schon ansetzt dann eher bei den langen Verbindlichkeiten. Irgendwelche lebenslangen Renten von Abgeordneten etc...
Pension, freie Heilfürsorge, ...
Überall, wo der Staat selbst jedes Solidarmodell aushebelt.
 
Also über das Thema PKV und GLV kann man sicherlich reden, aber wenn man als Staat eigene Ärzte beschäftigt sehe ich nicht, dass Soldaten/Polizisten dann in eine GKV einzahlen sollen.
Bei anderen Staatsdienern sieht das schon anders aus.
 
Sondern dieser Wert:
Inwiefern? Zumal dies offensichtlich ein Nettowert darstellt. Wie sollen daraus Bruttoeinkommen für die diversen Konstellationen abgeleitet werden? Der Medianwert 2025 danach beträgt 28 891 NETTO.

Es ist und bleibt eine Bindung an einen Wert, der nur bedingt steigende Ungleichverteilung darstellen kann. Die Mindestbesoldung wird damit entkoppelt von der tatsächlichen Entwicklung der Lohnverteilung und das zusätzlich zu den ohnehin bestehenden Vorteilen wie der Pension, eigene Krankvorsorge etc. pp.

Zudem fließen so auch zum Beispiel Familienzuschläge mit in die Berechnung des Mindestsolds ein ohne das Beamte "verpflichtet" wären, Kinder zu bekommen. Kinderlose Beamte werden so zusätzlich bevorzugt, da der Mindestsold Kinder mitberücksichtigt, die er dann gar nicht haben muss. Beim Lohn erfolgt das nicht. Der Mindestlohn wird politisch festgelegt und ist nicht an solche Werte gekoppelt.
 
Nein, das ist einmal als Ausnahme so passiert sonst war das die Kommission.
Richtig! Und die ist an welche Werte gesetzlich gebunden? Richtig, keinen. Die gucken sich die Werte an und machen dann einen Vorschlag. Weder basiert dieser Wert auf einen gesetzlich verbindlich festgelegten Richtwert (wie die 80% Median Äquivalenzeinkommen) noch ist die Regierung gesetzlich verpflichtet, diesem zu folgen bzw. überhaupt eine Anhebung vorzunehmen. Der Mindestlohn ist nicht an einen gesetzlich definierten Wert gebunden noch muss die Regierung der Kommission folgen. Und die Kommission besteht aus den Gewerkschaften (also nur einem kleineren Teil der AN), den AG und einem unabhängigen Vorsitzenden. Ganze 7 Leute zusammen...
Lies bitte selbst
Da steht vor allem, dass die Berechnunggrundlage komplett neu ist und bis dahin anders geregelt war. Praktisch, man stellt fest, die Besoldung war zu niedrig, indem man eine neue, bis dato nicht geltende Regel einführt. Warum die Grundsicherung plötzlich als relevante Grenze nicht mehr ausreichen soll.... Genau diese verhindert nämlich das, was ich kritisiere. Ist die Mindestbesoldung daran gebunden, ist die Mindestbesoldung nicht mehr von der Entwicklung der untersten Einkommen abgekoppelt sondern direkt damit verknüpft. Eine wachsende Ungleichheit in den Löhnen spiegelt sich damit unmittelbar in einer wachsenden Ungleich in der Besoldung aus. Beamte wie AN sind an dem Punkt gleich behandelt gewesen. Nun nicht mehr. Eine weitere Entkopplung des Beamtentums (zu Gunsten dieser) von der restlichen arbeitenden Bevölkerung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kinderloser Beamter hier, ich bekomme nach Abzug der 2,8 Prozent, die im Mai 2026 eh fällig gewesen wären, netto vllt. 30-40 Euro mehr im Monat durch die aA. Sehe da jetzt keine große Bevorzugung.

Aber wäre mir egal gewesen, bin zufrieden mit dem was ich bekomme.
 
Der Mindestlohn ist nicht an einen gesetzlich definierten Wert gebunden noch muss die Regierung der Kommission folgen.
Die Regierung beschließt keine Gesetze, das macht der Bundestag.
Politisch gemacht bedeutet, dass ein Wert aus dem Parlament kommt, wenn andere diesen Wert erdenken ist er nicht politisch gemacht wohl aber politisch beschlossen.
Eine weitere Entkopplung des Beamtentums (zu Gunsten dieser) von der restlichen arbeitenden Bevölkerung.
Ein paar hohe Gehälter in der freien Wirtschaft steigern einen Medianwert aber nicht wirklich stark, das macht der Mittelwert. Darum geht es doch.
 
Politisch gemacht bedeutet, dass ein Wert aus dem Parlament kommt, wenn andere diesen Wert erdenken i
So ein quatsch...

Du begreifst irgendwie nicht, dass die Regierung nicht an die Kommission gebunden ist. Das ist ein Empfehlung. Die Regierung ist nicht rechtlich daran gebunden, diesem Vorschlag zu folgen. Sie kann frei entscheiden, ob und wenn wie hoch die den Mindestlohn anpasst. Das ist folglich eine politische Entscheidung. In der Praxis mag der politische Druck hoch sein, der Kommission Folge zu leisten. Eine gesetzliche Pflicht, dies zu tun, herrscht nicht. Im Gegensatz zum Mindestsold
Ein paar hohe Gehälter in der freien Wirtschaft steigern einen Medianwert aber nicht wirklich stark,
Habe ich nie behauptet. Der Median kann jedoch sehr wohl steigen, ohne das die Löhne des unteren Quartils steigen. Der Mindestsold ist jetzt aber am MEdian gekoppelt und wächst dadurch mit, Früher war er an die Grundversorgung und damit direkt an die Lohnentwicklung des unteren Quartils gekoppelt... Er ist somit heute von der Lohnentwicklung der unteren Einkommen entkoppelt. Denn er ist an den Median gekoppelt. 2 verschiedene Dinge...
 
Zusätzlich könnte man auch ein Tempolimit auf den Autobahnen einführen, würde einige Menschen zum Sparen zwingen und wer dagegen ist, kann es sich wohl auch leisten mehr zu bezahlen.
Dieser Argumentation kann ich überhaupt nicht folgen. Da müsste man doch davon ausgehen, das der überwiegende Großteil der betroffenen nur per AB zur Arbeit kommt. Sorry in meinem Bekanntenkreis kenn ich gefühlt niemand der über die AB zur Arbeit fährt, und wenn nur minimalste Strecke ~10-20km max.

Darüber hinaus fahren lt. eigenem Empfinden von den letzten AB Fahrten sowieso mehr als 80-90% max. 130km/h, wenn nicht sogar weniger.

Ist doch wieder in die eigene Tasche gelogen und scheinkalkuliert.
 
seh ich genauso, hört sich so an als würden 90% auf der AB immer alles fahren was geht, ist auch heutzutage einfach nicht mehr möglich.
Meist geht eh nicht viel schneller als 160km/h außer zu Zeiten wo absolut niemand fährt.
 
Das is halt n sehr polarisierendes Thema und bietet viel Gespraechs- und Zuendstoff. Darum kommt der Quatsch auch immer wieder aufn Tisch. Als haette das Limit so nen großen EInfluss auf den Gesamtverbrauch bzw. Co2 Ausstoß.
 
Zumal sich die Argumente überhaupt nicht verändern. Es macht also überhaupt keinen Sinn, das Thema ohne bahnbrechende neue Erkenntnisse immer wieder hochzubringen. Bin heute nacht zwischen 1 und 5Uhr nach Hause gefahren, es war ein absoluter Segen schneller als 130 fahren zu dürfen.
 
Wenn ich ins Büro muss, hab ich 37km (davon 30 auf der AB). Durch die vielen Baustellen kann man eh nicht überall ballern wie man möchte. Und spätestens auf dem Heimweg ist immer vor Köln 3-5 km Stau.
Mit meinem alten Schalter war ich dann immer so mega genervt und gestresst, mit dem Automatik find ich im Stau stehen nicht so wild.
Allgemein fahre ich seit dem Automatik entspannter und auch passiver.
Letztendlich weiß jeder wie man spritsparend fahren kann!

Hatte ein Gespräch mit einem befreundeten Dachtdecker, also er ist Chef und hat 20 Mann und die 1000 Euro bringen da ganz schön doofe Vibes.
Die Mitarbeiter erwarten jetzt das Geld, aber er kann es nicht zahlen und steht dann irgendwie als Buhmann da. Du kannst aber schlecht den ganzen Angestellten die Bücher zeigen damit die das Problem sehen.

Mal schauen wie das ganze weitergeht.
 
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