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Nintendo auf der Gamescom: Viel Mario und Retro

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nintendo-switch Für die Nintendo Switch (Test) geht es so langsam aber sicher in die heiße Phase. Während Erstkäufer anfangs nur „Zelda: Breath of the Wild“ spielen oder mit „1-2-3 Switch“ eine Art Techdemo für teures Geld ausprobieren konnten, wird die Liste der Spiele stetig länger. Jeden Monat will man für die junge Hybrid-Konsole mindestens einen neuen Triple-A-Titel veröffentlichen.

Einige der kommenden Zugpferde konnten wir uns im Rahmen der Gamescom 2017 in Köln schon einmal näher anschauen.

Der wohl wichtigste Titel aus den eigenen Reihen wird in diesem Jahr „Super Mario Odyssey“ werden. Ab Ende Oktober wird Nintendos bekannteste Spielfigur ihren nächsten Auftritt haben. Dann wird Mario zum ersten Mal seine gewohnte Pilzwelt verlassen, um die Hochzeitsfeier zwischen Prinzessin Peach und dem Bösewicht Bowser zu verhindern. Hierfür wird sich der einstige Klempner abermals auf Abenteuer begeben müssen und dabei erstmals eine moderne Großstadt mit riesigen Wolkenkratzern, richtigen Menschen und zahlreichen Fahrzeugen besuchen. Im Laufe des Spiels wird er auch andere Welten, wie beispielsweise das mexikanisch angehauchte Wüstenlevel „Sands Kingdom“ oder die düstere Waldlandschaft „Wodden Kingdom“ erkunden.

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Super Mario Odyssey angespielt

Wir durften während der Gamescom die E3-Fassung ausprobieren, wobei wir uns ausschließlich in das Wüstenlevel stürzten. Dort angekommen kann konnten wir uns wahlweise direkt zu den in der Map markierten Wegpunkt begeben oder aber die liebevoll kreierte Spielwelt erkunden. Wer sich Zeit lässt, kann eine Vielzahl zusätzlicher Münzen, die sich hinter Kakteen, in Kisten oder unter kleinen Steinhaufen verstecken, finden. Wer aufmerksam ist, entdeckt sogar schwer zugängliche Zusatzlevel, in denen er reichhaltig mit Münzen oder gar Monden belohnt wird. Wofür letztere gesammelt werden, konnte man uns leider noch nicht verraten. Vermutlich wird man das Licht der Monde für das Luftschiff benötigen, mit dem Mario von Welt zu Welt reisen wird, um auch in Dunkelweit weite Strecken zurücklegen zu können. In unserem etwa 30 minütigen Gameplay sprangen wir mutig in ein Treibsandloch oder entdeckten auf einem Löwen reitend einen entlegenen, versteckten Eingang am Rande der Stadt in einer alten Ruine.

Dabei stießen wir auf zahlreiche Gumbas, die wir wahlweise per Kopfsprung oder mit Marios neuem Hut erledigen konnten. Auf Knopfdruck schleudert der Held seine Mütze geradlinig nach vorne. Wer den Controller dann noch schnell im Kreis dreht, lässt die Mütze dank Bewegungssteuerung, schnell wenige Sekunden lang um den Protagnonisten kreisen, was ihn vor Gegnern schützt und diese gleichzeitig erledigt.

Das Drehen des Controllers bedarf allerdings etwas Übung, bei uns klappte dies nicht immer auf Anhieb. Die Mütze dient nicht nur als Waffe, sondern kann auch dafür eingesetzt werden, um Gegner und andere Wesen zu kontrollieren. Schleudert Mario seinen Hut gegen einen Kugel-Willi, springt er direkt auf ihn und kann seine Fähigkeiten bis zum leeren Treibstofftank – was in der Regel nur wenige Sekunden dauert – einsetzen. So lassen sich mit dem Kugel-Willi Abgründe überwinden oder andere Gegner außer Gefecht setzen.

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Retro-Look, Retro-Schwierigkeit

Über einen Röhren-Eingang starteten wir ein Minispiel im Retro-Loock, welches an die früheren Teile der Super-Mario-Bros.-Reihe zu Zeiten des Super Nintendos erinnern. Insgesamt kehrt damit hin und wieder nicht nur der Look vergangener Zeiten in „Super Mario Odyssey“ ein, sondern auch der gewohnt hohe Schwierigkeitsgrad vor allem in den ersten Spielminuten. Mario rutscht auf Eisflächen schnell aus, stolpert über kleine Steinhaufen oder rennt übermütig über Schluchten hinweg, ohne sich festzuhalten. Wer hier die Kamera nicht nachjustiert, riskiert schnell Lebensenergie oder gar einen Absturz aus der Spielwelt und muss sich damit gegen mühsam ersammelte Münzen zurück ins Spiel kaufen. Gestartet wird dann jeweils bei der letzten Checkpoint-Fahne, die es im Spiel reichlich gibt.

Grafisch vielversprechend

Grafisch hinterlässt „Super Mario Odyssey“ bei uns gemischte Gefühle. Zwar kann die Detailliebe im Spiel durchaus gefallen, die niedrige 720p-Auflösung und vor allem die etwas flimmernden Objekte am Bildschirmrand trüben aber den Spielspaß. Da wir die E3-Fassung ausprobieren durften, sind wir guter Dinge, dass Nintendo bis zum 27. Oktober noch kräftig nachbessern und die Grafik weiter optimieren wird.

Bei „Minecraft“ schob man die 1080p-Auflösung schließlich auch per Patch nach, die Global-Testfire-Version von „Splatoon 2“ im Januar hatte ebenfalls noch eine 720p-Auflösung, während das finale Spiel in 1080p ausgegeben wird – jeweils im Dockmodus versteht sich. Störende Ruckler konnten wir nicht feststellen. Trotzdem: Mario hat in 3D noch nie so gut ausgesehen wie in „Super Mario Odyssey“. Die Vielseitigkeit des Spiels lässt darüber locker hinwegsehen.

Hasenjagd mit Mario

Zuvor wird es mit „Mario + Rabbids Kingdom Battle“ einen weiteren Titel geben, welcher schon nächste Woche in Zusammenarbeit mit Ubisoft veröffentlicht werden wird. Hier treffen einige Charaktere aus dem Mario-Universum auf die respektlosen und chaotischen Ubisoft-Hasen, die sich teilweise zusammentun, um das Pilz-Königreich vor den hasenartigen Kreaturen mit Tollwut zu befreien.

Das Spiel ist rundenbasiert. Der Spieler muss seine Charaktere zunächst strategisch über das Schlachtfeld bewegen, um sich hinter Mauern zu verschanzen und Gegner zu attackieren. Hierfür kann der Gegner wahlweise per Nahkampf oder aber per Waffenschuss geschwächt oder gar aus dem Spiel geworfen werden. Nützlich: Eigene Charaktere lassen sich als Sprungbrett missbrauchen, womit entlegenere Punkte der Karte erreicht werden können. Ist ein Level geschafft, geht es zurück auf das Spielbrett in dem weitere Münzen, mit denen sich neue Waffen freischalten lassen, gesammelt werden können.

Das Spiel erfordert taktisches Vorgehen, je nach Level ist die Lebensenergie der Gegner beschränkt oder die Zahl derer reduziert. Von Level zu Level wird man nicht nur auf stärkere Widersacher stoßen, sondern auch auf eine größere Anzahl. Auch bei diesem Switch-Titel konnten wir keine störenden Ruckler erkennen, die Auflösung liegt aber auch im Dock-Modus mit 900p ein gutes Stück unter 900p.

„Mario + Rabbids Kingdom Battle“ erscheint am 29. August exklusiv für die Nintendo Switch.

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Skyrim angespielt

Ansonsten konnten wir uns auch ein paar Minuten durch die Welt von „Skyrim“ bewegen, das noch voraussichtlich im Winter für die Nintendo Switch erscheinen wird. Grafisch reicht die Switch-Fassung aufgrund der schwachen Hardware natürlich nicht an die PC-Version heran, von Detailreichtum, Performance und der Weitsicht waren wir jedoch angenehm positiv überrascht. Bei schnellen Kamerabewegungen kommt die Konsole aber schnell ins Schwitzen.

Weitere Titel, die von den Besuchern der Gamescom 2017 in Köln angespielt werden können, sind „Pokémon Tekken DX“, „Fire Emblem Warriors“ und „FIFA 2018“. Hier muss man sich jedoch auf teils lange Schlangen und Wartezeiten von mehreren Stunden einstellen – der Andrang am Stand von Nintendo ist groß.

SNES Classic Mini mit neuen Funktionen

Ein weiteres Highlight, das bereits in unseren Händen landete, ist die Neuauflage der Retro-Konsole Super Nintendo Entertainment System, welche ab Ende September mit 21 vorinstallierten Spieleklassikern in den Läden stehen wird. Anders als beim Nintendo Classic Mini, welches inzwischen eingestellt wurde und nicht mehr zu bekommen ist, sollen Anwärter ihre Konsole aber schnell erhalten. Wer bei der Vorverkaufsaktionen leer ausgegangen ist, soll die Konsole bis mindestens Jahresende noch bestellen und tatsächlich auch geliefert bekommen, so Nintendo im Gespräch mit Hardwareluxx. Aus diesen und anderen Fehlern will man gelernt haben. So sollen die Kabel der SNES Classic Mini deutlich länger ausfallen, ein zweiter Controller wird gleich ab Werk mitgeliefert und muss nicht erst für zusätzliche 10 Euro erworben werden.

Eine weitere Neuerung, ist das Zurückspulen. So lassen sich pro Spieletitel maximal vier Speicherpunkte anlegen, die zurückgespult werden können. Wer beispielsweise mit Mario aus der Welt fällt und damit theoretisch ein Leben verlieren würde, kann das Spielgeschehen um ein paar Sekunden zurückdrehen und seinen Fehler ausbessern. Pro Spiel kann das Geschehen um etwa 30 Sekunden zurückgespult werden.

Wie bei der ersten Classic Mini ist auch der Retro-Filter wieder mit dabei. Neu ist allerdings, dass sich der schwarze Rahmen um das Spiel nun anpassen lässt. Hier stehen eine Vielzahl unterschiedlicher Rahmen zur Auswahl.

PayPal-Bezahlung integriert

Die letzte Neuerung ist eher eine kleine Randnotiz. Ab sofort können Kunden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Nintendo eShop auch per PayPal bezahlen. Die neue Zahlungsmethode steht seit dieser Woche zur Verfügung. Damit könnten Spieler ihren Account nun auch per PayPal aufladen, um damit Software-Downloads für die Nintendo Switch, den Nintendo 3DS oder die Wii U zu kaufen. Bislang wurden ausschließlich eShop-Karten und Kreditkarten akzeptiert.