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Rechenleistung in den Top500 steigt kaum – EPYC und ARM werfen ihre Schatten voraus

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top100Pünktlich zur Supercomputing 19 gibt es eine neue Liste der Top500 der Supercomputer. Große Änderungen gibt es hier nicht, vor allem nicht in den oberen Positionen. Einige Systeme wurden abgeschaltet, andere steigen recht niedrig ein, sind aber nur Prototypen und sollen dann in wenigen Monaten zeigen, was sie zu leisten im Stande sind.

Ein interessanter Neueinsteiger ist der Exascale-Prototyp Fugaku, der mit den A64FX-Prozessoren mit jeweils 48 ARM-Kernen ausgestattet ist. Der Prototyp erreicht bereits 2 PFLOPS, ist mit 16,9 GFlops/Watt jedoch extrem effizient. Hochgerechnet auf den geplanten Ausbau gehört er 2021 zu den schnellsten Supercomputern und verbraucht dabei noch extrem wenig.

Neu sind zahlreiche Systeme AMDs EPYC-Prozessoren aus der 7002-Serie. Aber auch hier reicht es meist nur für einen dreistelligen Listenplatz in den Top500. In der Effizienz sind solche Systeme ebenfalls sehr gut platziert, besitzen in ihrer Ausbaustufe aber zu wenig Rechenleistung, um eine größere Rolle zu spielen.

An der groben Struktur der Top500-Liste tut sich wenig. In China entstehen immer mit Supercomputing-Zentren, doch die schnellsten Systeme stehen in den USA. In Deutschland steigt der Lise Meitner mit 5,4 PFLOPS auf Platz 40 neu sein. Der SuperMUC-NG ist mit 19,5 PFLOPS auf Platz 9 noch immer das schnellste System auf deutschem Boden.

Einmal mehr auffallend: Im Vergleich der Liste im Frühsommer steigt die Gesamtrechenleistung aller Systeme um nur etwa 5 % an. Die Schwankungen in dieser Metrik sind allerdings sehr groß. Doch eine gewisse Delle im Ausbau und der Weiterentwicklung in diesem Bereich ist zu erkennen. Als problematisch darf inzwischen die Messmethode der Top500-Liste bezeichnet werden. Es werden die klassischen Linpack-Werte und ein High-Performance Conjugate Gradient (HPCG) herangezogen. Viele Systeme besitzen aber inzwischen spezielle Beschleuniger, die auf eine geringere Genauigkeit ausgelegt sind.

In den kommenden Jahren soll die ExaFLOPS-Barriere durchbrochen werden. Der Frontier (OLCF-5) wird dabei komplett auf Hardware von AMD setzen. Der AURORA wird Xeon-Prozessoren und Xe-GPUs einsetzen. Zur aktuell stattfindenden Supercomputing 19 hat Intel erste Details zur "Ponte Vecchio"-Xe-GPU verraten.

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