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Neue NAS-Systeme von Synology und QNAP für den Heim- und Büro-Bedarf

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Synology und QNAP haben in dieser Woche neue NAS-Modelle vorgestellt, welche sich an anspruchsvolle Heimanwender, aber auch an Büroanwender richten. Die Synology DiskStation DS418play ist ein 4-Bay-NAS und nimmt damit vier 3,5-Zoll-Festplatten mit SATA-Interface auf. Mithilfe von Adaptern können auch kleinere 2,5-Zoll-Festplatten und -SSD-Laufwerke untergebracht werden. Dank HotSwap-Funktionalität können die Laufwerke im laufenden Betrieb ausgetauscht werden. Unterstützt werden alle gängigen RAID-Modi und natürlich das neue Btfrs-Dateisystem, welches man erst kürzlich einführte und welches ein paar Anforderungen an die restliche Hardware stellt.

Für die nötige Rechenleistung steht ein Intel Celeron J3355 zur Verfügung, dessen zwei Rechenkerne sich mit einem Takt von bis zu 2,5 GHz im Turbo ans Werk machen. Gegenüber dem Vorjahresmodell wurde der Arbeitsspeicher auf 2 GB verdoppelt, lässt sich dank zweier SODIMM-Module theoretisch aber auch händisch auf bis zu 6 GB DDR3L erweitern. Damit kann die Synology DS418play zwei Video-Kanäle gleichzeitig in H.265/264 und in hochauflösendem 4K transkodieren. Der 64-Bit-Prozessor unterstützt die AES-NI-Hardware-Verschlüsselung und verspricht damit trotzdem hohe Datenübertragungsraten von bis zu 226 bzw. 185 MB/s beim Lesen und Schreiben. Diese hohe Performance wird im heimischen Netzwerk auch dank Link-Aggregation über die beiden Gigabit-Ethernet-Schnittstellen realisiert.

Zwei USB-3.0-Schnittstellen für die Einbindung externer Speichermedien oder von Drucker-Systemen sind ebenfalls mit von der Partie. Gekühlt werden Hardware und Festplatten über einen 92-mm-Lüfter, der in drei verschiedenen Betriebsmodi unterschiedlich schnell arbeiten kann. Insgesamt bringt es die Synology DS418play auf Abmessungen von 166 x 199 x 223 mm und stemmt rund 2,23 kg auf die Waage. Vorinstalliert ist bereits der hauseigene DiskStation Manager in Version 6.1.

Die Synology DiskStation DS418play soll ab sofort im Handel erhältlich sein. In unserem Preisvergleich wechselt der neue Netzwerkspeicher ohne Festplatten derzeit für knapp unter 400 Euro seinen Besitzer.

Von QNAP gibt es ebenfalls neue Modelle, die es teilweise mit zwei oder vier Laufwerksschächten gibt. Während das TS-431X2 ausschließlich als 4-Bay-Modell angeboten wird, ist das TS-x31P2 wahlweise als 2- oder 4-Bay-Variante erhältlich.

Beide Produktfamilien werden von einem Quad-Core-Prozessor mit einer Geschwindigkeit von 1,7 GHz angetrieben. Konkret setzt man hier auf den ARM-v7-SoC Alpine AL-314 von AnnapurnaLabs. Dazu gibt es je nach Variante 1, 4 oder gar 8 GB DDR3-RAM sowie jeweils zwei Gigabit-LAN-Ports. Das TS-431X2 bietet darüber hinaus sogar einen 10GbE-SFP+-Port als dritten Ethernet-Port für kleine Unternehmen mit 10-GbE-Netzwerk-Infrastruktur. Beide Serien bieten darüber hinaus jeweils drei USB-3.0-Ports und unterstützen SSD-Caching, um die IOPS-Leistung des Speichervolumens zu steigern.

Preislich werden je nach Modell und RAM-Bestückung zwischen 249 und 630 Euro ausgerufen – auch hier jeweils ohne die Laufwerke. Sie sind teilweise schon in unserem Preisvergleich gelistet.

Sowohl auf neuen NAS-Systemen von QNAP wie auch auf dem von Synology lässt sich ein E-Mail-Server aufsetzen, eine Note-Station für kollaborative Arbeiten einrichten, ein VPN-Server installieren oder ein automatisiertes Backup-System nutzen. Der Zugriff auf die abgelegten Daten ist nicht nur über das Netzwerk möglich, sondern auch von unterwegs aus. Hierfür stellen beide Hersteller eine Vielzahl passender Apps für Smartphones und Tablets zur Verfügung.

Erstes NAS mit Ryzen-CPU

Außerdem hat QNAP in einem Video die TS-x77-Reihe angeteasert – die eigenen Aussagen zufolge erste NAS-Serie mit Ryzen-CPU von AMD. Die Systeme sollen sich mit ihren sechs, acht oder gar zwölf Bay-Schächten vor allem an Unternehmen richten und dank der hohen Leistung eine verbesserte Virtualisierungs-Performance bieten. Neben den Slots für die klassische HDDs sollen die neuen Modelle auch Platz für SSDs und sogar M.2-Laufwerke bieten und zudem die erweiterbare 10-GbE/40-GbE-Konnektivität mit sich bringen. Außerdem werden für ressourcenintensive Videoschnitt- und Wiedergabe-Aufgaben sowie für AR-Bereiche aktuelle Radeon- und GeForce-Grafikkarten unterstützt.

Die neuen QNAP-TS-x77-Modell sollen im Oktober in die Läden kommen.

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Kommentare (3)

#1
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Registriert seit: 21.02.2013

Leutnant zur See
Beiträge: 1158
Das ist keine sehr erfreuliche Entwicklung, die gleichen ollen Kamellen im neuen Gehäuse.

Ich würde mich mal über wirkliche Enthusiastengehäuse freuen: Eine DS1517+ mit einen Pentium G4560 und ECC-RAM, was preislich dann vielleicht 900 - 1000 € kostet. Gibt es da wirklich keinen Bedarf danach?
Klar reicht der (umgelabelte) Atom auch für die meisten Aufgaben, aber wenn es an PLEX geht und nebenbei noch 2 Backups laufen und die Box auch noch Cloud ist Netzwerkshare, wird es schon derbe eng. Und ECC wäre gerade für Geschäftskunden ein sinniges Feature, aber ECC wird ja erst bei Kisten ab 2,500 € angeboten, die dann ausschließlich Rackmount sind. Warum sowas nicht mal für den Kleinunternehmer, der seine geschäftsrelevanten Daten da sicher und performant verwahren kann, fänd ich mal wirklich super.
Die bekannten Server à la T20 und Gen8 sind hier ja nicht für jeden eine wirkliche Alternative, weil dort halt die Einfachheit der Einrichtung und Wartung ziemlich verloren geht, da die Administration einfach ein anderes Know-How voraussetzt.
#2
Registriert seit: 26.05.2006
Bern (CH)
Leutnant zur See
Beiträge: 1043
Zitat EveryDayISeeMyDream;25845312
Das ist keine sehr erfreuliche Entwicklung, die gleichen ollen Kamellen im neuen Gehäuse.

Ich würde mich mal über wirkliche Enthusiastengehäuse freuen: Eine DS1517+ mit einen Pentium G4560 und ECC-RAM, was preislich dann vielleicht 900 - 1000 € kostet. Gibt es da wirklich keinen Bedarf danach?
Klar reicht der (umgelabelte) Atom auch für die meisten Aufgaben, aber wenn es an PLEX geht und nebenbei noch 2 Backups laufen und die Box auch noch Cloud ist Netzwerkshare, wird es schon derbe eng. Und ECC wäre gerade für Geschäftskunden ein sinniges Feature, aber ECC wird ja erst bei Kisten ab 2,500 € angeboten, die dann ausschließlich Rackmount sind. Warum sowas nicht mal für den Kleinunternehmer, der seine geschäftsrelevanten Daten da sicher und performant verwahren kann, fänd ich mal wirklich super.
Die bekannten Server à la T20 und Gen8 sind hier ja nicht für jeden eine wirkliche Alternative, weil dort halt die Einfachheit der Einrichtung und Wartung ziemlich verloren geht, da die Administration einfach ein anderes Know-How voraussetzt.


IMHO:
Absolut, ich würde mich sogar über einen langsam (ca. 2.0 GHz) taktende 6-8 CPU freuen,
da ich die Leistung für Plex gebrauchen könnt, hätte da 2-3 Kollegen die das bräuchten.
Auch ein Zeitgemässes Dateisystem (BTRFS mit allen Features) wären cool,
am besten wäre aber ZFS.
#3
Registriert seit: 11.10.2009

Bootsmann
Beiträge: 543
Ich hatte zum Ende des Jahres über die DS416play nachgedacht, aber ich sehe hier kaum einen großen Unterschied zur 418 außer 1 GB Ram mehr und die paar 0,x GHz und dafür dann 100 € mehr?
Gibt es denn hier noch einen anderen großen Unterschied den ich nicht auf Anhieb sehe?
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