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Valve hat eine neue FAQ zu seinen angekündigten Steam-Hardware-Produkten veröffentlicht und dabei nicht nur weitere technische Details zur Steam Machine genannt, sondern auch auf die angespannte Lage am Speicher‑ und SSD‑Markt hingewiesen. Die Speicherkrise sorge dafür, dass Valve den ursprünglich angepeilten Zeitplan und die anvisierten Preise derzeit nicht wird halten können.
Zur Erinnerung: Die Steam Machine wurde gemeinsam mit dem VR-Headset Steam Frame und dem Steam Controller im November vorgestellt und sollte ursprünglich Anfang 2026 erscheinen. In der neuen FAQ schreibt Valve, man habe eigentlich bis jetzt konkrete Preise und Launch‑Termine nennen wollen. Die seitdem deutlich verschärften Engpässe bei RAM und Flash‑Speicher hätten jedoch dazu geführt, dass man sowohl den exakten Lieferzeitpunkt als auch die Kalkulation – insbesondere bei Steam Machine und Steam Frame – neu bewerten müsse. Statt eines Launches von Anfang 2026 spricht man jetzt nur noch von einem Release im Verlauf der ersten Jahreshälfte 2026.
Auch wenn es weiterhin keine offiziellen Preise gibt, hatten Valve‑Mitarbeiter die Steam Machine schon zuvor eher in der Nähe eines PC‑Systems als in klassischer Konsolenregion verortet. Man peile grob den Bereich dessen an, was ein selbstgebauter PC mit vergleichbarer Leistung koste – subventionierte Preise wie bei PlayStation oder Xbox seien nicht das Ziel. In ersten Einschätzungen wurde für das Einstiegsmodell mit 512‑GB‑SSD ein Preisbereich von etwa 700 bis 800 Euro gehandelt – eine Spanne, die angesichts der aktuellen Speicherpreise kaum zu halten sein dürfte.
Die FAQ geht außerdem auf mehrere technische Eckdaten der Steam Machine ein: Herzstück ist ein angepasster Custom-SoC von AMD. Dieser soll sechs Zen-4-Kerne mit einem Takt von bis zu 4,8 GHz bieten und zusammen mit der integrierten Grafikeinheit auf eine TDP von 140 W kommen. Die Grafiklösung soll 28 Compute-Units auf Basis der RDNA-3-Architektur umfassen, sich mit einem Takt von maximal 2,45 GHz ans Werk machen und sogar über einen eigenen 8 GB großen GDDR6-Videospeicher verfügen. Es dürfte ein Navi-33-Chip sein, wie er auch für die Radeon RX 7600 (Test) zum Einsatz kommt. Valve verspricht 4K-Gaming bei 60FPS, was allerdings nur mit der Upscaling-Technik FSR erreicht werden dürfte. Am Ende könnte sich die Hardware eher für 1080p eignen. Aktuell arbeite man noch an Verbesserungen für das Upscaling, die Ray-Tracing-Performance und die Treiber.
Beim Arbeitsspeicher setzt Valve auf 16 GB DDR5‑RAM in Form von SO‑DIMMs, die laut FAQ grundsätzlich vom Nutzer ausgetauscht werden können, auch wenn der Zugriff nicht ganz so komfortabel wie bei einem klassischen Desktop-PC ausfallen dürfte. Für Massenspeicher sind Varianten mit 512 GB bis 2 TB vorgesehen, unterstützt werden M.2‑Module im 2230‑ und 2280‑Format. Zusätzlich gibt es einen microSD‑Slot zur Speichererweiterung.
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Das Gehäuse der Steam Machine fällt mit Abmessungen von rund 152 x 156 x 162 mm vergleichsweise kompakt aus und bringt rund 2,6 kg auf die Waage. Ein internes Netzteil ist direkt im Chassis verbaut, die Kühlung erfolgt über ein ausgeklügeltes Kühlsystem mit mehreren Heatpipes und einem großen Lamellenkühler, der CPU, GPU und Netzteil einbindet. Valve spricht von einem Fokus auf niedrige Lautstärke im Wohnzimmerbetrieb.
Die Steam Machine setzt wie die Steam-Deck‑Handhelds auf SteamOS als Betriebssystem und ist als PC‑Konsole für den Fernseher konzipiert. In der FAQ kündigt Valve zudem an, CAD‑Daten und weitere Spezifikationen der Frontblenden zur Verfügung zu stellen, damit Partner und Community eigene Faceplates und Zubehör entwickeln können. Damit setzt das Unternehmen seinen Ansatz fort, Hardware stärker für Modding und Reparaturen zu öffnen.
Trotz der aktuellen Unsicherheiten beim Launch hält Valve an dem Ziel fest, Steam Machine, Steam Frame und Steam Controller im Laufe der ersten Jahreshälfte 2026 auf den Markt zu bringen. Konkrete Preise und ein exaktes Datum will das Unternehmen "so bald wie möglich" nachreichen, sobald sich die Lage am Speicher‑ und SSD‑Markt etwas klarer abzeichnet.