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Noch hat Valve keine offiziellen Angaben zu den Kosten der neuen Steam Machine gemacht, doch erste Hinweise aus dem Quellcode zweier europäischer Händler liefern nun eine grobe Orientierung, wo die Reise hingehen könnte. Demnach dürfte sich die neue Hardware preislich klar an klassischen PCs und weniger an subventionierten Spielkonsolen orientieren. Die kolportierten Beträge liegen sogar deutlich über dem Niveau aktueller Konsolenmodelle und könnten Valves Ansatz unterstreichen, die Hardware ohne künstliche Preisstützung auf den Markt zu bringen.
Die entdeckten Preisangaben stammen aus den Backend-Daten der tschechischen Onlinehändler Alza und Smarty. Dort tauchten Listungen für zwei Varianten der Steam Machine auf, die sich vor allem durch ihre Speicherausstattung unterscheiden. Das Basismodell mit 512 GB internem Speicher wurde bei Smarty mit umgerechnet rund 815 Euro geführt. Für die Ausführung mit 2 TB lag der Preis bei etwa 920 Euro. Bei Alza fielen die Angaben teilweise sogar noch höher aus und überschritten in einzelnen Fällen die Marke von 1.000 Euro. Auch wenn es sich um frühe, nicht offiziell bestätigte Listungen handelt, deuten sie auf eine klare Preispositionierung im oberen Segment hin.
Die Preisangaben wurden unabhängig voneinander in den Systemen der zwei Händler entdeckt, was dem Leak zusätzliche Glaubwürdigkeit verleiht. In sozialen Netzwerken reagieren viele Nutzer indes skeptisch und ziehen bereits Vergleiche zum ersten Steam-Machine-Anlauf im Jahr 2015. Schon damals scheiterte das Konzept unter anderem an hohen Preisen und einer fehlenden Abgrenzung zu klassischen Konsolen, die durch Subventionierung günstiger angeboten werden konnten.
Ein Blick auf die wirtschaftlichen Details zeigt, dass Händler offenbar mit einer Marge von rund 17 Prozent kalkulieren. Rechnet man diesen Aufschlag heraus, ergäben sich mutmaßliche Herstellerpreise von etwa 700 Euro für das Einstiegsmodell und rund 780 Euro für die größere Variante. Auch diese Werte deuten darauf hin, dass Valve keine Verluste beim Hardwareverkauf einplant. Zudem entspricht die Strategie auch Aussagen aus dem Unternehmen, wonach sich die Preisgestaltung an den realen Kosten des PC-Marktes orientieren soll.
Zusätzlich könnte die angespannte Lage auf dem globalen Markt für Speicherchips die Preise weiter beeinflussen. Branchenvertreter warnen bereits vor einer anhaltenden Knappheit bei RAM-Modulen, die insbesondere im Jahr 2026 zu steigenden Kosten für Unterhaltungselektronik führen dürfte.