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NVIDIA stellt zur CES eine Weiterentwicklung von DLSS und Multi Frame Generation vor. Zusammen mit der Blackwell-Architektur bzw. der GeForce-RTX-50-Serie wechselte NVIDIA für das Upscaling in DLSS, Ray Reconstruction und auch die Frame-Generierung auf ein neues KI-Modell namens Transformer. Das Transformer-Modell nutzt dabei doppelt so viele Parameter wie das vorherige CNN-Modell und bietet damit eine wesentlich bessere Darstellungsqualität, was wir den Tests vor rund 12 Monaten auch darstellen konnten.
DLSS 4.5 wird heute nicht nur vorgestellt, sondern ist ab heute auch bereits verfügbar. NVIDIA bringt hier eine zweite Generation der Transformer-Modelle zum Einsatz. Diese wurden auf Basis verbesserter Daten trainiert, sollen eigene Darstellungsfehler besser erkennen können, ziehen aber auch einen erhöhten Rechenaufwand aufseiten des Trainings nach sich.
Damit dieser Aufwand bei der Ausführung, sprich im Prozess des Upsampling, der Rekonstruktion von Details und der Generierung von Frames keine höhere Rechenleistung erfordert, verwendet NVIDIA auf FP8-angepasste Modelle, die auf der eigenen Hardware optimiert ausgeführt werden können.
Die höhere Bildqualität soll sich in mehr Details, einer verbesserten temporalen Stabilität (weniger Ghosting) und schärferen Kanten durch ein besseres Anti-Aliasing zeigen.
In der optimierten NVFP8-Fassung wird DLSS 4 und DLSS 4.5 auf den GeForce-Karten auf Basis von Blackwell und Ada Lovelace laufen. Grundsätzlich sind aber alle GeForce-RTX-Serien in der Lage DLSS 4 bzw. DLSS 4.5 auszuführen. Für die GeForce-RTX-20- und GeForce-RTX-30-Serie ist somit mit einem kleinen Leistungsnachteil zu rechnen. Diesen kennen wir in der Form aber bereits von DLSS 4.
MFG 6x und Dynamic Multi Frame Generation
Daneben wird es mit DLSS 4.5 zwei neue Modi für Multi Frame Generation geben. Bisher ist auf den GeForce-RTX-50-Karten ein MFG 4x möglich, bei dem auf einen gerenderten Frame drei per KI generierte Frames folgen. Nun neu ist ein MFG 6x. Hier werden entsprechend fünf Frames per KI erzeugt.
Ebenfalls neu ist das Dynamic Multi Frame Generation. Dabei werden so viele Frames erstellt, wie dies eben notwendig ist, damit die Bildwiederholrate des Monitors erreicht wird. Entsprechend wird auch das Frame-Pacing angepasst, was für flüssige FPS sorgen soll.
MFG 6x wird als Möglichkeit beworben, selbst bei einer 4K-Auflösung und bei den maximalen Qualitätseinstellungen oder Path Tracing noch auf ausreichende FPS zu kommen. 4K@240 sind hier etwa eine Zielvorgabe seitens NVIDIA.
| DLSS Multi Frame Generation | Ja (bis zu 6x) | Nein | Nein | Nein |
|---|---|---|---|---|
| DLSS Dynamic Multi Frame Generation | Ja (bis zu 6x) | Nein | Nein | Nein |
| DLSS Frame Generation (verbessert) | Ja (bis zu 6x) | Ja (bis zu 2x) | Nein | Nein |
| DLSS Ray Reconstruction (verbessert) | Ja | Ja | Ja | Ja |
| DLSS Super Resolution (verbessert) | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Unterstützung von NVFP8 | Ja | Ja | Nein | Nein |
| DLAA (verbessert) | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Reflex 2 | Ja | Ja (*1) | Ja (*1) | Ja (*1) |
| *1: Reflex 2 wird anfangs nur für Grafikkarten der RTX-50-Serie verfügbar sein. Zu einem späteren Zeitpunkt dann für alle RTX-Grafikkarten. | ||||
DLSS 4.5, Transformer-Modell und MFG in der NVIDIA App
DLSS 4.5 kann per Override in der NVIDIA-App ausgewählt werden. Hier kann zukünftig also zwischen CNN sowie Transformer der ersten und zweiten Generation ausgewählt werden. Dies gilt auch für die MFG-Modi. Im Falle von Dynamic Multi Frame Generation können die Ziel-FPS in Form der maximalen Bildwiederholungsrate des Monitors oder manuell festgelegt werden.
Während DLSS 4.5 in seiner verbesserten Version bereits ab sofort verfügbar ist, werden das MFG 6x und Dynamic Multi Frame Generation im Frühjahr folgen.