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Intel Optane Memory H10: Optane plus QLC-3D-NAND auf M.2

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intel-optane-memory-h10Bereits im Januar kündigte Intel den Optane Memory H10 für das erste Quartal 2019 an. Heute nun erfolgt die offizielle Vorstellung mit darauf folgender Verfügbarkeit sowie den technischen Daten zu den M.2-Modulen, die Intels Optane Memory und den eigenen QLC-3D-NAND kombinieren.

Der Optane Memory H10 ist das fehlende Verbindungsglied zwischen den reinen Caching-Modulen auf Basis von Optane Memory, die bereits vor fast zwei Jahren vorgestellt wurden. Mit der SSD 660p hat Intel SSDs mit QLC-NAND auf den Markt gebracht, die wir auch schon getestet haben. Auch Samsungs SSD 860 QVO setzt auf den Speicher mit der höchsten Speicherdichte, der allerdings noch einige Schwachpunkte hat. Über kurz oder lang wird QLC-NAND größere Marktanteile in vielen Bereichen gewinnen.

Auf dem M.2-Modul (M.2 2280 Single Sided – 2280-S3-M) sitzt direkt am Anschluss der NAND-Controller samt QLC-3D-NAND-Speicher. Die zweite Hälfte des Moduls ist für den Optane-Memory-Controller sowie das dazugehörige Speichermodul vorgesehen. Als Interface werden vier PCI-Express-3.0-Lanes mit NVMe-Unterstützung verwendet.

Es wird drei Varianten des Optane Memory H10 geben:

  • 16 GB Optane Memory + 256 GB QLC 3D NAND
  • 32 GB Optane Memory + 512 GB QLC 3D NAND
  • 32 GB Optane Memory + 1 TB QLC 3D NAND

Intel gibt eine Lebensdauer von 300 TBW für das größte Modell an. Die sequentielle Lese- und Schreibraten werden mit 2.400 bzw. 1.800 MB/s angegeben. Die 4 KB Random Read/Writes (QD1) gibt Intel mit 32K/30K IOPs bzw. 4 KB Random Read/Writes (QD2) mit 55K/55K IOPs an.

Um die Leistung des Optane Memory H10 besser einordnen zu können, vergleichen wir das Modul mit anderen Speichervarianten:

Gegenüberstellung der SSDs

Optane Memory M10 Optane Memory H10Optane SSD 800P Optane SSD 900P/905P 
TBW365 300365693
seq. Schreiben 290 MB/s 1.800 MB/s640 MB/s2.200 MB/s
seq. Lesen
1.200 MB/s 2.400 MB/s1.450 MB/s2.600 MB/s
4K R/W (QD1) 240K / 65K 32K / 30K250K / 145K575K / 550K
4K R/W (QD2) 240K / 65K 55K / 55K250K / 145K575K / 550K
Latenzen 7 / 18 µs -7 / 18 µs10 / 10 µs

Der Optane Memory H10 ist hinsichtlich der Schreibe- und Leserate mit den reinen Optane-SSDs beinahe gleichauf bzw. schneller als die Optane SSD 800P. Eine Optane SSD 900P/905P ist in diesem Punkt aber weiterhin schneller. Etwas erstaunlich sind die niedrigen Werte für die IOPs. Zu den Latenzen des Optane Memory H10 macht Intel keinerlei Angaben.

Das Einsatzgebiet der Optane Memory H10 dürften weniger der Desktops, als viel mehr kompakte Notebooks und 2-in-1-Geräte sein. Die Kombination aus QLC-3D-NAND und dem Optane-Speicher bietet sich aus Platzgründen hier besonders an. Auch auf dem Desktop können bestimmte Optane-Speichermodule für eine Beschleunigung sorgen, eine schnelle SSD ist noch immer die bessere Wahl.

Derzeit kennen wir noch keine Preise zu den drei Varianten der Optane-Memory-H10-SSD. Auch die Verfügbarkeit ist noch nicht bekannt. Vermutlich wird es die Hybrid-SSD auch nicht im Einzelhandel geben und Intel verkauft sie nur an die OEM-Partner.

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Kommentare (2)

#1
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Korvettenkapitän
Beiträge: 2449
Die entscheidende Angabe fehlt - die Leistungsaufnahme. Bei dem 16GB M.2 Modul liegt diese bei 5 Watt und es gibt keinen vernünftigen Idle Modus. Für Notebooks eigentlich ein no-go. Wenn Intel das in den Griff bekommen hat und nun das gesamte Paket bei deutlich <1 watt im idle liegt (dieses "deep sleep" bedeutet doch, dass das gerät deaktiviert wird, oder?), wäre die erste sinnvolle nutzung von xpoint für endkunden.

Ein kleiner Fehler im Artikel: ihr habt oben im Text die Schreib- und Leseraten vertauscht ("Schreib- und Leseraten werden mit 2.400 bzw. 1.800 MB/s angegeben").
#2
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Exil
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Naja. Eine richtige Hardwarelösung mit zwei gemischten Speichermodulen an einem Controller hätte ich interessanter gefunden, wäre bestimmt auch performanter.

So sind das einfach nur zwei SSDs auf einer Platine und das übliche Software Caching, also eine reine Maßnahme zum Platz sparen.
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