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90 Hz und 8 GB RAM: ASUS will Gamer mit dem ROG Phone ansprechen (Update)

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Mit dem Start von PUBG Mobile ist das Spielen auf dem Smartphone wieder in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Zwar gab es in den vergangenen Jahren mehrfach den Versuch, Gaming und Handy zu kombinieren, wirklich ausgereift waren die Ansätze nicht. Das änderte sich teilweise mit dem Razer Phone, das nun Konkurrenz bekommt. Denn mit dem ROG Phone will ASUS die gleiche Zielgruppe ansprechen.

Allerdings geht ASUS ein gutes Stück weiter und konzipiert das ROG Phone nicht als Insellösung, sondern will das Smartphone von Anfang an dank Zubehör in den Gaming-Alltag einbinden. So ist ein passender Aufsteck-Controller ebenso geplant wie das TwinDock-View, das das ROG Phone nicht nur um einen Controller, sondern auch um einen zweiten Bildschirm und zweiten Akku erweitert. Hinzu kommt das Desktop-Dock, das eine Verbindung zwischen Smartphone und Desktop-PC erlaubt. In diesem Modus lassen sich wichtige Systemparameter überwachen und teilweise steuern - darunter das ASUS-eigene Beleuchtungssystem Aura. Zudem bietet das Dock unter anderem USB-, Ethernet- und HDMI-Ports.

Zum ROG Phone selbst gibt es zunächst nur wenige technische Daten. Angetrieben wird es von Qualcomms Snapdragon 845, den man nach eigenen Angaben auf 2,96 GHz getrieben hat; bislang wurde der Maximaltakt des SoCs auf 2,8 GHz beziffert. Grund für das höhere Tempo dürfte das „GameCool 3D Vapor Chamber" getaufte Kühlsystem sein - letztlich eine Kühlung auf Basis von mit Flüssigkeit gefüllten Heatpipes. Vergleichbare arbeitende Systeme kommen bereits seit rund zwei Jahren zum Einsatz, dürften dabei aber bislang nicht derartige Kühlleistungen erreicht haben. Reicht das integrierte System nicht aus, kann zum AeroActive-Kühler gegriffen werden. Dabei handelt es sich um einen aufsteckbaren Lüfter, zu dem es aber keine weiteren Details gibt.

Aber auch an anderer Stelle wirbt ASUS mit Zahlen. So bietet der Arbeitsspeicher gleich eine Kapazität von 8 GB, das Display soll eine Bildwiederholrate von 90 Hz sowie eine Reaktionszeit von nur 1 ms bieten. Die Anzeige betreffend verrät man lediglich noch, dass es sich um eine Diagonale von 6 Zoll und ein HDR-taugliches AMOLED-Panel handelt. Eine Notch gibt es nicht, dafür aber noch vorne ausgerichtete Lautsprecher.

Auf der Rückseite bietet das ROG Phone eine Dual-Kamera-Lösung, zu der es bislang keinerlei Angaben gibt. Am unteren Rand stehen ein USB-Typ-C-Port sowie eine Audio-Buchse zur Verfügung, hinzu kommt ein proprietärer Anschluss am linken Rand. Über diesen nimmt das Smartphone Verbindung zu den Docking-Lösungen sowie zum TwinDock-View auf.

Optisch ist das ROG Phone ganz im Stil des Gaming-Labels gehalten. So fällt das Design eher aggressiv aus, es dominieren zudem dunkle Farben. Eyecatcher sind das ROG-Label auf der Rückseite sowie kupferfarbene Elemente auf Vorder- und Rückseite. Im Rahmen sind zwei ultraschallgestützte, AirTrigger getaufte virtuelle Tasten integriert, die der Nutzer frei belegen kann. Das erinnert an HTCs Edge Sense.

Ausgeliefert wird das Smartphone mit einer nicht genannten Android-Version sowie der ASUS-eigenen Benutzeroberfläche. Ab wann und zu welchem Preis das ROG Phone angeboten wird, wurde bislang noch nicht verraten.

Update

Im Gespräch hat ASUS einige wenige weitere Details verraten. So wird der hohe CPU-Takt beim Snapdragon 845 durch eine Selektierung der Chips erreicht, der Takt selbst wird bereits von Qualcomm angehoben.

Als einen möglichen Erfolgsgaranten betrachtet man das Ökosystem, zu dem neben dem bereits erwähnten Zubehör auch ein Wireless-Adapter gehört, der im 60-GHz-Band arbeitet und entsprechend geringer Latenzen aufweisen soll. Für kontroverse Diskussionen dürfte die Möglichkeit sorgen, Android-Spiele über das Desktop-Dock mit Tastatur und Maus zu spielen. Gerade in Multiplayer-Titeln kann man sich so einen Vorteil verschaffen. Unklar bleibt jedoch, wann genau das ROG Phone in den Handel kommt. ASUS spricht vorerst grob vom dritten Quartal.