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Lenovo Explorer: Ein Mixed-Reality-Headset ab 350 US-Dollar

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Mit der Veröffentlichung des Fall-Creators-Updates für Windows 10 wird Microsoft die AR- und VR-Funktionen seines Betriebssystems ausbauen. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, zusammen mit Partnern im Laufe der nächsten Monate eigene, sogenannte Mixed-Reality-Headsets auf den Markt zu bringen. Auf der IFA 2017 hat mit Lenovo nun ein erster Hersteller ein entsprechendes Gerät vorgestellt.

Das Lenovo Explorer soll im Oktober zu einem Preis ab etwa 350 US-Dollar in die Läden kommen. Außerdem wird man eine Variante inklusive zweier Motion-Controller anbieten, die dann für etwa 450 US-Dollar ihren Besitzer wechseln sollen. Technisch besitzt das Headset zwei integrierte Bildschirme, die jeweils mit 1.440 x 1.440 Bildpunkten auflösen. Während die HTC Vive beispielsweise auf ein Laser-Tracking über zwei externe Sensoren setzt, bestimmt das Lenovo-Headset seine Position und Ausrichtung über zwei 6DoF-Kameras, die sich direkt hinter den Bildschirmen auf der Vorderseite des Headsets befinden.

Angeschlossen an den PC wird das Headset über HDMI und USB. Einen besonders leistungsfähigen Spielerechner bedarf es dafür nur bedingt. Lenovo spricht mindestens von einem Intel-Core-i3-Prozessor samt einer integrierten Intel HD Graphics 620. Dann können die VR-Inhalte allerdings nur in 60 Hz ausgegeben werden. Für 90 Hz muss es mindestens ein Core-i5-Prozessor mit einer NVIDIA GeForce GTX 965M oder Radeon RX 460M oder einer entsprechenden Desktop-Grafikkarte sein. Beim Arbeitsspeicher sollten stets mindestens 8 GB vorhanden sein.

Das Lenovo Explorer ermöglicht unter anderem einen virtuellen Home-Office-Arbeitsplatz, über den der Anwender Zugriff auf Microsoft Office und den Browser erhält, oder aber Videos in 360 Grad anschauen kann. VR-Spiele sollen sich über UWP-Apps oder gar Steam VR ebenfalls spielen lassen. Dann bedarf es aber sicherlich einer deutlich leistungsfähigeren Hardware. Bei den beiden Motion-Controllern beschränkt sich Lenovo auf die Referenzmodelle von Microsoft. Sie erlauben bis zu sechs Freiheitsgrade und funktionieren nur dann gut, wenn sie von den beiden Kameras im Headset gesehen werden. Wie gut das in der Praxis funktioniert, müssen erste Tests zeigen.

Eines aber steht fest: Im Vergleich zur HTC Vive, die derzeit noch immer für rund 770 Euro ihren Besitzer wechselt, sind die Mixed-Reality-Headsets deutlich preisgünstiger.