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Langsameres Wachstum: Spotify zählt rund 191 Millionen aktive Nutzer

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spotifyDer schwedische Musikstreaming-Dienst Spotify bekommt Apples Marktmacht langsam zu spüren. Das Wachstum erreichte im letzten Quartal nur noch ein Plus von vier Millionen Nutzern und ist damit absolut gesehen im Jahresvergleich deutlich zusammenschrumpft. Eine Überraschung gibt es am Ende aber dennoch: Die operativen Verluste konnten spürbar reduziert werden.

Während Spotify im zweiten Quartal 2018 noch acht Millionen zahlende Kunden hinzugewinnen konnte, waren es im Zeitraum von Juli bis September absolut gesehen nur noch vier Millionen neue Premium-Kunden. Das sind im Jahresvergleich zwar 40 % mehr, gegenüber dem Vorquartal fällt das Plus mit etwa 5 % jedoch nicht mehr ganz so groß aus. Insgesamt zählen die Schweden 87 Millionen Premium-Nutzer, die für die Dienste des Musikstreamers etwa 10 Euro im Monat bezahlen. Die Zahl der werbefinanzierten Nutzer kletterte binnen eines Jahres um 20 % auf 109 Millionen Nutzer. Insgesamt zählte der Dienst im September rund 191 Millionen aktive Nutzer weltweit, womit Spotify zwar noch ein gutes Wachstum erzielt, dieses jedoch leicht rückläufig ist.

Insgesamt setzte die Plattform im dritten Quartal 2018 1,352 Milliarden Euro um, die Erlöse kletterten im Jahresvergleich um 31 % und lagen damit über den Erwartungen der Analysten, die von rund 1,35 Milliarden Euro ausgegangen waren. Die größten Umsätze erzielt Spotify über seine Premium-Nutzer, die für rund 1,21 Milliarden Euro verantwortlich waren, während die werbefinanzierten Nutzer gerade einmal rund 142 Millionen Euro in die Kassen spülten. Das Premium-Geschäft ist für den Dienst klar das profitablere, immerhin konnte der Konzern nach zuletzt rückläufigen Zahlen im Werbegeschäft wieder leichte Zuwächse verbuchen.

Unter dem Strich steht erstmals ein Nettogewinn in Höhe von rund 43 Millionen Euro, welcher jedoch durch einen Einmaleffekt zustande kommt. Spotify hat eine einmalige Steuergutschrift von rund 125 Millionen Euro erhalten. Operativ musste man einen Verlust von rund 6 Millionen Euro in die Bücher schreiben. Immerhin: Die operativen Verluste sind deutlich weniger geworden. Vor zwölf Monaten belief sich der Verlust noch auf rund 90 Millionen Euro. 

Für das angelaufene vierte Quartal rechnet der Konzern mit einem leichten Umsatzanstieg auf rund 1,35 bis 1,55 Milliarden Euro. Anleger nahmen die Ergebnisse positiv auf und schickten die Aktie nach Börseneröffnung um fast 2,3 % ins Plus. Vom Allzeithoch ist das Papier aber noch immer fast 20 % entfernt.