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Quartalszahlen: Bei Google sprudeln die Werbeerlöse

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alphabetÄhnlich wie Amazon ist es am Abend nach der Bekanntgabe der neusten Geschäftszahlen auch der Google-Mutter Alphabet ergangen: Obwohl die Zahlen für das dritte Quartal 2018 überwiegend positiv waren, schickten die Anleger das Papier trotz eines kleinen Tagesgewinns im nachbörslichen Handel wieder zurück in die Verlustzone. 

Zwar konnte die Google-Mutter ihren Umsatz im Jahresvergleich um stolze 21 % ausbauen und mehr als 33,74 Milliarden US-Dollar umsetzen, das lag jedoch unterhalb der Erwartungen der Analysten, die von etwas mehr als 34 Milliarden US-Dollar ausgegangen waren. Der Nettogewinn kletterte um fast 37 % von 6,73 auf 9,19 Milliarden US-Dollar. 

Gegenüber dem zweiten Quartal sind die Gewinne förmlich explodiert, denn aufgrund einer Rekordstrafe der Europäischen Kommission in Höhe von 4,34 Milliarden US-Dollar war der Konzern im zweiten Quartal gezwungen nur noch 3,19 Milliarden US-Dollar Gewinn auszuweisen. Insgesamt ist der Nettogewinn für Alphabet kein neuer Rekord, dennoch einer der größten in der etwa 20-jährigen Unternehmensgeschichte. 

Alleine mit Werbung verdiente Alphabet prächtig. Im Zweitraum von Anfang Juli bis Ende September erlöste Google Werbeumsätze in Höhe von 28,95 Milliarden US-Dollar und damit klar den Löwenanteil. Zwölf Monate zuvor sprudelten die Einnahmen mit rund 24,07 Milliarden US-Dollar nicht ganz so kräftig. Zwar konnte Google die Zahl der Werbeklicks um 10 % steigern, die durchschnittlichen Erlöse pro Klick gingen jedoch erneut zurück und schrumpften während der letzten drei Monate um weitere 7 %. 

Ebenfalls leicht wachsen konnten das Hardware-Geschäft sowie die Umsätze im Google PlayStore unter Android. Einzig die „Other Bets“, zu denen Fiber und Waymo zählen, belasten die Google-Bilanz. Im Jahresvergleich stiegen die Verluste von rund 650 Millionen US-Dollar auf etwa 727 Millionen US-Dollar. Im Gegenzug konnte Alphabet mit seinen Finanzanlagen rund 117 Millionen US-Dollar verdienen. 

Trotz der überwiegend positiven Zahlen drehte die Alphabet-Aktie im nachbörslichen Handel mit etwa 5 % leicht ins Minus.

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Kommentare (6)

#1
Registriert seit: 15.09.2009

Kapitänleutnant
Beiträge: 1856
37% Nettogewinnsteigerung bzw. 9,19 Milliarden Dollar sind sowohl relativ als auch absolut natürlich enttäuschend für die Aktionäre.

Die bekommen die *** echt nicht voll genug.
#2
Registriert seit: 26.04.2006
Basel
Bootsmann
Beiträge: 702
Der Aktienmarkt ist einer der Gründe für die immer grösser werdende Spaltung zw. Reich und Arm und die fehlenden Lohnerhöhungen.

Stellt euch vor, es gäbe keinen Aktienmarkt und die Gewinne würden nicht den Aktionären in den Arsch geschoben, sondern in Form von Lohnerhöhungen an die Mitarbeiter verteilt, dann noch weiter in Forschung und Produktverbesserungen investiert etc. Aber nein, so muss bei den Arbeitern trotz Miliardengewinnen immer öfters eingespart werden, damit man noch das ein oder andere Prozent für die Aktionäre herauskitzeln kann...
#3
Registriert seit: 26.04.2006
Basel
Bootsmann
Beiträge: 702
- Doppelpost -
#4
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Registriert seit: 01.01.2016

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1508
Zitat stoka;26596774
Stellt euch vor, es gäbe keinen Aktienmarkt und die Gewinne würden nicht den Aktionären in den Arsch geschoben, sondern in Form von Lohnerhöhungen an die Mitarbeiter verteilt


Auch wenn ich selber Aktienspekulationen nicht leiden kann,... ist Dir bewusst was Aktionäre für eine Firma machen?
Sie strecken geld vor. Viel Geld.

Die meisten Firmen gäbe es ohne dieses Geld gar nicht.
Also wenn man das wie von Dir vorgeschlagen machen würde, dann wären die Mitarbeiter wohl eher arbeitslos als besser gestellt.
So sehr ich die Abneigung teile, man muss da schon das ganze Bild ansehen und nicht nur die Teile die einem nicht gefallen.
#5
Registriert seit: 15.09.2009

Kapitänleutnant
Beiträge: 1856
Zitat Rattenmann;26596821
Auch wenn ich selber Aktienspekulationen nicht leiden kann,... ist Dir bewusst was Aktionäre für eine Firma machen?
Sie strecken geld vor. Viel Geld.

Die meisten Firmen gäbe es ohne dieses Geld gar nicht.
Also wenn man das wie von Dir vorgeschlagen machen würde, dann wären die Mitarbeiter wohl eher arbeitslos als besser gestellt.
So sehr ich die Abneigung teile, man muss da schon das ganze Bild ansehen und nicht nur die Teile die einem nicht gefallen.


Den ersten Teil habe ich auch gedacht.
Aber den zweiten nicht.
Wo würden die Leute ihre Sachen dann kaufen, wenn es manche großen Firmen nicht geben würde? Z.B. Amazon.
Die Leute würden weiter im Einzelhandel kaufen.

Regional wäre das für die Beschäftigten wahrscheinlich besser.
#6
customavatars/avatar202850_1.gif
Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 12601
Zitat Rattenmann;26596821
Auch wenn ich selber Aktienspekulationen nicht leiden kann,... ist Dir bewusst was Aktionäre für eine Firma machen?
Sie strecken geld vor. Viel Geld.

Die meisten Firmen gäbe es ohne dieses Geld gar nicht.
Also wenn man das wie von Dir vorgeschlagen machen würde, dann wären die Mitarbeiter wohl eher arbeitslos als besser gestellt.
So sehr ich die Abneigung teile, man muss da schon das ganze Bild ansehen und nicht nur die Teile die einem nicht gefallen.

Ganz davon abgesehen dass direkte Angestellte von Google, Apple usw. ganz sicher nicht am Hungertuch nagen.
Bei den ausgelagerten Produzenten gewisser Hardware, mag das anders aussehen.

Zitat timo82;26596829
Regional wäre das für die Beschäftigten wahrscheinlich besser.

Naja. Dafür wärs für die Kunden wieder unbequemer, tendenziell teurer (da Verkaufsfläche kostet) plus geringere Auswahl.
Die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen...
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