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Trotz Rekordgewinn: Amazon-Aktie dreht ins Minus

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amazonNachdem bereits gestern Tesla, AMD und Microsoft ihre neusten Quartalsergebnisse veröffentlicht hatten, war in der Nacht zum Freitag Amazon an der Reihe. Zwar konnte der Online-Händler abermals einen neuen Rekord verbuchen, blieb beim Umsatz jedoch hinter den Erwartungen zurück, weshalb die Aktie im nachbörslichen Handel um fast 7 % ins Minus drehte.

Dennoch hätten die Anleger einiges zu würdigen gehabt, denn so viel wie im letzten Quartal hatte Amazon noch nie verdient. Unterm Strich blieben dem Konzern am Ende des dritten Quartals stolze 2,88 Milliarden US-Dollar übrig. Zum Vergleich: Vor zwölf Monaten verdiente der Konzern gerade einmal 256 Millionen US-Dollar, vor wenigen Jahren steckte man aufgrund seiner strikten Expansions-Politik sogar noch tief in den roten Zahlen. Die Strategie des Konzerns ist aufgegangen. 

Beim Umsatz ging es ebenfalls deutlich nach oben. Er kletterte im Jahresvergleich von rund 43,74 Milliarden US-Dollar auf etwa 56,58 Milliarden US-Dollar um stolze 29 % nach oben. Analysten war jedoch von rund 57,1 Milliarden US-Dollar ausgegangen, was die Stimmung im nachbörslichen Handel leicht trübte. Dafür konnte der Konzern die Erwartungen beim Ergebnis je Aktie deutlich übertreffen. Im Schnitt wurden rund 3,15 US-Dollar je Anteilsschein erwartet, tatsächlich erreichte Amazon 5,75 US-Dollar. Was die Anleger ebenfalls beunruhigen dürfte, sind die Prognosen für das angelaufene vierte Quartal. Hier erwartet der Konzern eine Abschwächung des Umsatzwachstums auf 10 bis 20 %. 

Das eigentliche Kerngeschäft Amazons war wieder einmal mehr größter Umsatz- und Gewinntreiber. Mit dem Verkauf von Produkten erlöste der Konzern in Nordamerika etwa 34,39 Milliarden US-Dollar, während es im Rest der Welt fast 15,55 Milliarden US-Dollar waren. In beiden Segmenten verbuchte man kräftige Zuwächse. Das gilt auch für die Cloudsparte AWS, die ein Umsatzwachstum von satten 46 % verbuchen konnte und während der letzten drei Monate rund 6,68 Milliarden US-Dollar einnahm. Operativ verdiente das Cloud-Geschäft sogar 77 % mehr. Damit ist Amazon vor Microsoft klar Marktführer.