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Apple Music: Neue Einigung mit Warner und aktive Verhandlungen mit Sony

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Apple musste für seine Streaming-Plattform Apple Music dieses Jahr neue Abkommen mit vielen Partnern aushandeln. Dabei war schon im Vorfeld durchgesickert, dass Apple die Ausschüttungen an die Plattenfirmen nach unten anpassen möchte. So zahlte Apple bisher an Labels einen höheren Anteil als etwa der Marktführer Spotify.

Davon hat man sich offenbar verabschiedet, denn ein neues Abkommen mit der Warner Music Group soll in puncto Konditionen nun vielmehr dem entsprechen, was der Vertrieb in etwa auch mit Spotify aushandelte. Warner stellt Apple für Apple Music und iTunes die Diskografien von Künstlern wie Ed Sheeran, The Red Hot Chili Peppers und Bruno Mars zur Verfügung. Die Lizenzgebühren bzw. Umsatzbeteiligungen sollen aber gesenkt worden sein. Genaue Details sind jedoch unbekannt, da die Partner natürlich nicht damit an die Öffentlichkeit gehen wollen.

So könnte die Warner Music Group Apple beispielsweise im Gegenzug für die gesenkten Einnahmen auch die Auflage gegeben haben dafür mehr Abonnenten werben zu müssen, damit sich die Zahlen wieder ein wenig ausgleichen. Daran hat Apple ohnehin ein Interesse, denn man möchte bis 2020 mit Musikstreaming gern 50 Milliarden US-Dollar einnehmen. Apple Music beinhaltet zudem mittlerweile auch Exklusivinhalte wie die Videoserie Carpool Karaoke. Es heißt, dass Apple in Zukunft noch deutlich mehr Geld in exklusiven Content investieren möchte, um Kunden an Apple Music zu binden.

Mit Sony Music Entertainment sitzt Apple offenbar aktuell noch am Verhandlungstisch. Ein Deal sei aber fast schon in trockenen Tüchern, wie anonyme Quellen berichten. Eine neue Einigung muss Apple hingegen noch mit der Universal Music Group erzielen. Auch in diesem Fall dürfte es sich aber wohl nur um eine Frage der Zeit handeln. In den USA wird über Musikstreaming bereits mehr Umsatz generiert als mit den Verkäufen physischer Datenträger oder mit Downloads. Die Plattenfirmen sind also immer stärker angewiesen auf Partner wie Spotify, Deezer oder eben Apple Music. Auch in Deutschland zeichnet sich diese Entwicklung bereits ab.