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Pragmata

PC-Technik mit Pathtracing und Dynamic MFG im Technik-Check

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PC-Technik mit Pathtracing und Dynamic MFG im Technik-Check
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Pragmata, das Action-Adventure-Spiel von Capcom wird am 17. April für PC-Spieler und die Konsolen erscheinen. Heute schon können wir einen kurzen Blick auf die Darstellung mit und ohne Raytracing, sowie der Pathtracing-Option und der Unterstützung von DLSS und Multi Frame Generation werfen. Zum Start am Donnerstag wird es dann auch einen Vergleich der Hardware-Leistung mit verschiedenen Karten geben.

Pragmata ist ein Action-Adventure mit Third-Person-Perspektive. Die Spieler steuern zugleich den Raumfahrer Hugh und die Androidin Diana, die auf einer von feindlichen KI-Robotern kontrollierten Mondforschungsstation nach einem Fluchtweg suchen. Hugh verfügt über verschiedene Schusswaffen sowie ein Jetpack, mit dem er gegnerischen Angriffen ausweichen und entfernte Bereiche erreichen kann, während Diana in die Defensivsysteme der Roboter eindringt, deren Schutz kurzzeitig deaktiviert und so verwundbare Stellen für Hughs Angriffe freilegt. Ein zentrales Spielelement sind Echtzeit-Hacking-Sequenzen, in denen der Spieler einen Cursor über ein Gitterfeld zum Zielknoten führen muss, Hindernissen ausweicht und optionale Bonusfelder aktiviert, die etwa den Waffenschaden von Hugh erhöhen können. Da diese Puzzles in Echtzeit ablaufen, muss Hugh während jeder Hacking-Sequenz weiterhin gegnerischem Feuer ausweichen und Angriffe vermeiden.

Pragmata wird mit Capcoms hauseigener RE-Engine entwickelt und unterstützt Raytracing-basiertes Global Illumination für indirekte Beleuchtung sowie raytracinggestützte Reflexionen. Auf dem PC steht darüber hinaus ein optionaler Pathtracing-Modus zur Verfügung, der Mehrfachlichtbounces und höherwertige Reflexionen berechnet, was laut Capcom und NVIDIA die Bildqualität deutlich steigert. Dies schauen wir uns gleich genauer an. Engine-Entwicklungsleiter Masaru Ijuin beschreibt Pathtracing in diesem Zusammenhang als eine Technologie, die Spieleoptik grundlegend verändert. Auf der PlayStation 5 Pro bietet Pragmata einen Grafikmodus mit 4K-Ausgabe bei 60 Bildern pro Sekunde, während die Xbox Series X intern in Full HD rendert und auf 4K hochskaliert. Die Xbox Series S nutzt eine interne 720p-Auflösung, die auf 1440p skaliert wird. Die Version für Nintendos Switch-Nachfolger läuft mit einer internen Auflösung von 540p und gibt das Bild auf 1080p hochskaliert aus.

Bei der Haar-Darstellung setzt Pragmata auf das Strähnen-Hairsystem der RE-Engine, das bereits in Spielen wie Resident Evil 4 (2023) für kürzere Frisuren genutzt wurde und als physikbasiertes System eine natürlichere und realistischere Darstellung gegenüber klassischen, per Rasterisierung gerenderten Hair-Cards ermöglichen soll. Für die lange Haarpracht der Figur Diana wurde das System gezielt erweitert, um komplexere Bewegungen glaubwürdig simulieren zu können, wozu das Spielteam zusätzliche Anpassungen bei den Engine-Entwicklern anstoßen musste. Die im Zuge dieser Arbeiten vorgenommenen Verbesserungen an der Haar-Simulation fanden auch in Resident Evil Requiem (Technik-Check) Verwendung, etwa bei der Figur Grace Ashcroft.

In den Grafikeinstellungen erlaubt das Menü verschiedene Auflösungen nebst FPS-Limitierungen von 30, 60 und 120 FPS. Raytracing und Pathtracing on top können nur global zu- oder abgeschaltet werden. Die Ray-Reconstruction-Technik kommt automatisch hinzu, wenn das Pathtracing aktiviert wird.

An Upscaling-Techniken unterstützt werden DLSS 4.5 und FSR 3. Auch Dynamic Multi Frame Generation und Frame Generation auf Basis von FSR 3 gibt es.

Darüber hinaus können Qualitätseinstellungen für Schatten, Licht, Effekte und der Detailgrad der Meshes und Texturen gemacht werden.

Kommen wir zu den Bildvergleichen – jeweils ohne Ray- und Pathtracing zu Raytracing und Raytracing zu Pathtracing.

Bildvergleich
Pragmata: Raytracing Pragmata

Maximal (links) - Maximal mit Raytracing (rechts)


Bildvergleich
Pragmata: Pathtracing Pragmata: Raytracing

Maximal mit Raytracing (links) - Maximal mit Pathtracing (rechts)


Bildvergleich
Pragmata: Raytracing Pragmata

Maximal (links) - Maximal mit Raytracing (rechts)


Bildvergleich
Pragmata: Pathtracing Pragmata: Raytracing

Maximal mit Raytracing (links) - Maximal mit Pathtracing (rechts)


Bildvergleich
Pragmata: Raytracing Pragmata

Maximal (links) - Maximal mit Raytracing (rechts)


Bildvergleich
Pragmata: Pathtracing Pragmata: Raytracing

Maximal mit Raytracing (links) - Maximal mit Pathtracing (rechts)


Bildvergleich
Pragmata: Raytracing Pragmata

Maximal (links) - Maximal mit Raytracing (rechts)


Bildvergleich
Pragmata: Pathtracing Pragmata: Raytracing

Maximal mit Raytracing (links) - Maximal mit Pathtracing (rechts)


Pathtracing erweitert klassisches Raytracing, indem es den Weg von Lichtstrahlen durch eine gesamte Szene physikalisch möglichst korrekt nachbildet. Dafür werden viele mögliche Pfade eines einzelnen Lichtstrahls statistisch abgetastet, wodurch Beleuchtung, Schatten und Reflexionen deutlich realistischer dargestellt werden können. Das Verfahren kommt seit Jahren in Film- und TV-Produktionen zum Einsatz, wo es genutzt wird, um Grafiken mit nahezu fotorealistischer Anmutung zu erzeugen, und hält zunehmend auch in Spielen Einzug.

In Pragmata werden Schatten auf Basis der tatsächlichen Lichtausbreitung berechnet, wobei Lichtstrahlen korrekt von Objekten verdeckt werden. Das führt zu weicheren, detailreicheren und insgesamt natürlicher wirkenden Schatten im Vergleich zu herkömmlichen Rendering-Verfahren. Die so entstehenden Bilder wirken räumlich tiefer und vermitteln ein stärkeres Gefühl von Präsenz, was die Spielwelt für Spielerinnen und Spieler immersiver erscheinen lässt.

Pathtracing-Reflexionen simulieren Lichtstrahlen, die mehrfach zwischen verschiedenen Oberflächen hin- und herprallen. Auf diese Weise entstehen sehr genaue Spiegelungen, die sowohl die Beleuchtung der Szene als auch Materialeigenschaften und sogar Objekte außerhalb des direkten Kamerablickfelds berücksichtigen. In der Summe ergibt sich ein stimmigeres und glaubwürdigeres Gesamtbild, das die Darstellung der Spielwelt deutlich aufwertet und neue Spielräume für eine realitätsnahe Inszenierung eröffnet.

Für die Benchmarks und Screenshot-Vergleiche kam unser Grafikkarten-Testsystem zum Einsatz:

Für die GeForce RTX 5080 kam der aktuelle GeForce 595.97 zum Einsatz.

Pragmata

3.840 x 2.160 Pixel, Maximal

FPS
Mehr ist besser

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In UHD mit den maximalen Grafikeinstellungen kommt die GeForce RTX 5080 ohne ein Ray- oder Pathtracing auf 90 FPS. Interessanterweise hat das Einschalten der Raytracing-Effekte nur einen geringen Einfluss auf die Leistung. Mit den Pathtracing-Effekten werden die FPS allerdings auf rund ein Viertel reduziert. Spielbar ist Pragmata in dieser Form nicht mehr.

Hier hilft nur das Zuschalten von DLSS und/oder Multi Frame Generation. Mit DLSS auf Qualität und der zweifachen Frame Generation kommen wir wieder auf 80 FPS und damit in etwa auf das Ausgangsniveau ohne jegliche Strahlenverfolgung.

Wie immer muss jeder selbst das richtige Verhältnis für die Grafikeinstellungen mit der eigenen Hardware finden. Für eine GeForce RTX 5080 kennen wir mit den maximalen Grafikeinstellungen nun die Anforderungen und Möglichkeiten mit DLSS und Multi Frame Generation. Für einen weiteren Überblick müssen wir uns noch ein paar Tage gedulden. Dann werden wir einen entsprechenden Vergleich präsentieren.

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