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GPU-Benchmarks zur finalen Version von Battlefield V

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battlefieldvAb diesem Wochenende können Abonnenten des Origin Access Premier auf dem PC bereits Battlefield V spielen. Der Titel begleitet uns bereits seit dem Juni, denn schon zur Closed Alpha haben wir einige Benchmarks gemacht. Darauf folgte eine Open Beta mit neuen Erkenntnissen und auch einen ersten Blick auf die RTX-Version konnten wir bereits werfen.

Nun ist die finale Version veröffentlicht worden, wenngleich es bis zum offiziellen Veröffentlichungstermin für alle am 19./20. November sicherlich noch mindestens einen Patch geben wird. Besitzer einer GeForce-RTX-Karte schauen hinsichtlich der Zusatzfunktionen noch in die Röhre, denn zumindest für die Frühstarter wird es noch keinerlei Ray-Tracing-Effekte geben.

Wir haben uns also ein paar aktuelle Grafikkarten von AMD und NVIDIA geschnappt und dazu ein paar Messungen gemacht. Origin macht es uns dabei nicht ganz einfach, denn bei einem häufigen Hardwarewechsel sperrt die Software den Zugang für einige Stunden. Dies schränkt uns bei den Tests natürlich ein, sodass wir zunächst einmal nur fünf Grafikkarten testen konnten.

Folgendes Testsystem kam zum Einsatz:

Das Testsystem
Prozessor AMD Ryzen Threadripper 1950X, 16x 3,4 GHz
Kühlung Noctua NH-U14S TR4-SP3
Mainboard ASUS ROG Strix X399-E Gaming
Arbeitsspeicher G.Skill Flare X F4-3200C14Q-32GFX, 4x 8GB DDR4-3200
SSD Samsung SSD 960 Pro 512GB
HDD Seagate FireCuda 2TB
Netzteil Seasonic Prime Titanium Series 850W
Betriebssystem Windows 10 64 Bit
Gehäuse Fractal Design Define XL R2

An Treibern haben wir den GeForce 416.81 für alle Grafikkarten mit NVIDIA-GPU und den Radeon Software Adrenalin Edition 18.11.1 für alle Grafikkarten mit AMD-GPU verwendet. Beide Treiber sind laut den Herstellern für Battlefield V optimiert.

Zunächst einmal bleibt festzuhalten, dass DICE den Spielfluss im Vergleich zur Open Beta aus technischer Sicht noch einmal deutlich verbessert hat. Mit Einschränkung auf die DirectX-11-API kann dem Titel eine gute technische Umsetzung bescheinigt werden. Auf Tests in DirectX 12 haben wir vorerst verzichtet, da die Minimum-FPS durchweg geringer als unter DirectX 11 sind – es sogar zu totalen Frameeinbrüchen kommt. Das, was DICE in der Frostbite-Engine unter DirectX 11 an Optimierungen hat einfließen lassen, wurde bei DirectX 12 offenbar völlig ignoriert.

Dies dürfte auch etwas den Ausblick auf den RTX-Patch trüben, denn für die Ray-Tracing-Effekte ist die DX12-API eine Grundvoraussetzung. Eine Möglichkeit ist aber auch, dass der Patch den DX12-Betrieb von Battlefield V grundsätzlich verbessert. Das werden wir abwarten müssen.

Hinsichtlich der Optik setzt Battlefield V mit der abermals verbesserten Frostbite-Engine für einen Shooter neue Maßstäbe. Es klingt etwas zynisch, aber selten dürften Weltkriegsgefechte schöner gewesen sein. Der Singleplayer sticht dabei positiv heraus, für den Multiplayer haben sich EA und DICE offenbar für einen Kompromiss aus Leistung und Optik entschieden, wenngleich die Darstellung nicht wirklich schlechter ist, hier und da aber klar auf die Leistung geachtet wurde.

Einziger Negativpunkt ist das Level of Detail in Abhängigkeit zum Abstand. Egal welches Grafikpreset der Spieler ausgewählt hat – hin und wieder tauchen Objekte einfach so auf, dabei hätten sie schon deutlich früher gezeichnet werden müssen.

Die Grafikeinstellungen von Battlefield V bieten die Standardkost für Frostbite-Titel. Je nachdem, welche Voreinstellungen ausgewählt sind, schaltet sich TAA in verschiedenen Stufen dazu. Je nach Leistung des System sollte man die niedrigste Einstellung von TAA vermeiden und statt dessen lieber ganz darauf verzichten.

Noch als wichtig herauszustellen ist das Future Frame Rendering. Diese Einstellung sorgt dafür, dass die Frames nicht einfach nur nach der Berechnung auf der Grafikkarte ausgegeben werden, sondern das eine leichte Verzögerung stattfindet. AMD und NVIDIA haben in den Treiber bereits eine Art Framepacing integriert, was ähnlich funktioniert. Die Gefahr bei einer solchen Technik ist, dass sich das Input-Lag erhöht, was auch immer (messbar) der Fall ist, was der Spieler aber nicht immer spürt. Auch dazu haben wir einige Messungen gemacht.

Alle Benchmarks wurden in der Singleplayer-Mission erstellt. Auf Multiplayer-Benchmarks haben wir verzichtet. Unserer Erfahrung nach bleiben die Verhältnisse innerhalb der getesteten Karten damit auch sehr ähnlich und einzig die absoluten Werte ändern sich.

Battlefield V - Vergleich der Auflösungen

Qualitätseinstellungen: Hoch

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Zunächst einmal haben wir uns die Leistung der Grafikkarten in den verschiedenen Auflösungen angeschaut. Für die Qualitätseinstellungen "Hoch" erreicht nur noch die GeForce RTX 2080 bei 3.840 x 2.160 Pixel mehr als 60 Bilder pro Sekunde. Die Leistungsanforderungen an UHD sind dementsprechend hoch.

Battlefield V - Vergleich der Qualitätsstufen

3.840 x 2.160 Pixel

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Zwischen den Qualitätseinstellungen "Hoch" und "Mittel" gibt es rein optisch den größten Unterschiede und wer einen gewissen Wert auf die Optik legt, sollte auch mindeste "Hoch" auswählen. Der Sprung zu "Ultra" macht dann weder optisch, noch in der Leistung viel aus – wer aber ausreichend Leistungsreserven vorzuweisen hat, sollte auch "Ultra" anwählen, um Battlefield V in seiner vollen Pracht zu genießen.

Battlefield V

1.920 x 1.080 Pixel - Hoch

151.1 XX


132 XX
145.7 XX


136 XX
126.0 XX


116 XX
124.2 XX


116 XX
111.6 XX


103 XX
91.7 XX


88 XX
83.2 XX


78 XX
73.3 XX


69 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Eine Radeon RX 580 reicht aus, um Battlefield V in den Qualitätseinstellungen "Hoch" mit ausreichenden FPS genießen zu können. Mehr ist in FHD natürlich immer besser, aber nicht notwendig.

Battlefield V

2.560 x 1.440 Pixel - Hoch

130.9 XX


125 XX
107.8 XX


94 XX
93.1 XX


59 XX
91.6 XX


87 XX
80.7 XX


76 XX
64.7 XX


62 XX
58.8 XX


55 XX
51.1 XX


49 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Auch für QHD ziehen wir den Schnitt vorerst bei der Radeon RX 580 – zumindest so lange, bis wir auch die langsameren Modelle testen konnten.

Battlefield V

3.840 x 2.160 Pixel - Hoch

75.3 XX


70 XX
61.3 XX


59 XX
52.0 XX


49 XX
48.8 XX


46 XX
43.1 XX


40 XX
34.4 XX


32 XX
31.3 XX


30 XX
25.9 XX


24 XX
Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Wer Battlefield V in UHD spielen möchte, der sollte mindestens eine Radeon RX Vega in seinem Rechner haben. Auf Seiten der Karten mit NVIDIA-GPU liefert auch eine GeForce RTX 2070 ausreichende FPS.

Battlefield V - HDR-Vergleich

3.840 x 2.160 Pixel - Qualitätseinstellungen: Hoch

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Der Einfluss der HDR-Darstellung ist nicht sonderlich groß. Sowohl die GeForce RTX 2080 als auch die Radeon RX Vega 64 verlieren nur unwesentlich an Leistung. Wer also einen entsprechenden Monitor hat, muss nicht vor der Aktivierung von HDR zurückschrecken

Battlefield V - FFR-Vergleich

3.840 x 2.160 Pixel - Qualitätseinstellungen: Hoch

Bilder pro Sekunde
Mehr ist besser

Bereits angesprochen haben wir die Funktionsweise von Future Forward Rendering. Der Einfluss auf die Leistung ist sowohl bei Grafikkarten mit AMD-GPU als auch bei solchen mit NVIDIA-GPU nicht zu verachten. Theoretisch erhöht sich damit das Input-Lag, doch hier ist jeder Spieler mehr oder weniger empfindlich und sollte mit der Einstellung daher selbst etwas experimentieren.

Wir werden in den kommenden Tagen noch weitere Karten dem Test hinzufügen und den Artikel entsprechend erweitern.

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Kommentare (18)

#9
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Registriert seit: 31.12.2008
Hessen
Kackbratze
Beiträge: 30778
Zitat Lost Boy;26625040
Wer den Text list wird es wissen warum nur bis zu rx 580 getestet wurde


recht hast du. hätte man aber auch direkt am anfang erwähnen können.^^

das ist wirklich mist. kapier nicht was EA für ein geschiss macht. steam hat damit 0 probleme und die sind gefühlt 100x größer als drecks origin/ea
#10
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Registriert seit: 02.05.2017

BannedForEveR
Beiträge: 8837
Danke für den Test!

Bei CB im Test hat Vega deutlich besser abgeschnitten dort trennen vega 64 und rtx 2080 nur 10-15%!

Woran liegt das?
#11
Registriert seit: 18.05.2007

Admiral
Beiträge: 9626
Er sagte doch er will sich das nochmals ansehen. Meine Frontier liegt auch weit über dem was hier für eine Vega 64 angegeben ist. Wir wissen aber nicht wo genau gebencht wurde. Gibt ja keinen integrierten Benchmark.
#12
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Registriert seit: 15.11.2002
www.twitter.com/aschilling
[printed]-Redakteur
Tweety
Beiträge: 30890
Die Vega-Karten wurden im Balanced-Modus getestet. Sobald Origin das Spiel wieder freigibt für uns, teste ich die Turbo-Einstellung nach.
#13
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Registriert seit: 03.01.2014
Niederösterreich
Korvettenkapitän
Beiträge: 2086
Die Tabellen sind absolut fürchterlich zum lesen, bei den Vergleichen alle Karten in die Übersicht zu werfen ist nutzlos. Besser eine Tabelle mit ner AMD Karte, eine andere mit einer NVIDIA.

Die Luxx Benchmarks werden jedes Mal seltsamer und weniger vertrauenswürdig. Damals einen TR zu nehmen war ohnehin ein großer Fehler.
#14
Registriert seit: 16.06.2015

Matrose
Beiträge: 5
Zitat Romsky;26625017
Komisch, der Test hier weicht extrem von ComputerBase und auch meinen Erfahrungen ab. Wo habt ihr genau gebencht? (Ich weiß ist subjektiv): Aber auch in CB steht das mit DX11 und [email protected] die Vega 64 ca. 60FPS pmacht. Meine Frontier Edition ist auch meist bei ca. 60FPS unter [email protected] Eure Werte sind da eklatant niedriger.


CB hat keinen Test mit UHD und hohen Einstellungen gemacht hat. Es gibt in UHD nur Test mit den mittleren Einstellungen und FFR ein.
Die Vega 64 schafft laut CB bei UHD mittleren Einstellungen und FFR ein im Singleplayer 60,3 FPS und im Multiplayer 68,7 FPS.
Oder habe ich etwas übersehen?

In den Tabellen in diesem Testbericht findet man nur einen Test der vergleichbar sein könnte. Dort wurde mit UHD und Mittleren Einstellungen im Singleplayer (mit FFR ein oder aus, steht dort leider nicht) getestet. Und welcher Balken Durchschnitt, Maximum oder Minimum ist, ist mir auch nicht klar.
#15
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Registriert seit: 12.09.2007

Metalhead
Beiträge: 5939
Wirklich interessant wäre jetzt zu wissen, um wie viel ms sich durch FFR der Input lag verlängert. Am besten in verschiedenen Szenarien (Vsync/ GSync/ Freesync/ off). ;-) Der FPS Gewinn ist ja schon beachtlich - ggf. ist die Umsetzung ja so gut, dass der Input Lag durch das mehr an FPS fast wieder ausgeglichen wird?
#16
Registriert seit: 16.06.2015

Matrose
Beiträge: 5
Zitat chrizZztian;26630217
Wirklich interessant wäre jetzt zu wissen, um wie viel ms sich durch FFR der Input lag verlängert. Am besten in verschiedenen Szenarien (Vsync/ GSync/ Freesync/ off). ;-) Der FPS Gewinn ist ja schon beachtlich - ggf. ist die Umsetzung ja so gut, dass der Input Lag durch das mehr an FPS fast wieder ausgeglichen wird?


Das wäre wirklich interessant.

Durch mehr FPS kann das nicht ausgeglichen werden. Der Input lag beschreibt ja die Zeit Zwischen Eingabe und Ausgabe des Frames. Ob nun 60Bilder in der Sekunde um 20 Millisekunden verschoben zur Eingabe auf dem Display erscheinen oder 100 Bilder, ist ja völlig egal.
#17
customavatars/avatar72689_1.gif
Registriert seit: 12.09.2007

Metalhead
Beiträge: 5939
Nicht ganz - hierbei handelt es sich ja nicht um ein festes Delay wie z.b. bei einer Mauseingabe. Hier geht es darum wie lange ein im voraus berechnetes Bild im Puffer "zurückgehalten" wird und da spielt die Hz Zahl und die FPS Zahl eine Rolle.

*hier* gibts z.B. ganz allgemein was zu dem Thema.
#18
Registriert seit: 16.06.2015

Matrose
Beiträge: 5
Ah okay, das ist interessant.
Das heißt wenn man mit FFR eine Bestimme Frame Rate erreichen kann, könnten sich die beiden Verzögerungen negieren und man hätte somit eine höhere FPS mit gleichbleibendem Input lag
Was wiederum bei G-Sync egal wäre, da dort ja der Monitor mit der Grafikkarte synchronisiert sind. Dort wurde der zusätzliche Input Lag von der FFR Technik Addieren.
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