Seite 10: Fazit

Wie schon eingangs erwähnt, handelt es sich bei der Kingston DC1000M nicht um eine typische SSD für unseren Testparcours. Dies hat sich auch nach Durchlauf aller unserer Benchmarks durchaus bestätigt. So konnte unser Testkandidat in einigen Bereichen begeistern, in anderen wiederum nicht. Es bleibt dabei als Fazit in jedem Fall festzuhalten, dass potenzielle Käufer genau reflektieren sollten, ob ihre Anforderungen von der DC1000M erfüllt werden oder ob es Alternativen gibt.

Einen Themenkomplex, bei dem uns die DC10000M in jedem Fall überzeugen konnte, ist die Garantie und maximale Schreiblast, die Kingston angibt. Fünf Jahre bei täglicher kompletter Neubeschreibung bedeuten beeindruckende TBW-Angaben, die eine gewisse Beruhigung für die Datensicherheit vermitteln. Dazu gesellt sich der Schutz gegen Stromausfall und natürlich die HotPlug-Fähigkeit als sinnvolle Features für den Produktivbetrieb, den wir allerdings so natürlich nicht sinnvoll simulieren können. Stattdessen überzeugt die SSD umso mehr, wenn wir keine temperaturbedingte Drosselung erreichen oder keinen füllstandabhängigen Leistungseinbruch messen.

Ob die Kingston DC1000M trotz oder gerade wegen ihrer speziellen Leistungen und Features den Weg in heimische Rechner findet, kann natürlich nicht ausgeschlossen werden. Zwar birgt bereits das nötige U.2-Interface eine Hürde, doch finden sich tatsächlich vereinzelte Consumer-Mainboards aktueller Sockel mit entsprechendem Anschluss. Workstation- und Servermainboards dann umso mehr. Hier kann die DC1000M durchaus einen Platz einnehmen und mit Eigenschaften wie eben der PowerlossProtection gegenüber HighEnd-Consumer-SSDs punkten.

Mit etwa 430 Euro für unser Testmodell ist die DC1000M sicherlich keine günstige SSD, tatsächlich ist die Kingston jedoch auf die Kapazität betrachtet günstiger als Beispielsweise eine Samsung 970 PRO, die als M.2-MLC-SSD zwar in einigen Benchmarks die Nase voraus hat, jedoch weder PLP noch HotPlug-Fähigkeit mit sich bringt. Aufgrund der Summe der Eigenschaften vergeben wir daher unseren Technik-Award.

Positive Eigenschaften der Kingston DC1000M

  • Powerloss Protection
  • HotPlug-Fähigkeit
  • Hohe TBW-Angaben und fünf Jahre Garantie
  • Konstante und kurze Latenzen
  • Keine temperaturbedingte Drosselung

Negative Eigenschaften der Kingston DC1000M

  • Teilweise nur durchschnittliche Leistung